Sonderveröffentlichung

Fachkräfte in der Pflege Der Beruf für Menschen mit Herz und Hand

Versorgen, pflegen und dokumentieren – das Berufsbild der Pflegefachkraft ist kurz beschrieben, doch damit noch lange nicht erklärt.

23.02.2026

Pflegefachkraft zu sein bedeutet weit mehr, als nur einen Beruf auszuüben – es ist eine Berufung, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt und jeden Tag aufs Neue Sinn stiftet. Wer sich für eine Karriere in der Pflege entscheidet, trifft eine Wahl für Mitmenschlichkeit, Empathie und für das tägliche Engagement, das Leben anderer Menschen positiv zu beeinflussen. Die Arbeit als Pflegefachkraft ist herausfordernd, aber sie bringt auch eine tiefe Erfüllung mit sich, die nur wenige andere Berufe bieten können.

Unternehmen aus der Region

Menschlichkeit in jeder Lebenslage als Berufsbild

Der Beruf des Pflegers ist weit mehr als ein Job. Foto: D. Gordic – stock.adobe
Der Beruf des Pflegers ist weit mehr als ein Job. Foto: D. Gordic – stock.adobe

Im Beruf der Pflegefachkraft stehen die Begegnungen mit Menschen im Vordergrund – Menschen in unterschiedlichsten Lebenssituationen, mit individuellen Geschichten, Sorgen und Hoffnungen. Pflegekräfte begleiten Neugeborene, unterstützen Familien, helfen Menschen nach Unfällen oder Krankheiten und stehen Sterbenden und ihren Angehörigen in den schwersten Stunden bei.

Der menschliche Aspekt in der Pflege zeigt sich in vielen kleinen und großen Gesten: ein sanftes Wort, eine helfende Hand, ein aufmunterndes Lächeln oder einfach nur das Zuhören in Momenten der Unsicherheit oder Angst. Pflegefachkräfte sind oft die ersten, die merken, wenn es einem Patienten nicht gut geht – manchmal noch bevor Beschwerden überhaupt ausgesprochen werden. So anstrengend der Alltag ist, Pflegekräfte vermitteln Geborgenheit, wo sie dringend gebraucht wird. Diese Nähe und das gegenseitige Vertrauen, das zwischen Pflegekraft und Patient entsteht, sind einzigartig. Die Pflege bedeutet auch, Verantwortung zu übernehmen für das Wohlbefinden der Patienten, für ihre Gesundheit und oft auch für ihre Lebensqualität. Sie helfen beim Waschen, Essen, Anziehen, sie motivieren zur Bewegung oder fördern die Selbstständigkeit und Lebensfreude. Sie sind Ansprechpartner für Angehörige, Vermittler zwischen Ärzten oder Therapeuten und sind oftmals das „Herz“ einer Station oder Einrichtung.

Jeder Mensch, egal in welcher Situation, hat Anspruch auf eine individuelle, respektvolle Behandlung. Pflegefachkräfte setzen sich tagtäglich dafür ein – sei es durch ein offenes Ohr, durch praktische Hilfe oder durch die Organisation von Unterstützungsangeboten. Sie stärken die Selbstbestimmung der Menschen, die sie betreuen, und fördern deren Ressourcen.

Neben der unmittelbaren Arbeit mit den Patienten bietet der Beruf auch die Möglichkeit, sich persönlich weiterzuentwickeln. Die täglichen Herausforderungen fordern Einfühlungsvermögen, Verantwortungsbewusstsein und Teamfähigkeit. Man lernt, in Krisensituationen ruhig zu bleiben, Prioritäten zu setzen und flexibel zu reagieren. Und man bekommt immer wieder die Chance, über sich hinauszuwachsen – sei es im Umgang mit schwierigen Situationen, in der Kommunikation mit Angehörigen oder in der Zusammenarbeit im Team.

Ein oft unterschätzter, aber sehr wertvoller Aspekt ist die Dankbarkeit, die Pflegekräfte erfahren – sei es durch ein einfaches „Danke“, einen Händedruck oder ein Lächeln. Diese Wertschätzung ist ehrlich und direkt, sie zeigt, wie wichtig Pflege für unsere Gesellschaft ist. Pflegefachkräfte sind sich am Ende des Tages gewiss, das Gefühl zu haben, wirklich etwas bewirken zu können – für einzelne Menschen, aber auch im Großen und Ganzen.

All das macht den Beruf der Pflegefachkraft zu einer erfüllenden Aufgabe mit Herz und Sinn. Wer sich für diesen Beruf entscheidet, kann sicher sein: Kein Tag ist wie der andere, Langeweile gibt es nicht. Stattdessen wartet eine Tätigkeit, in der Menschlichkeit und Mitgefühl an erster Stelle stehen. Es ist ein Beruf, der fordert – aber auch reich beschenkt. Wer Pflegefachkraft wird, entscheidet sich für einen Weg voller Herausforderungen, aber auch für ein Arbeitsleben, das Sinn stiftet, berührt und verbindet.

Dieser Beruf ist mehr als ein Job – er ist eine Berufung, die die Lebenssituation vieler Menschen verbessert. ab


Die Ausbildung im Überblick

Pflegefachmann- oder Frau ist eine bundesweit einheitlich geregelte Ausbildung an Pflegeschulen sowie an Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen.

Sie dauert in Vollzeit drei Jahre, in Teilzeit höchstens fünf Jahre und führt zu einer staatlichen Abschlussprüfung. Theoretische Kenntnisse werden vertieft und in Krankenhäusern sowie in stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen angewendet. Falls vereinbart, können die Auszubildenden für das letzte Drittel der Ausbildung entscheiden, ob sie die Ausbildung als Pflegefachmann fortsetzen oder ob sie die Ausbildung neu auf einen Abschluss im Bereich Gesundheits- und Kinderkrankenpflege oder Altenpflege ausrichten wollen. BfA