Handwerker sind im Haus und viele Menschen unsicher, wie man sich verhalten soll. Der Villeroy & Boch Handwerker-Knigge gibt praktische Tipps zu Smalltalk, Trinkgeld und Umgang. Grundsätzlich gilt: entspannt, freundlich, höflich und offen - der Handwerker wird es ebenso sein.
Wie spreche ich den Handwerker an?
Der Empfang des Monteurs mit einem freundlichen Lächeln, ein kurzer Smalltalk über das Allgemeinbefinden, das Wetter oder die Anfahrt sind vollkommen in Ordnung. Danach braucht der Handwerker aber die Ruhe, seine Arbeit konzentriert zu erledigen. Freundlichkeit, Offenheit und Respekt sind entscheidend. Das Problem und ihre gewünschten Ergebnisse klar schildern und offen für die Vorschläge des Fachmanns bleiben, das fördert eine gute, kommunikative Arbeitsatmosphäre.
Getränke für den Handwerker anbieten?
Ein Glas Wasser, eine Tasse Kaffee sind eine freundliche Geste des Kunden. Verpflichtet ist er dazu nicht. Alkohol ist ohnehin tabu. Ähnlich ist es auch mit dem Essen. Wer will, kann Snacks bereitstellen. Bei großen Projekten freuen sich Handwerker über eine gemeinsame Pause.
Muss ich meine Toilette zur Verfügung stellen?
Auf einer größeren Baustelle werden mobile Toiletten meist durch den Bauleiter oder Bauherren zur Verfügung gestellt. Doch wie sieht es aus, wenn Klempner und Co. in die Wohnung arbeiten? Es ist auf jeden Fall freundlich, den Handwerker die Toilette benutzen zu lassen, verpflichtend ist es nicht.
Müssen die Schuhe im Haus ausgezogen werden?
Nein, ganz im Gegenteil! Aus arbeitsrechtlicher Sicht ist es fahrlässig, wenn Handwerker die Schuhe ausziehen. Mehrheitlich handelt es sich um spezielle Arbeitsschuhe, die Unfälle und Verletzungen vorbeugen sollen. Die meisten Handwerker decken stattdessen den Boden ab oder tragen spezielle Überzieher, um die Wohnung oder das Haus vor Dreck zu schützen.
Trinkgeld nach getaner Arbeit?
Eine kleine Anerkennung für den Handwerker ist rein freiwillig. Höfliches Verhalten, korrektes Auftreten und saubere Arbeit sollten selbstverständlich sein.
Wer etwas geben will, sollte dies in bar tun. Für kurze Arbeiten sind fünf bis zehn Euro pro Mitarbeiter durchaus angemessen.
pm