Sonderveröffentlichung

Fachleute für alle Fälle Auf Knopfdruck sparen

Wassereffiziente Systeme bieten Einsparpotenzial. Beim täglichen Wasserverbrauch geht fast ein Drittel auf das Konto der WC-Spülung.

Es lohnt sich in jedem Privathaushalt, den Wasserverbrauch genauer zu betrachten und Einsparpotenziale aufzudecken. Foto: djd/Geberit

24.02.2026

In privaten Haushalten entfällt ein erheblicher Teil des täglichen Wasserverbrauchs auf die WC‑Spülung – in Deutschland sind es nach Schätzung des BDEW Bundesverbandes der Energie und Wasserwirtschaft e. V. rund 27 Prozent. Eine gezielte Optimierung der Spültechnik bietet großes Einsparpotenzial. Weitere 36 Prozent des täglichen Wasserverbrauchs entfallen auf Baden, Duschen und Körperpflege. Wassereffizientere Lösungen fürs Bad bieten die Möglichkeit, den Verbrauch zu senken.

Toilettenspülung mit Köpfchen

Im Bereich der Toilettenspülung hat sich in den vergangenen Jahrzehnten einiges getan. Während ältere Toiletten aus den 50er-Jahren noch bis zu 14 Liter Trinkwasser pro Spülung verbraucht haben, ermöglichen die aktuellen Systeme eine deutliche Reduktion des Wasserverbrauchs. Doch in vielen Haushalten sind diese noch nicht verbaut – daher ist eine Überprüfung des Verbrauchs auf jeden Fall ratsam.

Moderne Spülsysteme benötigen dagegen oft nur noch die Hälfte oder weniger. Wer ein Zwei-Mengen-Spülsystem nutzt, kann die Wassermenge an den tatsächlichen Bedarf anpassen: zum Beispiel vier Liter für eine kleine und sechs Liter für eine große Spülung. Noch effizienter sind Systeme, bei denen sich diese Werte individuell einstellen lassen.

Auch die Form der WC-Keramik spielt eine Rolle: Strömungsoptimierte Modelle sorgen dafür, dass das Wasser besser durch die Schüssel geführt wird. Ein gutes Beispiel:

Eine TurboFlush-Spültechnik steuert das Wasser in einer spiralförmigen Bewegung präzise und kraftvoll durch die Keramik. Dadurch spült sie gründlicher und leiser bei weniger Wasserverbrauch. Ein zweiter Spülgang ist meist nicht erforderlich.

Effiziente Wassernutzung im ganzen Bad

Auch in anderen Bereichen des Badezimmers kann der Wasserverbrauch optimiert werden. Sensorarmaturen am Waschtisch lassen das frische Nass nur dann fließen, wenn es tatsächlich benötigt wird, etwa beim Händewaschen oder Zähneputzen. Durchflussbegrenzer sorgen dafür, dass nicht mehr als fünf Liter pro Minute verbraucht werden, was am Waschplatz und in der Dusche meist ausreicht.

Wer ein Urinal möchte, kann heute auf Modelle mit niedriger Spülmenge von zirka 0,5 Litern oder sogar wasserlose Modelle zurückgreifen. Es lohnt sich in jedem Privathaushalt, den Wasserverbrauch genauer zu betrachten und Einsparpotenziale aufzudecken. Auch in bestehenden Gebäuden gibt es die Möglichkeit, wassersparende Technik nachzurüsten. Und wer neu baut, sollte dieses Thema von Anfang an in die Planung einbeziehen. djd