Schon länger sieht man, wie die Straßen und Plätze sich verändern, bunter werden. Die Häs sind abgestaubt, Tänze und Musikstücke eingeübt und die unzähligen Stunden der Vorbereitung vieler ehrenamtlicher Närrinnen und Narren nahezu abgeschlossen,
Bereits seit Mitte Januar hat der Pop Up Fasnets-Shop in der Bahnhofstraße 15, gleich gegenüber der Zehntscheuer, geöffnet. Dort gibt es noch bis Samstag, 14. Februar, alles, was das närrische Herz begehren könnte: Ommzugs- und Festabzeichen, Tickets, Fanartikel, Zunft-Zubehör und wer mag, bekommt die ganz persönliche Beratung gleich mit dazu.
Der traditionelle Hexentanz steht 2026 besonders im Mittelpunkt – seit 90 Jahren bereichert er die Rottenburger Fasnetgeschichte.
Schmotziger Donnerstag, 12. Februar
Spätestens um 13.30 Uhr sind die Närrinnen und Narren, ob organisiert oder individuell, zur Straßenfasnet in Rottenburg unterwegs. Um 19 Uhr verkündet Gräfin Mechthild auf dem Marktplatz die Narrenfreiheit. Im Anschluss beginnt der geheimnisvolle Kellerspuk der Pompele, dann folgt der berühmte Hexentanz, der einmal an jeder Fasnet aufgeführt wird. Die Ahlande vertreiben nach altem Brauch die Hexen und führen anschließend ihren historischen Ahlandtanz auf. Der Umzug aller Beteiligten zur Festhalle wird dort beim Einzug von der Stadtkapelle Rottenburg begleitet. Um 20 Uhr beginnt, anlässlich des 90. Hexentanz-Geburtstags, in der Festhalle der Hexenball. Erwartungsgemäß wird es ganz schön mystisch und DJ Andy Dangel legt die dazu passende Musik auf.
Freitag, 13. Februar
Um 14 Uhr treffen sich in der Festhalle die älteren unter den Närrinnen und Narren zur Seniorenfasnet. Sämtliche Zunftgruppen marschieren ein, es gibt ein buntes Bühnenprogramm, ein Gewinnspiel und die Stadtkapelle Rottenburg begleitet musikalisch die nachmittägliche Tanzveranstaltung.
Samstag, 15. Februar
Zur Zunftmesse um 13.30 Uhr lädt die St. Moritz-Gemeinde ein. Von dort aus starten die Narren ihren Streifzug durch die Stadt – es ist wieder Straßenfasnet!
Der Abend wartet mit dem Highlight der Fasnetsparty schlechthin auf: „Schlager meets Rockabilly“ heißt es ab 20 Uhr in der Festhalle mit Rebel Tell live. Im Anschluss ist weiter Party angesagt.
Fasnets-Sonntag, 15. Februar

Lange erwartet und jetzt endlich ist es soweit: Um 13.30 Uhr beginnt der berühmte Rottenburger Ommzug, sich in Bewegung zu setzen. Narrenzünfte aus der schwäbisch-alemannischen Vereinigung, Gastzünfte, Gastzünfte, Spielmanns- und Fanfarenzüge, Musikvereine, Guggamusiken, Fasnetskapellen und viele bunte Laufgruppen sorgen für Spaß und Abwechslung.
Wer sich einen Platz am Kalkweiler Tor erobert hat, erlebt um 13.30 Uhr zudem das Ahlandhoppa und später auf dem Marktplatz den Ahlandtanz. Danach ziehen alle, die Lust haben, zur Festhalle. Dort – und an zahlreichen Ständen am Ommzugsweg – gibt es Deftiges und Süßes, dazu Getränke.
Fasnets-Montag, 16. Februar
Der Rottenburger Narrensamen hat seinen eigenen Umzug: Um 13.30 Uhr startet er in der Tübinger Straße und alle Kinder sind herzlich dazu eingeladen, mitzumachen.
Anschließend geht es zum Kinderball in die Festhalle mit närrischer Unterhaltung, Spielen, Musik und natürlich der Narrensamenfütterung.
Die „Großen“ feiern ab 20 Uhr die Nacht der Narren mit Party, Showeinlagen, Guggenmusik und vielen Gruppen.
Fasnets-Dienstag, 17. Februar
Neue Ahlande wollen getauft werden, damit sie vollwertige närrische Mitglieder sind. Diese Zeremonie findet um 14 Uhr auf dem Marktplatz statt.
Leise Trauer mischt sich vermutlich bereits ab 17 Uhr im Zunfthaus unter all diejenigen, die sich zum Fasnetsausklang versammelt haben. Um 19.30 Uhr versammeln sich dort alle zum Trauermarsch Richtung Marktplatz.
Um 20 Uhr mischen sich Trauer über das Ende der diesjährigen Fasnetszeit mit der Freude am gemeinsamen Feiern mit Feuer und Feuerwerk: Die Fasnet wird ehrenvoll verbrannt.
Damit der Abschied nicht ganz so schwerfällt, darf im Zunfthaus noch bis Mitternacht weitergefeiert werden.
Ghita Kramer-Höfer