„Hallo!“ „Grüß Gott!“ Es ist Freitagmittag, kurz vor 12 Uhr. Die Tische im Bürgerstüble füllen sich zusehends. Man kennt sich, freut sich, setzt sich zusammen, hält ein Schwätzchen und genießt das Zanderfilet, das heute auf der Tageskarte steht. Der Familienbetrieb, in den Familienmitglieder mehrerer Generationen involviert sind, hat nicht nur leckere Gerichte und eine Location für Feste aller Art zu bieten. Er versteht sich auch als kultureller Ort, der wichtig ist fürs Dorfleben. „Wir sehen eine gesellschaftliche Mitverantwortung“ erklärt Felix Geiger und betont: „Ob Rentner- oder Sportlergruppen nach dem Training, ob jung oder alt – im Bürgerstüble sind alle willkommen. Wir haben auch nachmittags geöffnet.
Da gibt es einen Rentnertref und eine Frauengruppe, die sich zum Binokeln trifft. Spielen, natürlich ohne Geldeinsatz, ist bei uns ausdrücklich erwünscht. Auch die Kegelbahnen sind wieder gefragt“, verrät Hans Geiger. „Sie sind auch bei Festen nutzbar, genau wie der kleine Bolzplatz, das Trampolin und der schöne Spielplatz.“ Familienfreundlichkeit steht im Bürgerstüble weit oben auf der Agenda. Genau wie freundliches Miteinander, artgerechte Tierhaltung und Regionalität. „Das Lammfleisch kommt von der Schwäbischen Alb und zur Jagdsaison versorgen uns örtliche Jäger mit feinstem Reh- und Wildschweinfleisch, direkt aus den umliegenden Wäldern. Unser Schweinefleisch ist von artgerecht gehaltenen Strohschweinen aus Herlikofen“, erklärt Metzgermeister Felix Geiger, der auch über einen Schlachtschein verfügt und alle drei Wochen beim Straßdorfer Metzgerkollegen ein Charlois-Fleckvieh Rind aus Tannweiler exklusiv fürs Bürgerstüble schlachtet. Ein geschlachtetes Tier wird von der Schnauze bis zum Filet komplett verwertet. Das Bürgerstüble, das als Handwerks-Gastronomie verstanden werden möchte, legt Wert darauf, möglichst viel, von dem, was auf die Teller kommt, selbst herzustellen und von lokalen Bauern zu beziehen. „Handwerk macht den Unterschied“ ist unser Leitspruch“, erklärt Felix Geiger. „Die Fähigkeit Dinge selbst herzustellen, gibt uns die Möglichkeit nachhaltig zu agieren, Herangehensweisen einzuschätzen und Denkweisen anzupassen.“


Metzgerei, Gaststube, Zimmervermietung und Catering, die vier Standbeine werden von Familienmitgliedern aus drei Generationen und einem Mitarbeiterstamm mit vielen langjährig Beschäftigten mit Herzblut betrieben. Eine Einheit, bei der seit Jahren alles Hand in Hand läuft. Hans Geiger freut sich auf den Frühling und den Sommer „Dann gibt es wieder Lamm und Spargel, man kann wieder auf der schönen Terrasse sitzen und den Spielplatz nutzen. Außerdem ist am 31. Mai ein besonderes Event geplant. Die Gäste dürfen sich auf ein Open-Air-Konzert mit Mimo and Friends freuen. Bei schlechtem Wetter findet es notfalls auch drinnen statt“, erklärt Hans Geiger. Platz genug hat es so oder so und für das Wohl der Gäste wird wie immer bestens gesorgt sein. Inge Czemmel