Der Geislinger Pferdemarkt hat eine lange Geschichte: Es gibt ihn schon seit mehr als 300 Jahren. Noch immer hat die Veranstaltung für viele Teilnehmer und Besucher ihren festen Platz im Terminkalender und eine ganz besondere Bedeutung. Teilweise kommen sie von weit her angereist, um die Geislinger Tradition mitzuerleben.
Dies sieht man zum Beispiel alljährlich an den Kennzeichen der Autos, die an den Parkmöglichkeiten am Berufsschulzentrum, 5-Täler-Bad, Michelberghalle, Tälesbahnstraße und entlang der Oberböhringer StraBe abgestellt sind. Motiviert und freundlich organisiert das kompetente Ordnungspersonal das Verkehrsgeschehen rund um den Pferdemarkt und auch den Marktplatz Unter den Linden selbst.
Nähert man sich dem Marktplatz bei der TVA-Halle, hört man schon bald Hufgeklapper. Es ist das Geräusch, das die ersten Pferdemarkt-Emotionen weckt und die Herzen von Pferdefreunden höherschlagen lässt. Eine große Vielfalt von Pferderassen wird sich auch in diesem Jahr wieder ein Stelldichein geben. Oft können die Besucher die Aussteller noch bei den letzten Vorbereitungen beobachten: Hier wird ein Schweif schnell nochmals gekämmt und daneben Zöpfchen in eine Mähne geflochten; kleine Ponys wuseln aufgeregt umher, während die Kaltblüter gelassen wartend dastehen, bis der Auftritt naht. „Man muss kein Pferdekenner sein, um Begeisterung zu verspüren“, so die Äußerung eines Marktbesuchers, der sich immer wieder an den Pferden erfreut und die Atmosphäre genießt. Er ist ein Beispiel für viele.




Der Pferdemarkt dauert von 9 bis 13 Uhr an und findet bei jeder Witterung statt. „Ein richtiger Pferdemarkt-Fan ist wetterunabhängig“, weiß Organisator Markus Sauter aus Erfahrung zu berichten. Im Bereich des „großen Rings“ werden traditionell die Aussteller und Gastronomiestände ihren Platz haben. Hier wird alles angeboten, was Pferd und Pferdehalter brauchen. Von der Pferdedecke übers Tierfutter bis hin zur funktionalen Kleidung für den Reiter wird auch in diesem Jahr alles dabei sein. Auch der Duft der Marktwurst wird wieder über den Platz wehen. Eine weitere kulinarische Tradition ist das „Saure-Kutteln-Essen“. Viele Gastronomen in der Region bieten dieses Gericht am Tag des Pferdemarktes an.




Die Ausstellung der landwirtschaftlichen Maschinen schließt sich an gewohnter Stelle dem Pferdemarkt an. Riesige Traktoren, voll digitalisiert, repräsentieren die moderne Landwirtschaft. Erfahrungsgemäß schauen Großväter und Väter zu, während die Kinder auf die Fahrzeuge klettern und die Kabinen erkunden.
Mittelpunkt des Pferdemarkts sind die Präsentationen und Prämierungen der Rösser und Kutschen im „großen Ring“, begleitet von fachkundiger Moderation, die über Herkunft der Pferde und Halter, Rassezugehörigkeit der Tiere und vieles mehr informiert. Wenn dann zum Abschluss die Kutschen auf dem Sandplatz ihre Runden drehen, wird dies sicher für viele Besucher wieder einer der Höhepunkte sein.



„Wir freuen uns auf alle Teilnehmer und Besucher“, betont Markus Sauter. Erstmals ist Oberbürgermeister Ignazio Ceffalia mit dabei, dessen Pferdemarkt-Tradition gerade beginnt. Patricia Jeanette Moser