Sonderveröffentlichung

Heizen und Energie Energiekosten regeln

Auch wenn die Heizungsanlage noch wärmt, lässt die Leistung bereits nach 15 Jahren nach.

Bereits nach 15 Jahren lässt die Leistung der Heizanlage nach. Foto: Christin Klose

17.02.2026

Ein wichtiger Hintergrund für den Austausch einer alten Heizungsanlage ist das Gebäudeenergiegesetz (GEG), das klare Vorgaben für den Betrieb alter Heizkessel macht.

Demnach dürfen bestimmte Heizkessel, insbesondere Öl- und Gasheizungen, die älter als 30 Jahre sind, nicht mehr betrieben werden. So wird sichergestellt, dass veraltete und ineffiziente Heizsysteme schrittweise aus dem Verkehr gezogen werden.

Ab 15 Jahren nimmt die Leistung ab

Auch bei jüngeren Heizungen lohnt sich ein kritischer Blick: Schon ab einem Alter von etwa 15 Jahren sinkt die Effizienz einer Heizungsanlage oft deutlich. Das bedeutet, dass mehr Energie benötigt wird, um die gleiche Leistung zu erzielen – mit spürbaren Folgen für Umwelt und Geldbeutel. In Zeiten steigender Energiepreise ist das Einsparpotenzial durch eine neue, effiziente Heizung nicht zu unterschätzen.

Ein weiterer Aspekt, der für den Austausch alter Heizsysteme spricht, sind die stark schwankenden Preise für fossile Energieträger. Die Kosten für Öl und Gas sind erheblich von globalen Entwicklungen, geopolitischen Krisen und der weltweiten Nachfrage abhängig. Das macht die Planung der Heizkosten für Hausbesitzerinnen und -besitzer zunehmend schwierig.

Wer heute noch mit Öl oder Gas heizt, ist diesen Preisschwankungen ausgesetzt und muss mit unerwarteten Mehrkosten rechnen.

Auch die Umweltbilanz spielt eine zentrale Rolle: Die Verbrennung von Erdöl und Erdgas setzt größere Mengen an CO₂ frei und trägt damit erheblich zum Klimawandel bei. Hinzu kommen Umweltschäden durch Förderung, Transport und Verarbeitung fossiler Brennstoffe. Moderne Heizsysteme wie Wärmepumpen, Biomasseheizungen oder der Anschluss an ein grünes Nah- oder Fernwärmenetz bieten hier große Vorteile. Sie arbeiten deutlich umweltfreundlicher und unabhängiger von fossilen Rohstoffen.

Attraktive Fördermöglichkeiten erleichtern den Umstieg auf klimafreundliche Heiztechnik zusätzlich. Der Staat unterstützt den Einbau von Wärmepumpen, Biomasseanlagen sowie den Anschluss an erneuerbare Nah- und Fernwärmenetze mit verschiedenen Förderprogrammen. Besonders hohe Prämien gibt es, wenn im Zuge der Modernisierung eine alte Ölheizung oder eine mindestens 20 Jahre alte Gasheizung ersetzt wird. Die Förderlandschaft ist dabei vielfältig: Informationen zu aktuellen Fördermöglichkeiten bieten die Verbraucherzentralen oder das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Es lohnt sich, rechtzeitig nach passenden Fördermitteln zu suchen und diese bei der Planung zu berücksichtigen.

Unternehmen aus der Region

Selbst wenn die alte Heizung scheinbar noch zuverlässig läuft, ist sie oft störanfälliger und weniger effizient als moderne Systeme. Das Risiko eines plötzlichen Ausfalls steigt mit dem Alter der Anlage. Ein Heizungsausfall passiert erfahrungsgemäß meist dann, wenn es am wenigsten passt – etwa mitten im Winter und auch noch während der Weihnachtsfeiertage. Dann müssen Entscheidungen unter Zeitdruck getroffen werden, und die Auswahl an verfügbaren Heizsystemen ist oft eingeschränkt.

Unternehmen aus der Region

Besser ist es also, den Wechsel rechtzeitig und vorausschauend zu planen. So bleibt ausreichend Zeit, sich umfassend zu informieren und gemeinsam mit einem Fachbetrieb die optimale Lösung zu finden.

Mit Beratung zum passenden Heizsystem

Ein Heizungstausch ist eine weitreichende Investition und will gut überlegt sein. Viele Kommunen bieten unabhängige Energieberatungen an, die Hausbesitzer bei der Auswahl des passenden Heizsystems unterstützen.

Auch Heizungsfachbetriebe vor Ort stehen mit Erfahrung und Know-how zur Seite und helfen, individuelle Lösungen für jedes Gebäude zu finden. Durch staatliche Förderungen und langfristige Einsparungen rechnet sich die Investition in moderne Heiztechnik oft schneller als gedacht.

Ein rechtzeitiger Heizungstausch bietet nicht nur Sicherheit und Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern, sondern eröffnet auch neue Möglichkeiten für mehr Komfort und Wohnqualität im eigenen Zuhause.

Wer sich nicht erst in letzter Sekunde, sondern frühzeitig mit dem Thema beschäftigt, profitiert von einer größeren Auswahl, besseren Konditionen und einem guten Gefühl, für die Zukunft gerüstet zu sein.
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