Sonderveröffentlichung

HERZLICH WILLKOMMEN AUF DEN SCHÖNEN HÄRTEN Fünf Gemeinden, ein starkes Miteinander

Die Härtengemeinden Kusterdingen, Wankheim, Jettenburg, Mähringen und Immenhausen liegen nicht nur wunderschön auf der Hochebene von Tübingen nach Reutlingen - sie sind auch ein begehrter Standort für mittelständische Betriebe. Von Simone Maier

Das Wahrzeichen von Kusterdingen: der Wasserturm. Daneben die fünf Wappen der Härtengemeinden, deren Idylle mit Blick auf die Achalm im Bild Mitte gut erkennbar ist. Rechts oben ist das fertiggestellte Feuerwehrhaus in Kusterdingen und im Bild unten sind die ersten Bewohner des neuen Seniorenzentrums Kusterdingen mit Einrichtungsleiterin Regina Hönes (re.) zu sehen. Fotos: Soltau/Archivbilder/Bernhard Krause

16.04.2026

Mit ihren rund 9000 Einwohnern sind die Härten ein beliebtes Fleckchen Erde – sowohl zum Leben als auch zum Arbeiten. Sie liegen idyllisch auf der Hochebene, wenn man die B28 von Tübingen in Richtung Reutlingen fährt.

Unternehmen aus der Region

Tolle Aktionen im Jubiläumsjahr 2025

Im letzten Jahr wurde „50 Jahre Kusterdingen“ gemeinsam mit dem 100-jährigen Bestehen des Musikvereins Jettenburg gefeiert. „Es war ein aufregendes Jahr mit einem tollen Jubiläumswochenende im Juli“, freut sich Bürgermeister Dr. Jürgen Soltau.

Fertige und kommende Bauprojekte

Das lang ersehnte Seniorenzentrum Kusterdingen wird noch diesen Monat offiziell eingeweiht. März sind die Bewohnerinnen und Bewohner des bisherigen Gemeindepflegehauses Härten in ihr neues Zuhause umgezogen. Mit einem Tag der offenen Tür am Freitag, 17. April, von 14 bis 17 Uhr wird es nun offiziell eingeweiht. Das Haus bietet 60 Plätze in vier Wohngruppen. Ergänzt wird das Angebot durch barrierefreie Wohnungen sowie eine Tagespflege mit 15 Plätzen. Im Nachbargebäude befinden sich noch 24 betreute Wohnungen. Auch für die Härtenschule in Mähringen gibt es sehr gute Neuigkeiten. Anfang nächsten Jahres wird mit der Erweiterung der Schule zu einer Ganztagesschule mit Mensa begonnen. „Wir haben Landesmittel in Höhe von 3,6 Millionen Euro für die Erweiterung der Härtenschule zugesagt bekommen. Das freut uns natürlich ganz besonders“, so Soltau. Auch im Gewerbegebiet Löhlen Süd hat sich einiges getan. Die Bauplätze wurden alle zugeteilt. Bereits ansässige Betriebe werden ihre Flächen dort erweitern, es werden sich aber auch neue Betriebe ansiedeln, so der Bürgermeister. Des Weiteren hat der Gemeinderat die Installation einer neuen PV-Anlage für die Härtensporthalle in Kusterdingen beschlossen; die Investitionssumme in die Halle, einschließlich energetischer Maßnahmen, liegt im sechsstelligen Bereich.

Unternehmen aus der Region

Ein weiteres Projekt, das dem scheidenden Bürgermeister sehr am Herzen liegt, ist die sogenannte „Lärmaktionsplanung“. Der Gemeinderat Kusterdingen hat jüngst beschlossen, im Rahmen des Lärmaktionsplans ganztags Tempo 30 auf den Ortsdurchfahrten (Kreisstraßen K 6903 und K 6907) in Wankheim, Mähringen, Immenhausen und Teilen von Kusterdingen anzustreben. „Das reduziert zum einen den Lärm, zum anderen erhöht es die Sicherheit. Denn es ist eine einfache Rechnung, dass ein Auto viel schneller zum Stehen kommt, wenn es 30 anstatt 50 km/h fährt“, so Soltau.

Nach 24 Jahren im Amt kommt ein neuer Abschnitt

Unternehmen aus der Region

„Es ist schon ein bisschen seltsam, wenn ich dran denke, dass ich bald keine offiziellen Abendtermine mehr haben werde“, schmunzelt er und träumt. Dr. Jürgen Soltau. Nach drei Amtsperioden wird er demnächst den Stuhl im Rathaus für seinen Nachfolger übergeben, der am kommenden Sonntag gewählt wird. Schon bei seiner Ankunft 2002 in Kusterdingen hatte er drei Amtsperioden im Blick. Nach einer Blutkrebs-Diagnose im letzten Jahr war die Entscheidung klar, nach Ende seiner Amtszeit im Juni 2026 nicht mehr zu kandidieren. Der Scheidende hat im letzten Jahr eine erfolgreiche Stammzelltherapie gemacht und ist gesundheitlich wieder so stabil, dass er bereits seine erste Reise im Ruhestand geplant hat, die ihn nach Madagaskar führen wird. „Ich habe so viele schöne Hobbys, dass mir bestimmt nicht langweilig wird“, schmunzelt er. Der Biologe und Hobby-Ornithologe Soltau ist auch immer mal wieder auf den Spuren des Waldrapps Obelix, der vor ein paar Jahren für ordentlich Furore auf den Höhen gesorgt hat. „Es war eine wunderbare Zeit für mich in Kusterdingen. „Gefühlt war es so, dass ich in einer kleinen Welt ganz viel bewirken konnte“, so ein zufriedener Soltau, dessen offizielle Verabschiedung am 20. Juni in Kusterdingen gefeiert wird.