Bad Überkingen blickt auf eine ereignisreiche Geschichte zurück: Aus dem Jahre 1108 ist bekannt, dass das heutige Bad Überkingen auf den Namen "Urbaricho“ zurückzuführen ist. Ein Urbaricho war demnach der Begründer einer alemannischen Siedlung. Aus Urbaricho wurde im Laufe des 13. Jahrhunderts die Siedlung Ubrichingen. Sie gehörte den Lehnsleuten der Grafen von Helfenstein. Nach der Ermordung des Grafen Ulrich X. von Helfenstein im Jahre 1373 fiel die Burg Bühringen samt Besitz der Witwe Maria von Bosnien zu. Dort lebte sie bis zu ihrem Tode im Jahr 1403.
Der geänderte Ortsname Ueberchingen ging 1396 samt Besitz an die freie Reichsstadt Ulm und somit wurde auch der Ortsname Ueberchingen in das heutige Überkingen umbenannt. Der Namenszusatz "Bad“ wurde im Jahr 1927 und das Prädikat "Heilbad“ im Jahr 1992 verliehen. Einige Bauten im Ort erzählen von damals - so etwa das bereits 1553 erstellte Bad Hotel. Es gehört zu den schönsten Fachwerkbauten der gesamten Umgebung. Das nebenstehende Gebäude, auch heute noch "Reitstall“ genannt, gehörte zum Bad Hotel und diente den mit Pferden anreisenden Badegästen als angemessener Unterstand für ihre Tiere.
Das so genannte Amtshaus, in dem sich seit dem Jahr 2011 das Rathaus befindet, war ebenfalls im Besitz der freien Reichsstadt Ulm. Erbaut wurde es im 15. Jahrhundert. Es war Dienstsitz des jeweiligen - von Ulm eingesetzten - Amtmannes. Man kann noch heute eine Deckenmalerei mit dem Wappen der freien Reichsstadt Ulm bewundern. Sie trägt die Jahreszahl 1719. In diesem Zimmer wurde früher die Verwaltung der Gemeinde erledigt und die wichtigsten Sitzungen abgehalten.
Bad Überkingen ist umgeben von Buchen- und Mischwäldern, von Wacholderheiden sowie von Rosen- und Weißdornhecken. Die Höhendifferenz zwischen dem Tal und der Hochfläche beträgt über 300 Meter. Dazwischen liegen Wasserläufe, Streuobstwiesen, Heideflächen und Felsenbiotope. Im Hauptort gibt es zahlreiche Einrichtungen wie Kirche, Kindergarten, Grundschule, Gaststätten und Hotel, Feuerwehr, Getränkemarkt, zwei Bäcker, Apotheke, Friseur, Veranstaltungs- und Sporthalle, Betreutes Wohnen, Pflegeheim, Reha-Klinik, Landesberufsschule für das Hotel- und Gaststättengewerbe und vieles mehr.




Vor den Toren Geislingens gelegen, bietet Bad Überkingen laut der eigenen Homepage einerseits die Nähe zur Stadt und anderseits sei man doch so weit weg, dass es hier schon wieder richtige Ruhe gebe. Das Thermalbad, der Ortskern mit einigen historischen Bauten, der Kurpark, das vielseitige gastronomische Angebot und die einzigartige Landschaft mache Bad Überkingen zu einem beliebten Ausflugsziel.
Auch in Hausen gibt es eine gute Infrastruktur mit einer Kirche, Kindergarten, Bäckerei, Gaststätte, Backhaus, Feuerwehr, Bau- und Wertstoffhof, Autohaus, Tankstelle, Laden, Schäferei, Turnhalle und Sportplatz sowie namhafte Gewerbebetriebe. Hausen hat auch ein sehr reges und anregendes Vereinsleben. Beeindruckend ist zudem die 250 Meter hohe Hausener Wand, die im Laufe von Millionen von Jahren entstanden ist und als eines der wenigen Gebiete gilt, in dem der Uhu angetroffen werden kann.
In Unterböhringen gibt es eine Grundschule, Kindergarten, Kirche, Gemeindehaus, Backhaus, Bäckerei, Friseur, Gaststätten, Feuerwehr, Turn- und Festhalle sowie ein Lädle mit Post. Weite Teile der Gemarkung stehen unter Landschafts- und Naturschutz. Dank hierfür gelte den Bauern. Diese hätten in den vergangenen Jahrhunderten der Nachwelt eine Landschaft hinterlassen, die diesen Schutz verdiene. Auch heute noch bewirtschaften die Bauern die ausgedehnten Streuobstwiesen. Zudem gebe es einen Naturschutzpflegetrupp, der die Wacholderheiden und Trockenrasen pflege.




Der Teilort Oberböhringen ist vor gut zwei Jahrhunderten als Ausgründung von Unterböhringen entstanden. In dieser Zeit habe er laut der Gemeinde ein "behutsames Wachstum“ erlebt. Heute sei man dort oben in 750 Metern dem Himmel ein Stück näher. Auch gibt es im kleinsten Ortsteil das Tagungszentrum Michelsberg, zudem ist hier auch der Golfers Club Bad Überkingen beheimatet.
Für Bürgermeister Matthias Heim ist Bad Überkingen mit seinen malerischen Landschaften und der herzlichen Gemeinschaft "eine wunderschöne Gemeinde". Bad Überkingen sei bekannt für seine Thermalquellen und "unser Thermalbad“ mit unterschiedlichen Wellnessangeboten. Auch der Nachwuchs der Gastronomie komme aus Bad Überkingen: Das Land und die Dehoga betreiben hier nicht nur die Landesberufsschule für das Hotel- und Gaststättengewerbe, sondern einen kompletten Bildungscampus für Jugend- und Erwachsenenbildung. Heim: "Hierauf bin ich sehr stolz."
In Hausen und Unterböhringen wird laut Heim der Gemeinschaftssinn großgeschrieben. Die Dorfgemeinschaften seien hier sehr aktiv und organisieren zahlreiche Veranstaltungen, die das Miteinander fördern. Das sind beispielsweise das Blätzlesfest, der Felsenhock und der Bauernmarkt. Oberböhringen ist bekannt für seinen Golfplatz - "für mich einer der schönsten in Baden-Württemberg" - und bei gutem Wetter für das wunderschöne Alpenpanorama, das man von dort aus sehen kann, und dafür, dass hier Faustball im SVO gespielt wird.
Stolz ist er auch auf die Gastronomie, die in allen Ortsteilen verankert ist. Auch der Gemeinsinn macht "unsere Gemeinde“ aus. Viele Initiativen und Gruppen krempeln die Ärmel hoch, um in der Gemeinde etwas zu bewegen und mit zu gestalten. So wurden 2025 der Dorfplatz in Unterböhringen sowie ein Spielplatz in Oberböhringen und ein Bewegungspark in Bad Überkingen durch diese Gruppen realisiert und auch zum großen Teil finanziert.
Matthias Heim: "Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Bad Überkingen und seine Ortsteile Hausen, Unterböhringen und Oberböhgen wirklich lebenswert und liebenswert sind. Die Verbindung aus Natur, Gemeinschaft und Freizeitmöglichkeiten macht unsere Gemeinde zu einem Ort, an dem man gerne lebt und arbeitet."
Texte: Ralf Heisele
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Bad Überkingen hat als "Hauptort“ der Gemeinde knapp 2000 Einwohner. Die Markungsfläche der Gesamtgemeinde beträgt 2402 Hektar. Davon werden 1300 Hektar landwirtschaftlich genutzt, 845 Hektar sind Wald, 237 Hektar sind Siedlungs- und Verkehrsfläche und je zehn Hektar sind Wasserflächen und übrige Nutzungsfläche.
In Hausen leben zirka 800 Einwohner. Der Teilort kam im Zuge der Kommunalreform in den 1970er Jahren zu Bad Überkingen. Zur Nahversorgung findet dort jeden Donnerstag ein kleiner Wochenmarkt mit regionalen Marktbeschickern auf dem Rathausplatz statt.
Unterböhringen hat rund 950 Einwohner und ist damit die größte Teilgemeinde und ist zirka sechs Kilometer vom Hauptort entfernt. Unterböhringen liegt reizvoll im Talkessel des Talbaches.
Der Teilort Oberböhringen mit seinen 250 Einwohnern liegt auf einer Höhe von 750 Metern. Von dort oben sind an klaren Tagen die Alpen zu erkennen - und ständig weht eine Brise frischer Wind.