Die Gruppen der Hirschauer Narrenzunft sind das Jahr über immer wieder im Einsatz, schließlich gilt es, vieles zu planen und vorzubereiten. Der Tiermaskenumzug im Januar war für alle Fasnetsfreunde ein liebenswerter Auftakt. Rotmäntele, Hexen, Feurige Hunde, die Bürgerwehr, Äschadreppler und die Lumpenkapelle freuen sich unbändig auf die weiteren Höhepunkte und das sind ganz schön viele. Am Schmotziga, 27. Februar, geht's los mit der Übernahme der Dorfgewalt und Hirschau mutiert traditionell zu „Bad Hirschau“. Bei der abendlichen„Nacht der Narren“ sorgt die Gruppe Allgäuwild für die passende Musik. Auch am Freitag, 28. Februar, ist sie zu hören, diesmal beim Brauchtumsabend.
Zum Fasnetstanz am Samstag, 1. März, lädt die Vereinigung von Musik-, Gesang- und Sportverein ein. Wer Karten im Vorverkauf möchte, wendet sich am besten direkt an die Hirschauer Narrenzunft unter www.nzh.de .
Auf den Rosenmontag, am 3. Februar, im närrischen Bad Hirschau freuen sich die Narren aus der weiten Umgebung: Er ist einfach etwas ganz Besonderes.„ Wir achten darauf, dass der Umzug fröhlich und vor allem abwechslungsreich und mit ganz unterschiedlichen Gruppen ist“, erzählt Zunftmeister Wolfgang Rieker.
Etwas Außergewöhnliches hat die Hirschauer Narrenzunft selbst zu bieten: Die Äschadreppler, in Stroh gebundene Bären. „Das Erbsenstroh dafür bauen wir selbst an“, so Rieker, "das ist ein großer Spaß, aber auch ein riesengroßer Aufwand.“ Acht Mitglieder der Narrenzunft trafen sich im Herbst zur Ernte und zum Binden der Garben, im Januar wurde gedroschen. Und bis so ein Äschadreppler fertig eingebunden ist, kann das gut zwei Stunden dauern.

Umso schöner ist es für das Publikum, wenn die raren Gestalten am Rosenmontagsumzug in Bad Hirschau zu erleben sind. So ganz selbstverständlich ist das nicht: Regnet es zu viel oder zu wenig, ist die Ernte in Gefahr und damit auch die Figur. Die Ernte im vergangenen Jahr jedoch war gut: Beim Tiermaskenumzug waren bereits zwei Strohbären unterwegs und am Montag werden wieder zwei der liebenswert-pieksigen Gesllen mitlaufen.
Anschließend an den Rosenmontagsumzug machen die Narren den Flecken unsicher.„Wobei wir in jeder Situation großen Wert darauf legen, dass unsere Fasnet eine friedliche und fröhliche ist“, so Rieker. „Spaẞ ja, Stress und Gewalt: nein!“
Am Dienstag, 4. März, wird in diesem Sinne noch einmal kräftig gefeiert und schließlich wird sie verbrannt, die Fanet.
gik
Närrisches Programm in Bad Hirschau
Donnerstag, 27. Februar
18 Uhr: Übernahme der Dorfgewalt mit Hexentanz
20.30 Uhr: Nacht der Narren mit Allgäuwild
Freitag, 28. Februar
20 Uhr: Brauchtumsabend mit Allgäuwild
Samstag, 1. März
20.30 Uhr: Fasnetstanz mit Albkracher
Montag, 3. Februar
10 Uhr: Schirmbar
13.30 Uhr: Rosenmontagsumzug durch Bad Hirschau
14 Uhr: Närrisches Treiben in Bad Hirschau und in der Narhalla
Dienstag, 4. März
18 Uhr: Fasnetskehraus mit Verbrennen der Fasnet
Nähere Informationen: www.nzh.de