Ob die Restaurierung einer historischen Kirchenfassade, die farbliche Gestaltung moderner Wohnräume oder selbst die Lackierung für Elemente der Motion-Base, mit der Oscar-Gewinner Gerd Nefzer seine Blockbuster dreht – das Leistungsspektrum der Widmann Malerwerkstätten mit Hauptsitz in Schwäbisch Hall ist breit gefächert. Nun baut das Familienunternehmen seine Präsenz weiter aus: Anfang April eröffnet die Gruppe einen neuen Standort in Crailsheim. Es ist die achte Niederlassung des seit Jahrzehnten gewachsenen Betriebs.
Die Entscheidung für die Horaffenstadt als Heimat einer neuen Niederlassung kommt nicht überraschend. Schon lange ist die Raumschaft rund um Crailsheim ein wichtiger Markt für den Malerbetrieb. „Es ist ein toller Markt mit viel Potenzial“, sagt denn auch Geschäftsführer Marc Widmann.
Doch nicht nur auf Kundenseite spielt die Region eine bedeutende Rolle für das Familienunternehmen. Auch viele Mitarbeiter stammen aus Crailsheim und den umliegenden Gemeinden wie Satteldorf oder Schnelldorf. Mit der neuen Niederlassung in der Friedrich-Bergius-Straße trägt Widmann dieser engen regionalen Verbindung nun auch organisatorisch Rechnung.
Die Leitung des neuen Standorts übernimmt Siegfried Lehr, der dem Unternehmen bereits seit 1987 angehört. Der gebürtige Crailsheimer kennt sowohl die Region als auch die Anforderungen des Betriebes genau. Gemeinsam mit einem rund 15-köpfigen Team betreut er künftig Projekte für Privatkunden, Industrieunternehmen sowie Bauträger oder Architekturbüros direkt von Crailsheim aus.
Effizienz vor Ort
Hinter der Expansion steht auch eine strategische Überlegung. In den vergangenen Jahren hat sich Maler Widmann positiv entwickelt, stetig sind neue Aufträge hinzugekommen. Dazu zählen ganz aktuell auch die Jahresaufträge der Stadt Crailsheim für 2026. „Das hat deutlich gemacht, wie wichtig es ist, Projekte künftig noch effizienter und unabhängiger von unserem Hauptsitz in Schwäbisch Hall umzusetzen“, erklärt Marc Widmann.
Die neue Niederlassung soll genau das ermöglichen. Auf rund 250 Quadratmetern stehen den Lagerflächen Teams der Vorarbeiter Oliver Pyka und Marian Petrek Materialien künftig direkt vor Ort zur Verfügung. Das verkürzt Wege und beschleunigt Abläufe – ein Vorteil, insbesondere bei kommunalen oder größeren Bauprojekten. Ergänzt wird die Infrastruktur durch Büroräume, die sowohl von der Bauleitung als auch von Aufmaß-Teams genutzt werden können.
Langjährige Expertise
Die Wurzeln der Widmann Malerwerkstätten reichen bis ins Jahr 1968 zurück. Heute ist die Unternehmensgruppe an mehreren Standorten vertreten. Zu ihr gehören die Widmann Malerwerkstätten in Schwäbisch Hall, Stuttgart und Mannheim, Maler Fuchs aus Aichach, Wörtz Malerwerkstätte aus Senden, Fischer Malerwerkstätte aus Sonthofen und Lörsch Malerwerkstätte aus Ulm.
Das Leistungsspektrum der Werkstätten geht dabei weit über klassische Malerarbeiten hinaus. Zwar bilden Anstrich- und Lackierarbeiten im Innen- und Außenbereich das Fundament, doch können die Experten auch ganzheitliche Lösungen rund um Gestaltung, Schutz und Werterhalt von Gebäuden bieten. Dazu gehört etwa die anspruchsvolle Fassadengestaltung, bei der Farben, Materialien und Strukturen gezielt eingesetzt werden, um Gebäuden Charakter zu verleihen – von dezent und zeitlos bis hin zu markant und ausdrucksstark.
Auch im Innenraum versteht sich das Familienunternehmen als Gestalter. Ob Wandbeläge, kreative Oberflächentechniken oder individuelles Raumdesign: Räume werden nicht nur renoviert, sondern bewusst inszeniert. Ergänzend kommen Bodenbeschichtungen zum Einsatz, die sowohl funktionalen als auch ästhetischen Ansprüchen gerecht werden.
Ein weiterer Baustein ist der eigene Gerüstbau. Mit zwei Kolonnen und umfangreichem Materialbestand können Projekte flexibel umgesetzt werden. Hinzu kommen Leistungen im Bereich Brandschutz, Beschriftungen, Stuckateurarbeiten sowie die Veredelung von Oberflächen und Mobiliar. Besondere Expertise bringt das Unternehmen zudem in der Restaurierung mit – etwa bei denkmalgeschützten Gebäuden, historischen Fassaden oder kunsthandwerklichen Elementen. Hier geht es nicht nur um handwerkliche Präzision, sondern auch um den sensiblen Umgang mit bestehender Bausubstanz.
Diese ganze Vielfalt ermöglicht es, unterschiedlichste Projekte aus einer Hand umzusetzen - vom funktionalen Industrieauftrag bis hin zum gestalterisch anspruchsvollen Einzelprojekt.
Von Adina Bauer