67 Narrenzunfte, Laufgruppen, Lumpen- und Musikkapellen haben sich für dieses traditionelle närrische Treiben angemeldet. Für sie und auch für die zahlreichen Zuschauer zählt dieser Umzug jedes Jahr wieder aufs Neue zu den Höhepunkten der fünften Jahreszeit.
Auch diesmal dürfen sich Akteure und Zuschauer auf eine ausgelassene Stimmung in den Straßen und Gassen des Hohensteiner Teilortes freuen. Besonders zeichnen sich die Eglinger Narren auch diesmal wieder durch ihren kreativen Einfallsreichtum und ihre Besinnung auf Tradition und Brauchtum aus. Dazu gehört natürlich der seit vielen Jahrzehnten gewachsene Wagenbau, der auch bei diesem mittlerweile 52. Umzug wieder Themen aus der Lokal- und Weltpolitik, aus Wirtschafts- und Ortsgeschehen aufgreift und humorvoll, frech und frivol aufs Korn nimmt. Endlich hat die Bürgerschaft die Gelegenheit, brisante Begebenheiten aufs Tapet zu bringen, Heimlichkeiten hinauszuposaunen und kritisch in der Öffentlichkeit zu hinterfragen. Insgesamt sechs ansprechende und witzig gestaltete Wagen sowie acht herrliche Laufgruppen wenden sich ironisch und bissig, mit einem verschmitzten Augenzwinkern, fragwürdigen Geschehnissen und zwielichten Gestalten zu. Politiker und Personen aus dem öffentlichen Leben müssen sich warm an-ziehen, denn schließlich wird hier die Schadenfreude genüsslich ausgelebt. Wer sich also ein Missgeschick seit der letzten Fasnet geleistet hat, muss damit rechnen, hier provokativ durch den Kakao gezogen zu werden.
Bereits am Morgen startet der närrische Tag um 9.30 Uhr mit einem Narrengottesdienst in der Kirche, anschließend ist um 10.30 Uhr Zunftmeisterempfang im Feuerwehrhaus. Ab 13.30 Uhr ziehen dann wilde Gesellen, lustige Mäschkerle und frohgelaunte Musikanten durch die Straßen und sorgen für Ausgelassenheit. Der Musik- und Gesangverein hat als Veranstalter bereits im Vorfeld kräftig organisiert und wird dabei von vielen Dorfbewohnern unterstützt. Zahlreiche Eglinger sind selbst aktiv am Umzugsgeschehen beteiligt oder tragen in irgendwelcher Weise dazu bei, den Ort im Anschluss an den Umzug in ein närrisches Tollhaus zu verwandeln. Die Eglinger Narrengruppe „Brendeler“ verzichtet auf eine Teilnahme, weil deren Mitglieder den ganzen Tag über bei der Organisation und Verköstigung der Besucher eingespannt sind. Denn in Besenwirtschaften, im Feuerwehrhaus, in der Narrendisco und im Gemeindehaus darf nach Lust und Laune gefeiert werden. Der Höhepunkt der Fasnet klingt an diesem Sonntagabend gemütlich im Gemeindehaus mit DJ aus.