Nach gut zwei Jahren Bauzeit hat das börsennotierte Hightech-Unternnehmen „Nova Measuring Instruments Limited“ seine europäische Firmenzentrale im Gewerbegebiet Schützenstraße bezogen. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Israel und mit weltweit rund 1300 Mitarbeitern hat sich auf hochsensible Prozesskontrollen während der Halbleiterherstellung spezialisiert und zählt namhafte und global agierende Konzerne zu seinem Kundenstamm. Und die haben nun, sofern sie aus Europa stammen, einen neuen Anlaufpunkt in Bad Urach.



Am neuen Standort sind nun alle Mitarbeiter von Nova Deutschland aus Verwaltung, Produktion bis hin zu Forschung und Entwicklung sowie Marketing zusammengeführt. Rund 5660 Quadratmeter Grundfläche stehen den derzeit 175 Mitarbeitern zur Verfügung, Platz für weitere Mitarbeiter ist eingeplant.
Das innovative Nova-Gebäude kann sich unter anderem autark versorgen. 15 Erdwärmebohrungen in 180 Meter Tiefe samt Wärmepumpen, Flächendeckenheizungen und beziehungsweise Lüftungen sorgen im Winter wie im Sommer für ein angenehmes Raumklima. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach und Anlagen zur Wärmerückgewinnung reduzieren zusätzlich den Strombezug.
Vor spezielle Herausforderungen stellte die Planer derweil die verschiedenen Labore und Reinräume im Erdgeschoss. Hermetisch abgeriegelt, herrscht dort ein erhöhter Luftdruck, um Verunreinigungen durch eindringende Luft zu verhindern. Auch die Sicherheit war ein wichtiger Faktor. Unter Laboren, in denen mit Chemikalien gearbeitet wird, befindet sich im Untergrund eine rund 70 Zentimeter starke Betonwanne. Sie soll eine Kontaminierung des Bodens und des Grundwassers im dortigen Wasserschutzgebiet ausschließen. Ein integriertes Löschsystem sorgt für zusätzliche Sicherheit.
Rund 40 Firmen waren im Laufe der Bauzeit an den verschiedenen Gewerken beschäftigt und hauptsächlich solche aus der Region. Ein gutes Miteinander habe es auch im Zusammenspiel mit der Stadt Bad Urach gegeben, wie Dr. Thomas Schütt, Europa-Geschäftsführer von Nova, unterstreicht.
Die große Einweihungsfeier mit geladenen Gästen findet im April statt. Die Bad Uracher haben beim nächsten Tag der Industrie, 2027, die Möglichkeit, hinter die Kulissen des Hightech-Unternehmens zu blicken.
„Fast wie im Wellnesshotel“




So technisch herausfordernd die Gestaltung der Produktionsflächen war, so geschmackvoll eingerichtet kommen die lichtdurchfluteten und modernen Bürolandschaften mit Rückzugsorten und verglasten Besprechungsräumen daher.
„Das neue Gebäude der Nova beeindruckt mit einem innovativen Raumkonzept, das Offenheit und Flexibilität mit behaglichen Rückzugsorten für Meetings oder ungestörte Gespräche vereint“, beschreibt Dr. Thomas Schütt, Europa-Geschäftsführer von Nova, den Charakter des Neubaus. Hochwertige Materialien und geschmackvoll ausgewählte Möbel schaffen eine Atmosphäre, die den Wohlfühlfaktor spürbar steigert. Mitarbeiter würden schwärmen„Es fühlt sich an, als würden wir in einem Wellnesshotel arbeiten“, berichtet Schütt.
Weitere Annehmlichkeiten für die Mitarbeiter sind ein schallgeschützter Pausenbereich mit kostenlosem Frühstück und subventioniertem Mittagessen, eine kostenlose Cafeteria mit Obstkorb, eine Dachterrasse, sowie Still- und Duschräume und ein Fitnessbereich. Rund 60 firmeneigene Parkplätze stehen zur Verfügung und zusätzliche Stellflächen im Bereich der Zittelfirmeneigener statt. Ein Shuttle-Service verbindet die beiden Orte.
Auf Expansionskurs
Derzeit werden zahlreiche Mitarbeiter gesucht. Insgesamt 200 Arbeitsplätze könnten in Bad Urach eingerichtet werden. Und die ganz Nova-Handschrift. Ob nach ihm der Teppich ist, das Design der Möbel oder Kunstwerke an den Wänden: weltweit, ob in Taiwan, Singapur, Korea oder Israel, überall sei der Einrichtungsstil der Büroräume derselbe, so Dr. Thomas Schütt.