Gleich zwei besondere Meilensteine fallen in diesem Frühjahr zusammen: Seit 20 Jahren gibt es den Betrieb Ofenbau Manfred Hipp, und Firmengründer Manfred Hipp kann zugleich auf 30 Jahre Meistertitel im Ofenbauhandwerk zurückblicken. Gefeiert wird dieses Doppel-Jubiläum am Freitag, 27. März, und Samstag, 28. März, jeweils mit einem Tag der offenen Tür auf dem Firmengelände in der Dr.-Alexander-Grupp-Straße 16 im Rangendinger Industriegebiet. Am Freitag von 12 bis 17 Uhr präsentieren namhafte Ofenhersteller ihre Produkte in der Ausstellung sowie Ausstellungswägen und stehen für individuelle Beratungsgespräche zur Verfügung. Am Samstag von 10 bis 16 Uhr beantworten Außendienstmitarbeiter verschiedener Firmen die Fragen der Besucherinnen und Besucher Ergänzt wird das Programm durch Grillvorführungen bei denen moderne keramische Grillsysteme sogenannte KAMADO der Firma Monolith im Mittelpunkt stehen.
Seltener Handwerksberuf mit Zukunft
„Das ist ein sehr seltener Beruf, den ich ausübe“, sagt Manfred Hipp über sich – und trifft damit den Kern eines Problems, das viele Handwerksbetriebe kennen: Nachwuchs ist schwer zu finden. Seine dreijährige Ausbildung absolvierte der gebürtige Rangendinger bei OfenFischer in Rosenfeld, bevor er 1996 in Stuttgart die Meisterprüfung ablegte und damit den Grundstein für seine Selbstständigkeit schuf.

Nach 10-jähriger Partnerschaft bei der Firma ThermoOfenbau in Hechingen verließ Manfred Hipp den Betrieb und wagte den Schritt in die eigene Existenz – zunächst im Wohnhaus, wo er mit einer kleinen Ausstellung und Lager begann. Aufgrund der positiven Entwicklung entschloss sich Manfred Hipp die Firma auszulagern und begann mit der Planung eines Neubaus – ein großes JA zum Ofenbau und Heizen mit Holz – eine Investition in die Zukunft.
Der Umzug in den modernen Neubau in der Dr.-Alexander-Grupp-Straße 16 mit großzügigen Ausstellungs-, Lager- und Büroräumen war im Jahr 2020 abgeschlossen.
Unterstützt wird der 55-Jährige von seiner Ehefrau Eva Hipp, die den kompletten innerbetrieblichen Ablauf managt, CAD-Planungen und auch den Vertrieb und Beratungen in der Ausstellung durchführt.
Mit Samuel Schilling beschäftigt die Firma Hipp einen Facharbeiter, den er selbst ausgebildet hat und der mit seiner sehr guten Kompetenz und seinem sympathisch ruhigen Auftreten bei der Kundschaft sehr gut ankommt.
„Gerne würden wir im Herbst wieder einen Auszubildenden einstellen“, so Manfred Hipp, „da unser Beruf in der Öffentlichkeit jedoch leider viel zu selten wahrgenommen wird, ist dieser Beruf bei der jungen Generation eher nicht bekannt. Herzlich willkommen sind bei uns interessierte, kreative, technisch avisierte Praktikanten mit der Option auf einen Ausbildungsplatz und weiteren Fördermöglichkeiten.“
Das Ofenbau-Handwerk unterliegt zudem dem Meisterzwang, da die Feuerungsanlagen fest eingebaut und hohe sicherheitstechnische Anforderungen erfüllt werden müssen. Es ist für die Kunden wichtig, sich darüber auch zu informieren, ob der Betrieb, der ihren festeingebauten Ofen einbaut, auch ein zugelassener Meisterbetrieb ist.
Vom Warmluftofen bis zum Speicherofen – ein Markt im Wandel
Aus rund 45 Kamin- und Speicheröfen namhafter Hersteller in unterschiedlichen Kategorien kann die Kundschaft ihr Lieblingsstück in der Ausstellung auswählen. Individuelle Ofenanlagen werden auf die Bedürfnisse und Wünsche der Kunden abgestimmt und gemeinsam geplant. Wobei der Trend ganz klar Richtung Speichertechnik geht. Ein Speicherofen speichert die erzeugte Wärme bis zu 12 Stunden – ein Grundofen gibt sogar bis 24 Stunden angenehme, gesunde Strahlungswärme ab. Es hängt natürlich auch immer vom Investitionswunsch des Einzelnen ab, so Hipp. Wer für sich und in die Zukunft etwas Gutes investieren möchte, entscheidet sich klar für den Speicherofen/Grundofen. „Da sind wir richtig gut aufgestellt.“
Hersteller bieten eine Vielfalt von Öfen in verschiedenen Größen an, mit oder ohne Wärmespeichermöglichkeit. Wärmespeicher verhindern laut Hipp eine Überhitzung der Räumlichkeiten.
Ein Speicherofen verbraucht weniger Holz und schont somit die vorhandenen Ressourcen.
Neben Kamin- und Speicheröfen gehören auch Küchenherde mit Holzbefeuerung, Pelletöfen sowie Monolith-Grills zum Sortiment. Selbst gemauerte Backöfen beim Kunden vor Ort sind ebenfalls möglich wie auch Edelstahlschornsteine und Schornsteinsanierungen. Im Obergeschoss des Firmengebäudes beeindrucken schwere und gusseiserne Schwedenöfen.
Als Mitglied des GVOB GesamstVerbandOfenbau (www.gvob.de ) engagiert sich Ofenbauer Manfred Hipp für das Heizen mit Holz und die Zukunft des Ofenbau. Die Unterstützung der jungen Generation von den #Ofenhelden (www.ofenhelden.info ) liegt Ofenbau Manfred Hipp am Herzen.
Ein Betrieb mit Zukunft – und viel Leidenschaft
Trotz der Herausforderungen im Handwerk blicken Manfred Hipp und seine Ehefrau Eva optimistisch nach vorne. Die Nachfrage nach hochwertigen, effizienten Heizsystemen sei ungebrochen. Und die Leidenschaft für seinen Beruf – das spürt man im Gespräch – ist auch nach 30 Meisterjahren unvermindert groß.
Von Klaus Stifel