In Tübingen gibt es derzeit rund 100 Kitas. Unter ihnen herrscht ein guter Zusammenhalt, um mit vereinten Kräften eine hohe Qualität in der Betreuung zu gewährleisten. Kommunale und freie Einrichtungen arbeiten aber auch gemeinsam daran, überall vergleichbar gute Bedingungen für ihre Mitarbeitenden zu schaffen.„Das bedeutet unter anderem, dass darauf geachtet wird, die gesetzlich vorgegebenen Personalschlüssel einzuhalten, aber auch, dass in Kitas bei bestehenden Personalengpässen das Angebot eingeschränkt wird, um die Mitarbeitenden nicht zu überlasten“, erklärt Holger Chemnitz, Leiter des Fachbereichs Bildung, Betreuung, Jugend und Sport der Stadt Tübingen. Ein eingeschränktes Angebot sei für die Eltern verständlicherweise belastend, andererseits müsse man sicherstellen, dass gute Mitarbeitende langfristig leistungsfähig blieben, so Chemnitz.
Starker Fokus auf Ausbildung
Auch in Tübingen herrscht ein Mangel an pädagogischen Fachkräften, was allerdings nicht an zu wenig Interessenten liegt, sondern daran, dass das Betreuungsangebot in den vergangenen Jahren stark erweitert wurde. „Umso wichtiger ist es, dass wir in unseren Einrichtungen viel Wert auf eine gute Ausbildung legen“, betont Chemnitz. Es gibt ein übergreifendes Ausbildungs-Team, dass sich gezielt um die Auszubildenden und deren Belange kümmert. So haben die Auszubildenden über den gesamten Ausbildungszeitraum hinweg feste Ansprechpartner, die sie bei jedem Thema unterstützen, das ihnen auf dem Herzen liegt. Zudem organisiert das Team auch gemeinsame Unternehmungen, bei denen sich die Auszubildenden untereinander vernetzen und Erfahrungen austauschen können. Auch die Ausbilderinnen und Ausbilder tauschen sich aus, um Best Practices zu etablieren. Dass das Betreuungs- und Vernetzungsangebot enorm wertvoll für die Ausbildungsqualität ist, zeigt sich unter anderem daran, dass die Abbruchquoten signifikant zurückgegangen sind, seitdem es das Ausbildungs-Team gibt.
Attraktive Gesamtpakete auf allen Ebenen
Eine Anstellung bei einem der Träger im Tübinger Verbund lohnt sich für pädagogische Fachkräfte mehrfach. Durch die Sondertarifrunden in den vergangenen Jahren hat sich die Gehaltssituation von pädagogischen Fachkräften generell deutlich verbessert. Es gibt zudem ein umfangreiches Angebot an Qualifikations- und Weiterbildungsmaßnahmen, durch das sich Mitarbeitende beruflich und persönlich weiterentwickeln können. Einzig bei der Vergütung von Leitungsstellen hinkt der Berechnungsschlüssel für die Tarifeingruppierung der Zeit noch hinterher. Doch an dieser Stelle gleicht die Stadt entsprechend aus.
Holger Chemnitz ist erfreut über die positiven Entwicklungen: „Dass wir unseren Mitarbeitenden auf allen Ebenen ein attraktives Leistungspaket anbieten können, zeigt, dass die Stadt die hohe Bedeutung der pädagogischen Arbeit anerkennt und die Mitarbeitenden in hohem Maße wertschätzt.“ bru
Arbeiten wo man sich wohl fühlt
In Tübingen und der Region gibt es eine große Vielfalt an Kindertagesstätten und Kindergärten. Neben säkularen Einrichtungen gibt es auch kirchliche Häuser, die neben sozialen auch religiöse Werte in die Erziehungsarbeit mit einfließen lassen. Ein breites Angebot an unterschiedlichen pädagogischen Konzepten sorgt ebenfalls für Variantenreichtum in der Betreuungslandschaft.
Beim bilingualen Konzept beispielsweise bekommen die Kinder von Anfang an auf spielerische Weise Zugang zu einer Fremdsprache. Beim Konzept des Waldkindergartens wiederum liegt der Fokus auf dem Naturerlebnis und die Kinder sind zum Großteil an der frischen Luft. Es gibt inklusive Einrichtungen, die Kinder mit Behinderung in ihre Gruppen integrieren, wieder andere Konzepte fördern gezielt die natürliche Begeisterung von Kindern für das Experimentieren und Forschen. So haben pädagogische Fachkräfte in der Region eine große Auswahl. Sie können sich entsprechend ihren eigenen Wertvorstellungen und Interessen bei den Einrichtungen bewerben, die am besten zu ihnen passen. bru