Pädagogen legen mit ihrer Arbeit das Fundament für unsere Gesellschaft. Sie helfen Kindern dabei, einen gesunden sozialen Umgang zu erlernen und leiten sie dazu an, sich zu verantwortungsbewussten Bürgerinnen und Bürgern zu entwickeln. Für viele Erzieherinnen und Erzieher ist ihr Beruf sicherlich eine Herzensangelegenheit. Aber das bedeutet nicht, dass sie auf Wertschätzung, gute Rahmenbedingungen und eine angemessene Vergütung verzichten können.
Zunehmende Anerkennung
Auf seinem Portal erzieher-in-bw hebt das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg hervor, dass die Bedeutung der frühkindlichen Bildung in Wissenschaft, Politik und Gesellschaft zunehmend anerkannt wird. Kindertageseinrichtungen gelten heute als zentrale Bildungsorte, in denen pädagogische Fachkräfte eine entscheidende Rolle bei der Begleitung der kindlichen Entwicklung spielen. Diese gesellschaftliche Anerkennung spiegelt sich auch in verbesserten Rahmenbedingungen und Vorteilen für Fachkräfte wider.
Attraktive Vergütung und Berufsaussichten
Die Bezahlung pädagogischer Fachkräfte hat durch Tariferhöhungen in den letzten Jahren deutlich an Attraktivität gewonnen. Mit zunehmender Berufserfahrung und Weiterqualifikation steigen die Gehälter entsprechend an. So liegt das Einstiegsgehalt für Erzieherinnen und Erzieher bei zirka 3766 Euro monatlich (Entgeltgruppe S 8a, Stufe 2). Nach fünf Jahren Berufserfahrung erhöht sich das mittlere Gehalt auf etwa 4222 Euro, bei mehreren Jahren Berufserfahrung kann es schließlich bis zu 4671 Euro monatlich betragen (Stufe 6).
Sozialpädagogische Assistentinnen und Assistenten bekommen zum Einstieg rund 3359 Euro Gehalt pro Monat. Nach fünf Jahren steigt das Salär dann auf etwa 3707 Euro an. Mit längerer Berufserfahrung steigt das monatliche Entgelt auf bis zu 3874 Euro an (Stufe 6).
Sichere Zukunftsperspektiven
Der aktuelle Fachkräftemangel macht die Berufsausbildung in der frühkindlichen Bildung besonders gefragt. Das Ministerium betont, dass die Nachfrage nach gut ausgebildeten Erzieherinnen und Erziehern sowie sozialpädagogischen Assistentinnen und Assistenten dauerhaft hoch bleibt. Dies ermöglicht den Berufseinsteigern eine verlässliche und planbare Zukunft.
Bezahlte Ausbildung und finanzielle Unterstützung
Die praxisintegrierte Ausbildung (PIA) zur Erzieherin und zum Erzieher ist inzwischen das Standardmodell. Die PiA bietet von Beginn an ein Ausbildungsgehalt. Auszubildende erhalten im ersten Jahr rund 1415 Euro monatlich, im zweiten Jahr etwa 1477 Euro und im dritten Ausbildungsjahr zirka 1578 Euro brutto.
Bei der klassischen, in der Regel unbezahlten Erzieherinnen- und Erzieherausbildung besteht immerhin die Möglichkeit, BAföG oder das Aufstiegs-BAföG (AFBG) zu erhalten. Das AFBG ist unabhängig vom Einkommen der Eltern, gewährt eine Unterhaltsförderung (Vollzuschuss) von bis zu 882 Euro monatlich und muss in der Regel nicht zurückgezahlt werden. Zusätzliche Unterstützung besteht für Teilnehmende mit Kindern, Alleinerziehende sowie bei Lehrgangskosten und Krankenversicherungsbeiträgen.
Für sozialpädagogische Assistentinnen und Assistenten ist die Ausbildungsvergütung noch nicht tariflich geregelt, jedoch wird in der Empfehlung für die Vergütung während der Ausbildung Folgendes genannt:
Im ersten Jahr zirka 1365 Euro, im zweiten Jahr rund 1424 Euro und im dritten Jahr etwa 1522 Euro.
Im Modell „Direkteinstieg-Kita“ wird eine monatliche Vergütung von zirka 3078 Euro empfohlen.
Auch in der klassischen Ausbildung zur sozialpädagogischen Assistenz besteht die Möglichkeit, BAföG zu beantragen, wobei im dritten Jahr eine Vergütung von etwa 1820 Euro gezahlt wird.
bru
Weitere Informationen
Detaillierte Informationen zur Ausbildung und Karriere in der frühkindlichen Bildung sind auf dem Infoportal des Landes verfügbar: erzieher-in-bw.de