Sonderveröffentlichung

Qualifizierung & Weiterbildung Lernen aus Neugier und Interesse

Bildung ist wichtig -ein Leben lang. Beim Lernen gibt es verschiedene Strategien und Motivationen.

Mit der richtigen Lernmethode kommen Schüler leichter zum Erfolg. Foto: contrastwerkstatt/adobe.stock

11.04.2026

Das Leben ist ein ständiger Lernprozess. Der Hauptgrund dafür ist, laut einer Studie der Internationalen Hochschule (IU), die Neugier, gleich gefolgt von Bildung, Schule und Beruf. Rund jeder Fünfte lernt dafür. Besonders im Fokus stehen praxisnahe und nachhaltige Lernerfolge, während digitale Technologien wie Künstliche Intelligenz zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Dr. Ulrike Lichtinger, Professorin für Sozialwissenschaften an der IU und Expertin für Positive Bildung sagt dazu: „Die Ergebnisse bestätigen: Neugier und Liebe zum Lernen sind ein mächtiger intrinsischer Antrieb des Menschen und echtes Interesse am Thema ist wesentlich für das Dranbleiben. Im Idealfall und besonders nachhaltig lernen Menschen, wenn sie es wollen und nicht, wenn sie es müssen.“ 

Besonders die Möglichkeit, das Gelernte in der Praxis umsetzen zu können, sei ein wesentlicher Antrieb, sich schlau zu machen: „Menschen streben danach, Gelerntes anzuwenden. Oft werden Lerninhalte erst durch die praktische Anwendung zu neuem Wissen, welches sich nachhaltig in unseren Gehirnen verankert und zu neuen Fähigkeiten wächst. Das Gelernte praktisch umzusetzen, stellt dabei ein echtes Erfolgserlebnis dar“, so Lichtinger dazu.

Wie lernt man richtig? Das kommt laut Lichtinger auf den Lerntyp und die Persönlichkeit an. Strategien gebe es viele - konkret seien das beispielsweise Mindmaps, Lernpläne oder Lernziele.

Digitale Skils oder das Buch?

Als sehr oder eher hilfreich für effizientes Lernen wurden in der Umfrage von der großen Mehrheit unter anderem das „Wiederholen des gelernten Materials“, „aktives Lernen“, „Selbstreflexion“ und „multisensorisches Lernen (Hören, Schreiben und Lesen)“ von den Befragten eingeschätzt. Bei den Tools setzen Lernende in Deutschland am häufigsten auf gedruckte Lernmaterialien (59,9 Prozent) wie Bücher oder Skripte. Fast genauso beliebt sind Videos (54,5 Prozent) mit Lerninhalten oder Erklärungen. Interessant: Fast die Hälfte der Menschen in Deutschland nutzt selbsterstellte Dokumente zum Lernen (45,8 Prozent), zum Beispiel Zusammenfassungen oder Karteikarten.

Unternehmen aus der Region

Mit verschiedenen Lernmethoden zum Erfolg

Dieses Ranking gilt für alle Generationen, von Jung bis Alt. Digitale Methoden, wie beispielsweise Lern-Apps und Künstliche Intelligenz, nutzen 42,2 Prozent der Befragten immer oder häufig beim Lernen. Bei den 26- bis 40-Jährigen (Generation Y) sind es sogar 48,7 Prozent.

Auch beim Lernen mit Videos, Podcasts oder Hörbüchern liegt die Generation Y mit knapp 70 Prozent vorn. 57,9 Prozent geben an, dass sich ihre Lern- beziehungsweise Prüfungsergebnisse verbessert haben, seit sie KI-Technologien beim Lernen nutzen. pm