Wer sein Haus saniert und die alte Heizungsanlage ersetzen möchte, steht vor einer weitreichenden Entscheidung. Wärmepumpe, Pelletheizung, Hybridlösung oder moderne Gas-Brennwerttechnik mit Solarunterstützung - die Auswahl ist groß, die Unsicherheit oft ebenso. Orientierung bietet hier die Energieagentur des Landkreises Göppingen, die bewusst auf eine enge Zusammenarbeit mit dem regionalen Fachhandwerk setzt. „Wir verstehen uns als unabhängige Lotsen im Entscheidungsprozess“, betont deren Geschäftsführer Timm Engelhardt. „Gleichzeitig stehen wir im kontinuierlichen Austausch mit der SHK-Innung Göppingen und ihren Mitgliedsbetrieben. Denn eine gute Beratung und eine fachgerechte Umsetzung gehören untrennbar zusammen.“
Ziel sei es, Hauseigentümer fundiert zu informieren, bevor konkrete Angebote eingeholt werden damit eine solide Grundlage für die weitere Planung zu schaffen. In persönlichen Beratungsgesprächen analysieren die Energieexpertinnen und -experten den energetischen Zustand des Gebäudes, prüfen den Dämmstandard, die bestehende Heiztechnik und die Wärmeverteilung im Haus. Auf dieser Basis werden mögliche Lösungen aufgezeigt und hinsichtlich Effizienz, Wirtschaftlichkeit und Zukunftssicherheit bewertet. „Wir verkaufen keine Produkte“, sagt Engelhardt. „Unsere Aufgabe ist es, individuell passende Optionen aufzuzeigen und die technischen Zusammenhänge verständlich zu erklären.“
Für ausführliche Beratungen werden Energieberater hinzugeholt, deren Gutachten zum Beispiel bei Sanierungen mit Förderwunsch obligatorisch sind auch unabhängig von der Energieagentur. Besonders groß ist derzeit das Interesse an Wärmepumpen. Doch nicht jedes Gebäude erfüllt automatisch die Voraussetzungen für einen effizienten Betrieb. „Ob eine Wärmepumpe sinnvoll ist, hängt stark vom Gebäudezustand und vom Heizsystem ab“, so Engelhardt. „,Genau deshalb schauen wir - und auch die Fachbetriebe und die Energieberater jedes Objekt genau an.“ Auch Alternativen wie Holzpelletheizungen, Solarthermieanlagen oder Hybridlösungen werden einbezogen.
Walter Wallitschek, Obermeister der SHK-Innung Göppingen, begrüßt diesen strukturierten Ansatz ausdrücklich: „Eine qualifizierte sorgt für Klarheit - sowohl bei den Eigentümern als auch bei Energieberatung uns Handwerksbetrieben. Wenn die Ausgangslage sauber analysiert ist, können wir zielgerichtet planen und realistische Angebote erstellen.“ Der regelmäßige Dialog zwischen Energieagentur und Innung trage dazu bei, technische Entwicklungen, gesetzliche Vorgaben und Praxiserfahrungen zusammenzuführen.
Fördermöglichkeiten im Blick
Neben der reinen Heiztechnik spielt auch die Förderberatung eine zentrale Rolle. Zuschüsse aus der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) können die Investitionskosten erheblich reduzieren. „Viele Sanierer unterschätzen, wie komplex die Förderlandschaft ist“, erklärt Engelhardt. „Wir helfen dabei, die richtigen Programme zu identifizieren und sinnvoll zu kombinieren.“ Das verschaffe Eigentümern Planungssicherheit - auch im Hinblick auf steigende Energiepreise. Für Wallitschek ist dabei entscheidend, dass Beratung und Umsetzung regional verankert bleiben: „Unsere Mitgliedsbetriebe stehen für Qualität und Fachkompetenz. Die enge Abstimmung mit der Energieagentur hilft, Projekte effizient umzusetzen und spätere Überraschungen zu vermeiden.“ Gerade bei komplexen Sanierungen sei die Kombination aus unabhängiger Analyse und handwerklicher Erfahrung ein großer Vorteil.
Infos auf der Messe in Göppingen
Wer sich persönlich informieren möchte, hat dazu vom 7. bis 8. März Gelegenheit: Auf der „Haus & Co.“-Messe in der EWS Arena Göppingen ist die Energieagentur mit einem eigenen Stand vertreten, ebenso die Herrlinger KG aus Eislingen sowie die SHK-Innungsbetriebe Häfele Bad & Wärme (Göppingen), Stübler Bad + Heizung, Eislingen und Schreier Service GmbH (Göppingen) vor Ort und beraten aus erster Hand. „Die Messe bietet einen guten Einstieg“, sagt Engelhardt. „Aber die eigentliche Stärke liegt im persönlichen Beratungsgespräch insbesondere auch vor Ort.“ Und Wallitschek ergänzt: „Am Ende zählt eine Lösung, die technisch funktioniert, wirtschaftlich tragfähig ist und sauber eingebaut wird - und dafür sind die SHK-Innungsbetriebe die absolut richtigen Ansprechpartner.“ Constantin Fetzer