Sonderveröffentlichung

Sanitär - Heizung - Klima Die Heizungsanlage individuell planen und realisieren

Pellets statt Wärmepumpe: Wie ein Bauherr aus dem Landkreis Göppingen seine Entscheidung für eine Heizungsmodernisierung getroffen hat.

31.03.2026
Das Pelletslager (Bild rechts) ist für die Anlage dimensioniert und hat in der Garage Platz gefunden. Die Anlage delbst am gewohnten Platz. Foto: Constantin fetzer
Das Pelletslager (Bild rechts) ist für die Anlage dimensioniert und hat in der Garage Platz gefunden. Die Anlage delbst am gewohnten Platz. Foto: Constantin fetzer

Als Peter König über die Zukunft seiner Heizungsanlage nachdachte, ging es ihm nicht um einen schnellen Austausch - sondern um eine nachhaltige, langfristige Entscheidung. Der Hausbesitzer analysierte sorgfältig seine bestehende Situation, verglich Technologien und ließ sich beraten. Am Ende fiel die Wahl auf eine Pelletheizung. Eine Entscheidung, die aus technischer, wirtschaftlicher und persönlicher Sicht nachvollziehbar ist. Die bestehende Heizlösung im Haus war eigentlich unproblematisch. 

Eine Gasheizung mit 15 kW Leistung arbeitete zuverlässig und ohne nennenswerte Alterserscheinungen. „Eigentlich gab es keinen akuten Handlungsdruck“, sagt König rückblickend. „Aber ich wollte mich frühzeitig mit Alternativen beschäftigen - gerade im Hinblick auf steigende Energiepreise und die Zukunftssicherheit.“

Analyse und Vergleich: Wärmepumpe oder Pellets?

Im Zentrum der Überlegungen standen zwei Optionen: eine Wärmepumpe oder eine Pelletheizung. König führte eigene Berechnungen durch und ließ sich zusätzlich von der Energieagentur des Landkreises beraten. Das Ergebnis: Die laufenden Kosten wären bei beiden Systemen vergleichbar - mit einem leichten Vorteil für Pellets, abhängig von Strom- und Pelletpreisen. Doch die Entscheidung hing nicht allein von Zahlen ab. Die technischen Voraussetzungen spielten eine entscheidende Rolle. 

Zwar konnte die bestehende Anlage mit einer relativ niedrigen Vorlauftemperatur von etwa 55 °C betrieben werden, allerdings zeigte sich: Für sehr kalte Außentemperaturen fehlte eine ausreichende Reserve. Zudem hätte eine Wärmepumpe eine Außeneinheit erfordert - mit schwierigen Aufstellbedingungen rund ums Haus. „Ich hatte Zweifel, ob eine Wärmepumpe unter meinen Bedingungen wirklich effizient und langlebig arbeitet“, erklärt König. „Das Risiko wollte ich nicht eingehen.“

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Die Entscheidung: Regionale Energie und bewährte Technik

Die Wahl fiel schließlich auf eine Pelletheizung - aus mehreren Gründen. Ein entscheidender Faktor war die Versorgungssicherheit: Pellets können regional bezogen werden, der nächste Produzent befindet sich nicht weit entfernt. Gleichzeitig handelt es sich um einen Brennstoff, der aus Reststoffen der Holzverarbeitung entsteht und als weitgehend CO₂-neutral gilt. Auch die Technik überzeugte. Pelletheizungen sind als ausgereift und robust. Moderne Anlagen verfügen zudem über effiziente Partikelfilter, die den Feinstaubausstoß erheblich reduzieren. „Für mich war wichtig, dass ich auf eine etablierte Technologie setze, die zuverlässig funktioniert“, sagt König. Der Einbau der neuen Heizungsanlage wurde sorgfältig geplant. Unterstützt wurde König dabei nicht nur vom Heizungsbauer, sondern auch vom Hersteller der Anlage. Besonders positiv hebt er die enge Zusammenarbeit hervor: „Jede Frage wurde beantwortet, und bei Problemen wurde schnell eine Lösung gefunden.“ Parallel wurde die bestehende Solarthermieanlage modernisiert, um weiterhin effizient zur Warmwasserbereitung beizutragen.

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Förderung und Wirtschaftlichkeit

Ein wichtiger Baustein des Projekts war die staatliche Förderung. Alle notwendigen Unterlagen wurden durch die beFachpartner teiligten bereitgestellt. Auch im laufenden Betrieb zeigt sich die Wirtschaftlichkeit: Zwischen September 2025 und Februar 2026 lag der Pelletverbrauch bei rund 700 Kilogramm. Zusätzlich konnte durch den Einsatz eines elektrischen Heizstabs im Pufferspeicher weiteres Einsparpotenzial genutzt werden. „Das Projekt ist ein gutes Beispiel, wie individuell eine Heizungslösung sein kann und dass es mehrere Optionen gibt, die technisch möglich sind“, sagt Walter Wallitschek vom Ebersbacher SHK-Innungsmitglied Klein GmbH, der das Projekt realisiert hat. 

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Er bekommt Lob vom Bauherren: „Es stand immer die Lösung im Vordergrund, nicht die Herausforderungen. Kurze Reaktionszeiten und persönliche Ansprechpartner sorgten für Vertrauen im gesamten Projektverlauf“, sagt Peter König. Sein Rat an andere Hausbesitzer: „Setzen Sie auf regionale Fachbetriebe und lassen Sie sich gut beraten. Das günstigste Angebot ist nicht immer das beste.“ Auch wenn in diesem Fall eine Wärmepumpe unter anderen Umständen ebenfalls funktioniert hätte, zeigt das Beispiel von Peter König: Die beste Lösung ist immer die, die zu den individuellen Gegebenheiten passt. In seinem Fall war das die Pelletheizung - eine Entscheidung für Nachhaltigkeit, Versorgungssicherheit und technische Zuverlässigkeit.

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Transparenzhinweis:

Die Redaktion hat den Namen des Bauherren auf seinen Wunsch hin geändert, das Projekt ist eines, das die Firma Klein umgesetzt hat. Constantin Fetzer