Sonderveröffentlichung

Tagblatt in der Schule 2026 Die Luftklasse entdeckt das Neckarwerk

Die Klasse 4 der Grundschule Bühl stellt kluge Fragen, staunt über riesige Zahlen und lernt, wie Strom aus Wasserkraft entsteht.

Schülerinnen und Schüler der Luftklasse Grundschule Bühl waren beim Neckarwerk in Tübingen zu Besuch. Foto: Katharina Brielmann/swt

04.03.2026

Wir, die Klasse 4 (Luftklasse) der Grundschule Bühl, waren am Dienstag, 9. Dezember 2025, mit unserem Klassenlehrer Kevin Hospach im Neckarwerk in Tübingen. Dort haben wir gelernt, wie Strom aus Wasserkraft gemacht wird und warum das Neckarwerk schon seit sehr langer Zeit wichtig ist.

Am Vormittag kamen wir am Neckarwerk an. Dort warteten schon Simone Maier vom TAGBLATT, Katharina Brielmann von den Stadtwerken Tübingen und Gabriele Sigrist, die uns mit einem Mikrofon und einem Lautsprecher durch den ganzen Vormittag führte. Jahan Mohammadi half tatkräftig mit und trug den Lautsprecher, damit wir alles gut hören konnten.

Auf den Ausstellungstafeln im Neckarwerk war die beeindruckende Historie nachzulesen. Foto: Katharina Brielmann/swt
Auf den Ausstellungstafeln im Neckarwerk war die beeindruckende Historie nachzulesen. Foto: Katharina Brielmann/swt

Wir hatten uns richtig gut vorbereitet und viele genaue Fragen dabei. Eliya Krohn erzählte, dass wir uns schon vorher viele Gedanken gemacht hatten. Gleich am Anfang wusste Frederik Urban eine wichtige Antwort: Das Neckarwerk ist nämlich schon 115 Jahre alt. Das fanden wir alle ziemlich beeindruckend.

Besonders spannend fanden wir die neuen Fischtreppen. Die Fische können nun Flussaufwärts- und abwärts die Staustufe überwinden. Das war cool zu sehen, weil man merkt, dass hier auch an die Tiere gedacht wird. Natürlich wollten wir auch große Zahlen wissen. Wir fragten, wie viel Wasser durch das Neckarwerk fließt. Die Antwort hat uns umgehauen: 8500 Liter pro Sekunde laufen durch eine Turbine. An einem Tag sind das über 1,5 Millionen Kubikmeter Wasser durch beide Turbinen. Das sind für uns fast unvorstellbare Mengen!

Außerdem lernten wir, was man mit einer Kilowattstunde Strom machen kann. Zum Beispiel kann man damit 80 bis 120 Kilometer E-Bike fahren, eine Stunde staubsaugen, einen Kuchen backen oder sogar 66-mal ein Smartphone laden. Es ist auch sehr beeindruckend, wie viel Strom das Kraftwerk erzeugt: 3 Millionen Kilowattstunden pro Jahr – das ist genug für rund 600 Familien. Das fanden wir richtig erstaunlich.

Bevor wir wieder zurückfuhren, sagte Johan Jetter, dass er später auch gerne einmal im Neckarwerk arbeiten würde. Für uns war es ein sehr informativer, spannender und gemeinschaftsfördernder Ausflug, den wir so schnell nicht vergessen werden.