Smartphones, Social Media und Streamingdienste sind aus dem Alltag vieler Kinder und Jugendlicher kaum noch wegzudenken. Doch wie stark beeinflussen Apps wie WhatsApp, Snapchat, Instagram, TikTok oder YouTube unser Leben wirklich? Und was passiert, wenn man bewusst einen Tag lang auf Handy und Bildschirm verzichtet? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die 5a der Friedrich-List-Gemeinschaftsschule im Rahmen des ZISCH-Projekts.
Zu den meistgenutzten Anwendungen gehört WhatsApp, ein 2009 gegründeter Nachrichtendienst, der heute zum Meta-Konzern gehört. Über WhatsApp können Textnachrichten, Bilder, Videos und Sprachnachrichten verschickt sowie Sprach- und Videoanrufe geführt werden. Für viele Familien und Freundesgruppen ist der Dienst das wichtigste Kommunikationsmittel.
Ebenfalls sehr beliebt ist Snapchat. Diese App wurde 2011 entwickelt und ermöglicht es, Fotos und kurze Videos zu verschicken, die nach kurzer Zeit wieder verschwinden. Besonders die zahlreichen Filter und Effekte machen Snapchat für Jugendliche attraktiv. Obwohl die App offiziell erst ab 13 Jahren erlaubt ist, wird sie häufig auch von jüngeren Kindern genutzt.
Eine der bekanntesten Plattformen weltweit ist YouTube. Seit der Gründung im Jahr 2005 können Nutzer dort Videos ansehen, hochladen und kommentieren. Das Angebot reicht von Musik und Unterhaltung über Gaming bis hin zu Lernvideos und Anleitungen. YouTube wird monatlich von Milliarden Menschen genutzt und spielt auch im Schulalltag eine immer größere Rolle.


Neben Social-Media-Plattformen haben auch Streamingdienste wie Netflix das Medienverhalten verändert. Serien und Filme sind jederzeit verfügbar, was bei vielen Menschen zu langen Bildschirmzeiten führt. Personalisierte Empfehlungen sorgen dafür, dass oft länger geschaut wird als geplant.
Studien zeigen, dass 14-Jährige im Durchschnitt etwa dreieinhalb Stunden täglich am Handy verbringen. Empfohlen werden jedoch nur eineinhalb bis zwei Stunden.
Ein zu hoher Medienkonsum kann gesundheitliche Folgen haben: Konzentrationsprobleme, Schlafstörungen, Augenbeschwerden, eine schlechte Körperhaltung sowie psychische Belastungen wie Stress oder Ängste. Auch das soziale Miteinander kann darunter leiden, wenn persönliche Gespräche und gemeinsame Aktivitäten seltener werden.
Experten raten dazu, ein eigenes Smartphone erst ab etwa 14 Jahren zu nutzen. Dennoch besitzen viele Kinder schon deutlich früher ein Handy. Umso wichtiger ist ein bewusster Umgang mit digitalen Medien.
Im Rahmen des Projekts stellten sich die Schülerinnen und Schüler abschließend die Frage: Wie fühlt sich ein Tag ohne Handy an? Viele waren sich einig: Ein solcher Tag kann helfen, Gewohnheiten zu überdenken, mehr Zeit für Freunde, Familie und Hobbys zu finden - und digitale Medien wieder bewusster zu nutzen.
von Leonard, Paul, Alex, Lina, Elias, Felix, Lukas, Mirjam, Liese, Arian, Eren, Camy, Elin, Michel und Elisa aus der Klasse 5a der Friedrich-List-Gemeinschaftsschule Mössingen