Blumen, Pralinen oder sogar Schmuck sind beliebte Dinge, die sich verliebte Paare zum Valentinstag schenken. Dabei hat der Gedenktag einen wenig romantischen Hintergrund: Der heilige Valentin von Rom, der das Martyrium erlitt, weil er Soldaten getraut haben soll, denen das Heiraten verboten war.
Ob es den Heiligen Valentin tatsächlich gegeben hat, ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Historiker gehen davon aus, dass sich hinter der Figur vermutlich mehrere christliche Märtyrer verbergen, die im 3. Jahrhundert in Rom und Umgebung lebten. Die historischen Quellen sind allerdings spärlich und oft widersprüchlich. Viele Legenden und Bräuche rund um den Valentinstag entstanden erst im Mittelalter.
Vertrauen und Glaube
Ob der Heilige Valentin also eine reale Person oder vielmehr ein Symbol für Liebe und Nächstenliebe ist, bleibt unklar. Mythos oder Wahrheit: Die Legende darum bleibt, wie auch die Liebe selbst, eine Frage von Vertrauen und Glaube. Denn, obwohl die katholische Kirche den Valentinstag bereits 1969 aus dem römischen Gedenkkalender gestrichen hat, nehmen Paare auch aktuell den 14. Februar zum Anlass, durch eine kleine Aufmerksamkeit, einem geliebten Menschen eine Freude zu machen. Besonders dann, wenn Aufmerksamkeiten im hektischen Alltag manchmal zu kurz kommen. Dies muss nicht zwingend auf romantische Partnerschaften bezogen sein. Freundschaften, familiäre Bindungen oder sogar das positive Miteinander am Arbeitsplatz sind wertvolle Beziehungen, die Aufmerksamkeit verdienen.
Zweifellos bleiben auch 2026 die Blumen ganz oben auf der Rangliste für Wertschätzung und Zuneigung - allen voran die Rosen. Aber auch Tulpen, Ranunkeln oder Narzissen, Primeln sowie Hyazinthen, allesamt bereits aus heimischer Produktion, bringen Frische, Leichtigkeit und Frühlingsvorfreude in den Winter. Prächtige Sträuße, zarte Gebinde oder einzelne Blumen: Von Herzen geschenkt sagen sie mehr als Worte. Aber auch Topfpflanzen aus dem heimischen Fachgeschäft erfreuen sich als Geschenk immer größerer Beliebtheit. Mit guter Beratung und idealer Pflege bereiten sie ihrem Besitzer lange Freude. Ohnehin geht der Trend auch beim Schenken zur Nachhaltigkeit.
Umweltfreundliche Geschenke für die Liebsten
Verbraucher legen zunehmend Wert auf umweltfreundliche und nachhaltige Präsente, wie pflanzbare Blumen, Upcycling-Schmuck oder regionale Produkte, so Statista „Nachhaltigkeit im Geschenkmarkt“. Statt materieller Geschenke werden aber auch gemeinsame Erlebnisse wie Wellness-Tage, Kochkurse oder Kurzreisen beliebter. Mit zunehmender Digitalisierung gewinnen virtuelle Geschenke, E-Cards und personalisierte Videos an Bedeutung. Vegane Pralinen, Kosmetik und Blumen werden immer beliebter, da viele Konsumenten auf bewusste Ernährung und Lebensweise achten.
Selbstliebe und Achtsamkeit
Wertschätzung kann durch kleine Gesten Ausdruck finden: ein aufrichtiges Gespräch, ein liebevoller Brief, ein gemeinsamer Spaziergang oder einfach ein offenes Ohr für Sorgen und Freuden. Solche Momente stärken das soziale Gefüge und fördern das emotionale Wohlbefinden für alle Beteiligten. Ein Aspekt, der oft vernachlässigt wird, ist die Beziehung zu sich selbst. Der Valentinstag kann auch als Erinnerung dienen, sich selbst mit Freundlichkeit zu begegnen. Selbstliebe bedeutet, eigene Bedürfnisse wahrzunehmen, sich Pausen zu gönnen und sich nicht ständig mit äußeren Erwartungen unter Druck zu setzen. Andreas Brücken