Sonderveröffentlichung

Vital und gesund Zu Hause ist es am schönsten

Die Leben in den eigenen vier Wänden ist besonders für ältere Menschen wichtig.

Alternative zum Umzug ins Seniorenheim: Mit einer Pflegehilfe ist es für Senioren möglich, länger zu Hause zu bleiben. Pixel-Shot-stock.adobe.com

17.02.2026

Kann ich in meiner Wohnung bleiben? Muss Oma irgendwann umziehen? Wenn sich Menschen und ihre Angehörige solche Fragen stellen, ist es wichtig, dass sie in einen offenen und ehrlichen Dialog treten. Am besten sucht man sich zusätzlich Rat, wie das Zuhause altersgerecht gestaltet werden kann.

„Es ist grundsätzlich wichtig, sich frühzeitig Gedanken zu machen. Vielen Menschen fällt das schwer. Wer denkt schon gerne über das Altern nach?“, sagt Yvonne Jahn. Sie arbeitet bei der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungsanpassung e.V. und hilft als Wohnungsberaterin Menschen dabei, ihren Wohnraum an sich verändernde Bedürfnisse anzupassen.

Was dies konkret bedeutet und welche Wünsche insbesondere ältere Menschen haben darauf gibt es jedoch keine einheitliche Antwort. Darin liegt die Schwierigkeit, aber auch eine Chance.

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Was passt wirklich zu mir?

So vielseitig die Menschen sind, so unterschiedlich sind auch ihre Bedürfnisse und die individuellen Lebensumstände. Wohnt jemand in einem alten oder neuen Haus? Wohnt die Person zur Miete oder im Eigenheim? Ist man auf Pflege angewiesen oder meistert man den Alltag noch alleine? Je nachdem, wie die Antworten darauf ausfallen, kann eine andere Maßnahme nötig und eine andere Lösung sinnvoll sein. Daher sollte man zunächst eine individuelle Bestandsaufnahme machen, rät Simon Eggert, Geschäftsleiter vom Zentrum für Qualität in der Pflege. „Dabei gibt es drei wichtige Leitfragen: Was ist mir besonders wichtig? Was möchte ich auf keinen Fall? Welche Optionen habe ich?“, so Eggert.

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Beratung ist sinnvoll

Wer sich unsicher ist, kann Beratungsangebote in Anspruch nehmen, etwa eine Pflege- oder Wohnraumberatung. Eine Übersicht zu Wohnberatungsstellen in ganz Deutschland findet man online, etwa unter www.wohnungsanpassung-bag.de oder bei einem Pflegestützpunkt in der Nähe. „Für alle Personen, die einen Pflegegrad haben, gibt es die Möglichkeit eines finanziellen Zuschusses für altersge Umbauten“, sagt rechte Yvonne Jahn. Die Pflegekasse kann für Pflegebedürftige der Pflegegrade 1 bis 5 auf Antrag bis zu 4.180 Euro als Zuschuss für Anpassungsmaßnahmen zahlen, schreibt das Bundesministerium für Gesundheit. Wohnen mehrere Anspruchsberechtigte zusammen, könne der Zuschuss sogar höher ausfallen - dann kann man bis zu 16.720 Euro betragen. Überdies bieten oft auch die einzelnen Bundesländer Förderprogramme an. In der Vergangenheit konnten Menschen, die im Sinne der Barrierefreiheit modernisieren wollten, ein Zuschuss-Programm der KfW-Bank nutzen. Alternativ kann man auch einen Förderkredit 159 beantragen - bis zu 50.000 Euro unabhängig vom Alter. Allerdings steht die Förderung ebenfalls unter dem Vorbehalt verfügbarer Haushaltsmittel. «Ein Rechtsanspruch hierauf besteht grundsätzlich nicht», schreibt die KfW. 

Die Pflegekraft ist eine wertvolle Hilfe

Soll eine Pflegekraft beschäftigt werden, gibt es spezielle rechtliche Rahmenbedingungen zu beachten, wie z.B. Vorgaben zur Arbeitszeit, zum Urlaubsanspruch oder zum eigenen Zimmer. Sinnvoll hierbei: auf die Erfahrung einer Agentur zurückgreifen. Sie kennt die bürokratischen Hürden und kann die passende Person vermitteln. ab