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Welttag des Hörens Fit mit allen Sinnen

Der Welttag des Hörens steht im Jahr 2026 in Deutschland unter dem Motto „,Klingt nach Leben!“

Hightech im Ohr: Gegen Hörprobleme hat der Fachmann die Lösung. Foto: Bernd Weißbrod/dpa-mag

04.03.2026

Der Welttag des Hörens steht im Jahr 2026 in Deutschland unter dem Motto „Klingt nach Leben!“ und lenkt den Fokus auf die Bedeutung guten Hörens für Sicherheit im Alltag, Lebensqualität und soziale Teilhabe. Das Ziel: Das Leben mit allen Sinnen genießen – heute und in Zukunft! Ob im Gespräch mit der Familie und Freunden, im Beruf oder im Alltag – wer gut hört, bleibt eingebunden, selbstbestimmt und beugt sozialer Isolation vor. Laut der aktuellen „EuroTrak-Germany-Studie“ berichtet die Mehrheit der befragten Hörgeräteträger unter anderem von einer verbesserten Kommunikationsfähigkeit (70 Prozent) und mehr Sicherheit im Straßenverkehr (75 Prozent). 97 Prozent der Befragten geben an, dass sich ihre Lebensqualität infolge ihrer Hörversorgung verbessert hat. 

Schwerhörigkeit (Hypakusis) bezeichnet eine Einschränkung des Hörvermögens, die von leichten Beeinträchtigungen bis hin zur vollständigen Gehörlosigkeit reichen kann. Sie tritt auf, wenn der Prozess der Schallverarbeitung im Ohr gestört ist und Schallwellen nicht mehr ungehindert in elektrische Impulse umgewandelt werden können. Nicht jede Form der Schwerhörigkeit ist dauerhaft oder krankheitsbedingt. So kann etwa ein verstopfter Gehörgang infolge von zu viel Ohrenschmalz eine vorübergehende Hörminderung verursachen. Dennoch sollte Schwerhörigkeit nie unterschätzt werden, da sie unbehandelt das Risiko für Folgeerkrankungen erhöhen kann. Eine frühzeitige HNO-fachärztliche Diagnose ist daher entscheidend.

Stellt der HNO-Arzt einen Hörverlust fest, der mit Hörsystemen versorgt werden kann, erstellt er eine Verordnung, die einem Hörakustiker vorzulegen ist. In Deutschland erhalten gesetzlich Krankenversicherte eine um Hörgeräte versorgende Gung bereits ohne eigene Zuzahlung. Lediglich die Rezeptgebühr fällt an. Der Kunde kann die vorgeschlagenen Hörgeräte vor der Entscheidung im Alltag umfangreich testen. Denn Hören bedeutet weit mehr als das reine Wahrnehmen von Schall: Es ermöglicht zum Beispiel den sozialen Austausch mit anderen Menschen und erhöht das Sicherheitsgefühl im Straßenverkehr. Zugleich erleichtert ein gut versorgter Hörsinn die Konzentration und wirkt sich positiv auf die kognitive Leistungsfähigkeit aus.

Hörvermögen und Konzentration

Ist das Hörvermögen eingeschränkt, steigt die sogenannte Höranstrengung. Das Gehirn muss kontinuierlich mehr leisten, um Sprache aus Hintergrundgeräuschen herauszufiltern, Klanginformationen richtig einzuordnen und Gesprächen zu folgen. Diese Mehrbelastung kann sich langfristig negativ auf die Konzentrationsfähigkeit, die Gedächtnisleistung und die emotionale Stabilität auswirken. „Eine nicht ausreichend versorgte Schwerhörigkeit kann immense Auswirkungen auf die Gesundheit eines Menschen haben. Es kann zu einer fünf- bis sechsmal höheren Wahrscheinlichkeit kommen – denn gerade bei einer einseitigen Ertaubung fehlt die räumliche Orientierung“, erklärt Dr. Veronika Wolter, Chefärztin der Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und der Helios Hörklinik Oberbayern in München. Darüber hinaus bestätigt die aktuelle „EuroTrak-Germany-Studie“, dass sich Hörgeräteträger (28 Prozent) abends seltener erschöpft fühlen. pm