Möglichkeiten für einen ehrenamtlichen Dienst: Mehrwert für einen selbst und andere
Sonderveröffentlichung

Bundesfreiwilligendienst und FSJ Möglichkeiten für einen ehrenamtlichen Dienst: Mehrwert für einen selbst und andere

Soziales: Beim Bundesfreiwilligendienst oder dem Freiwilligen Sozialen Jahr kann sich jeder, der interessiert ist, einbringen und damit einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft leisten. Und auch für sich selbst gewinnt man dabei.

Menschen in den verschiedensten Lebenssituationen treffen, fröhliche und ernste Momente erleben, die Hand reichen und Trost spenden: Wer sich für einen Bundesfreiwilligendienst in einem sozialen Bereich entscheidet, lernt viel über sich und andere.

30.05.2023

Wer einen Bundesfreiwilligendienst leistet, der lernt das echte Leben kennen. Echter Einsatz, echte Erfahrungen, echte Einblicke - viele Freiwillige kommen in ihren Einsatzstellen mit Lebensbereichen in Kontakt, die sie sonst vielleicht nie kennengelernt hätten.

Der Bundesfreiwilligendienst bietet die Chance, sich in verschiedenen Feldern für das Allgemeinwohl und für die Gesellschaft zu engagieren. Zugleich tut man auch etwas für sich und die eigene persönliche Entwicklung.

Denn ein Freiwilligendienst fördert die sozialen Kompetenzen, kann neue Perspektiven eröffnen und überraschende Wege für die weitere Lebensplanung aufzeigen. Der Bundesfreiwilligendienst ist daher nicht nur ein wertvoller Dienst, sondern auch ein Lerndienst, der den Freiwilligen die Möglichkeit bietet, sich zu entdecken und weiterzuentwickeln.

Wer sich für den Bundesfreiwilligendienst entscheidet, arbeitet für und mit gemeinnützigen Organisationen und in Projekten, die dem Gemeinwohl dienen. Mit ihrem Engagement gewinnen die Freiwilligen Einblicke in den Alltag von Beschäftigten in Einsatzbereichen - von A wie Altenheim bis Z wie Zivil- und Katastrophenschutz.

Dabei wird man keineswegs ins "kalte Wasser" geworfen: Im Rahmen der pädagogischen Begleitung werden die Freiwilligen betreut und unterstützt. Sie werden auf ihren Einsatz vorbereitet und erhalten die Gelegenheit, außerhalb der praktischen Arbeit in der Einsatzstelle einmal innezuhalten und Eindrücke mit anderen Freiwilligen auszutauschen. Darüber hinaus werden soziale und interkulturelle Kompetenzen vermittelt und das Verantwortungsbewusstsein für das Gemeinwohl beziehungsweise einen nachhaltigen Umgang mit Natur und Umwelt gestärkt.

Taschengeld und Versicherungen

Bei einer zwölfmonatigen Dienstdauer im Bundesfreiwilligendienst sind 25 Bildungstage vorgesehen. Freiwillige, die älter als 27 Jahre sind, nehmen in angemessenem Umfang an den Seminaren teil. Als angemessen wird in der Regel mindestens ein Tag pro Monat angesehen.

Der Bundesfreiwilligendienst ist als freiwilliges Engagement grundsätzlich ein unentgeltlicher Dienst. Es gibt aber ein Taschengeld, das die Freiwilligen mit ihrer Dienststelle direkt vereinbaren. Hierfür gilt derzeit - Stand 2023 eine Höchstgrenze von 438 Euro monatlich.

Die Freiwilligen sind während ihrer Dienstzeit Mitglied in der gesetzlichen Kranken-, Renten-, Pflege-, Unfall- und Arbeitslosenversicherung. Die Beiträge, also sowohl der Arbeitgeber als auch der Arbeitnehmeranteil, werden von der Einsatzstelle gezahlt. Und: Eltern von volljährigen Freiwilligen können bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres der Kinder Kindergeld erhalten.

Wer sich für den Bundesfreiwilligendienst bewerben möchte, sollte sich direkt an eine anerkannte Einsatzstelle oder einen Träger wenden. Die Bewerbungsfristen sind nicht überall gleich, daher ist es empfehlenswert, sich frühzeitig zu informieren.

Am Bundesfreiwilligendienst können Menschen unabhängig von ihrem Schulabschluss teilnehmen, sofern sie die Vollzeitschulpflicht erfüllt haben. Auch Minderjährige können sich unter dieser Bedingung für einen Bundesfreiwilligendienst bewerben. Bei einem Einsatz von minderjährigen Freiwilligen muss allerdings die Einwilligung der Erziehungsberechtigten vorliegen.

Auch Teilzeit ist möglich

Für Personen im Alter von über 27 Jahren ist ein BFD auch in Teilzeit mit mehr als 20 Stunden wöchentlich möglich. Freiwillige unter 27 Jahren können einen BFD in Teilzeit mit mehr als 20 Stunden wöchentlich leisten, wenn ein berechtigtes Interesse vorliegt. Solche Voraussetzungen liegen beispielsweise vor, wenn Freiwillige ein Kind oder einen Angehörigen zu betreuen haben, gesundheitlich beeinträchtigt sind und nicht die regelmäßige tägliche oder wöchentliche Einsatzzeit absolvieren können, Bildungs- und Qualifizierungsangebote einschließlich der Teilnahme an einem Integrationskurs nach dem Aufenthaltsgesetz wahrnehmen, die mit einem Vollzeit-Freiwilligendienst kollidieren, oder aus vergleichbar schwerwiegenden Gründen keinen Vollzeit-Freiwilligendienst leisten können. Ob ein Bundesfreiwilligendienst in Teilzeit geleistet werden kann, ist von den Bewerberinnen und Bewerbern vorab mit der jeweiligen Einsatzstelle zu klären.

Wer sich für den Bundesfreiwilligendienst interessiert und sich gerne bewerben möchte: Eine Einsatzstellensuchfunktion sowie die Kontaktdaten der regionalen Beraterinnen und Berater des Bundesamtes sowie der sogenannten Zentralstellen finden Interessierte im Internet unter www.bundesfreiwilligendienst.de .           pm

Ein Ausweis für die Freiwilligen

Jeder Freiwillige im Bundesfreiwilligendienst erhält einen Freiwilligendienstausweis. Mit dem Ausweis soll es ihnen erleichtert werden, verschiedene Angebote für Vergünstigungen - wie beispielsweise ermäßigte Fahrkarten oder Ermäßigungen im Museum, Schwimmbad oder Kino - auch tatsächlich zu erhalten. Der Freiwilligendienstausweis kann hier helfen, er ist aber kein Dokument, mit dem ein Anspruch auf Vergünstigungen begründet wird. Er dient lediglich dem Nachweis über die Teilnahme am Freiwilligendienst.