Gesangsverein Göttingen: Vorfreude auf den ersten großen Auftritt
Sonderveröffentlichung

Das ist Frauenpower Gesangsverein Göttingen: Vorfreude auf den ersten großen Auftritt

Am Samstag, 25. November, in der Stadthalle Langenau: Das Premieren-Konzert des Frauenprojektchors in der Stadthalle ist ein Neuanfang für den Göttinger Gesangverein.

Ein Teil der „Pink Ladys“ bei einem Chor-Wochenende. Foto: Gesangverein Göttingen

09.11.2023

Ein erstes Konzert mit fast 50 Sängerinnen: Das hätte Ende vorigen Jahres beim Göttinger Gesangverein niemand zu hoffen gewagt. Schließlich ging es diesem wie vielen anderen: Die Mitgliederzahl schrumpfte, sogar die Auflösung drohte. Doch anstatt den Kopf in den Sand zu stecken, ging man in die Offensive. „Keine Sänger mehr? Dann versuchen wir es eben mit einem Frauenchor“, lautete die Devise. Unterm Motto „Singen macht schön und glücklich“ startete eine Kampagne zur Gründung eines Frauenprojektchores. 

„Natürlich war das ein Risiko, es sollte ja schon auch professionell sein“, erzählt Annette Keck, Schatzmeisterin des Vereins. Schließlich kosten Plakate, Flyer und Anzeigen viel Geld. Aber wenn man vor der Wahl stehe, aufzuhören oder neue Wege zu gehen, werde man kreativ. 

„Vor allem konnten wir es uns ohne unseren Chor einfach nicht vorstellen“, pflichtet ihr die designierte Vorsitzende Simone Korger bei. „Für uns ist das Singen in der Gemeinschaft ein Stück Lebensfreude und die Chorprobe ein fester Termin in der Woche – das wollten wir nicht kampflos aufgeben.“ 

So fieberten alle dem Neustart am 2. März entgegen. „Wir selbst waren zwar begeistert von unserer Kampagne und auch verhalten optimistisch. Aber wer weiß schon, ob die Werbung wirklich wirkt und ob sich jemand davon ansprechen lässt?“, erklärt Birgit Junginger. „Ehrlich gesagt waren wir schon auch etwas skeptisch, als wir uns damals für das Fotoshooting im Bademantel in die Badewanne gesetzt haben.“ 

Aber der Mut wurde belohnt, der Erfolg der Aktion übertraf alle Erwartungen. Die Angst, dass niemand kommen würde, wich schnell der Befürchtung, dass Sekt und Platz nicht ausreichen könnten für 35 „neue“ Sängerinnen jeden Alters im Rathaussaal. Wenig später machten per WhatsApp Bilder vom vollen Saal die Runde – und die Erleichterung war groß. 

Doch wer glaubt, dass die erste Begeisterung nur ein Strohfeuer war, der irrt. Bis auf wenige blieben fast alle dabei. „Es ist schön zu sehen, wie sich die neuen Sängerinnen entwickeln und mit wie viel Leidenschaft und Fleiß geprobt wird“, sagt Chorleiter Christian Vogt. Für ihn sei es „ein echter Traumjob“, aber auch eine Herausforderung. „Wir freuen uns schon riesig auf unseren ersten großen Auftritt.“ 

Derzeit bereitet der Verein mit viel Zeit und Herzblut das Konzert am Samstag, 25. November, in der Stadthalle Langenau vor. Begleitet wird der Chor von der Band Sams Piano, die nach dem Konzert auch zum Tanz aufspielt. Zu Gast sind die „Mini Jellys“, eine Showtanzgruppe des TSV Langenau, und der Göttinger Kinderchor „Orange Kids“. Die Landfrauen aus Göttingen und Albeck zaubern ein Fingerfood-Buffet, auch für Cocktails und Getränke ist gesorgt. 

Wer das erlebt, braucht sich um die Zukunft der „Pink Ladys“ und den Fortbestand des Göttinger Gesangvereins nicht zu sorgen, heißt es. Neue Sängerinnen seien jederzeit willkommen.