Durchdachter Wohnkomfort mit Klimaschutz
Sonderveröffentlichung

Fachleute für alle Fälle Durchdachter Wohnkomfort mit Klimaschutz

Sanierung: Erst mit einer gut gedämmten Gebäudehülle ist der Energiebedarf eines Hauses so niedrig, dass eine Wärmepumpe effizient laufen kann. Fachhandwerker helfen hier weiter.

Gemütliches Zuhause: Eine gute Dämmung der Außenwand sorgt dafür, dass Heiztechniken wie Wärmepumpen effizient laufen können. Foto: djd/FMI/Getty Images/Steve Brookland

27.06.2023

Neue Heiztechnologien sind ein wichtiger Aspekt beim Klimaschutz und Energiesparen. Sie schonen aber nur dann Geld und Ressourcen, wenn auch die Voraussetzungen stimmen. Die Gebäudehülle einer Immobilie etwa muss gut genug gedämmt sein. Erst dann ist der Energiebedarf des Hauses so niedrig, dass eine Wärmepumpe effizient laufen kann. Daher kann es sinnvoll sein, vor deren Installation zunächst Dach und Außenwand zu checken.

Gute Dämmung senkt Heizenergiebedarf

Eine Wärmepumpe arbeitet vor allem dann effizient, wenn die Vorlauftemperatur möglichst niedrig und die sogenannte Jahresarbeitszahl (JAZ) möglichst hoch ist. Insbesondere in Häusern, die noch vor der ersten Wärmeschutzverordnung 1977 gebaut wurden und nicht oder nur unzureichend nachgedämmt wurden, benötigt man üblicherweise sehr hohe Vorlauftemperaturen, um die Innenräume ausreichend zu beheizen. Das gilt aber häufig auch für Gebäude, die bis 1995 errichtet wurden“, erklärt Dr. Thomas Tenzler, Geschäftsführer des FMI Fachverband Mineralwolleindustrie.

Flächenheizsysteme wie Fußbodenheizungen können zwar helfen, die Energieabgabe an die Räume zu verbessern und damit die Vorlauftemperaturen abzusenken, aber: Je mehr Heizenergie ein Raum über schlecht gedämmte, undichte Außenflächen verliert, desto mehr Energie wird benötigt, um ihn zu heizen.

Eine Wärmepumpe arbeitet also nur sparsam, wenn vorab die Gebäudehülle energetisch verbessert ist. „Eine Dämmung kann den Heizenergiebedarf deutlich absenken. Durch diese Verbesserungen ist es meist möglich, eine kleiner dimensionierte Wärmepumpe einzubauen“, so Tenzler. Die Dämmung sorgt für einen besseren Wohnkomfort mit ganzjährig angenehmeren Raumtemperaturen und eine verkürzte Heizperiode, sie verbessert zugleich den Schall- und den Brandschutz.

Mithilfe der JAZ werden die jährlichen Energiekosten einer Wärmepumpe berechnet. Je höher die JAZ, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe und umso mehr Heizwärme wird aus der gleichen Strommenge erzeugt. Für einen effizienten Betrieb sollte die JAZ einer Wärmepumpe deutlich über 3 liegen.

Eine weitere wichtige Kennzahl ist die Vorlauftemperatur, mit der der Wärmeerzeuger das Heizwasser an den Heizkreislauf abgibt. Sie muss hoch genug sein, damit sich Heizkörper oder -flächen auch in Kälteperioden ausreichend aufheizen, Wärme abstrahlen und so den Raum entsprechend der Wunschtemperatur erwärmen. Bei einer richtigen Dämmung reduziert sich der Heizwärmebedarf insgesamt und ermöglicht niedrigere Vorlauftemperaturen sowie eine höhere JAZ der Wärmepumpe. djd

Die Vorteile - im Blick

Neue Heiztechniken sind wichtig für das Energiesparen. Sie schonen aber nur Geld und Ressourcen, wenn die Voraussetzungen passen. Die Gebäudehülle etwa muss gut gedämmt sein, damit eine Wärmepumpe effizient arbeitet. Daher kann es sinnvoll sein, vor deren Installation zunächst Dach und Außenwand zu checken.

Die Dämmung eines Gebäudes sorgt für einen besseren Wohnkomfort mit ganzjährig angenehmeren Raumtemperaturen, eine verkürzte Heizperiode und einen verbesserten Schall- und Brandschutz.

Ein Bad für die Zukunft

Wohnen: Wer sein Badezimmer renoviert, sollte auf Barrierefreiheit und leicht zu reinigende Oberflächen achten.

Bei vielen Best-Agern oder Senioren steht ein neues Bad weit oben auf der Wunschliste fürs Eigenheim. In der Planung spielt Barrierefreiheit eine Rolle, sie ist aber nur ein Gesichtspunkt. Ebenso wichtig sind eine ansprechende Ästhetik, Komfortfunktionen und eine Ausstattung, die sich leicht sauber und gut in Schuss halten lässt.

Durch eine clevere Planung und Modernisierung lassen sich diese Aspekte in vielen Bereichen hervorragend verbinden. Man sollte sein Augenmerk auf die folgenden Dinge legen.

1. Der Boden: Keramische Fliesen sind eine Lösung für jeden gewünschten Stil im Bad, denn es gibt sie in einer Vielzahl von Designvarianten - von zeitlosen Naturstein optiken wie Marmor oder Trias über puristische Betonoptiken bis zu dekorativen floralen Mustern in XXL-Formaten.

Unter funktionalen Gesichtspunkten ist für ein altersgerechtes Bad die Auswahl der Oberfläche besonders wichtig. Rutschhemmende Fliesen bieten eine hohe Stand- und Trittsicherheit auch wenn der Boden feucht ist Unter www.deutsche-fliese.de/fliesen-im-bad gibt es dazu viele weitere Informationen und Einrichtungsideen. Aber auch die regionalen Sanitärfirmen informieren gerne und halten eine große Auswahl an passenden Fliesen und Materialien parat.

2. Die Dusche: Bodenebene Duschen sehen elegant aus, sind komfortabel, reinigungsfreundlich und von Haus aus barrierefrei. Ideal ist eine durchgängige Gestaltung mit Fliesen, die den Duschbereich optisch und funktional ins Bad integrieren.

Komplett beflieste, fest eingebaute Sitzbänke ersparen Duschsitze, falls diese einmal erforderlich werden. Bis dahin können sie gut als Ablagen oder zum Hinsetzen beim Abtrocknen genutzt werden. Aufwerten lässt sich die Dusche noch mit Wandnischen als Ablage für Kosmetikartikel. Diese Lösung ist eleganter als Duschregale, die zudem die Bewegungsfreiheit einschränken können.

3. Der Waschplatz: Eine geflieste Wand schützt den Waschplatz vor Verschmutzungen, denn Spritzer lassen sich mit einem Wisch entfernen. Wandarmaturen sehen nicht nur schick aus, sie bieten auch funktionale Vorteile: Waschtische lassen sich ohne Komfortverlust mit weniger Raumtiefe planen, da die sonst übliche Hahnlochbank nicht benötigt wird.

Zudem reinigt sich das Becken leichter, da man nicht mehr um die Wasserarmatur herumputzen muss. Wer an künftige Barrierefreiheit denkt, plant den Waschplatz so, dass der Unterschrank auch demontiert werden kann. So lässt sich das Waschbecken später einmal prima im Sitzen nutzen.

4. Das WC: Wandhängende WCs ohne Spülrand sind heute fast schon Standard. Aus gutem Grund: Sowohl das WC-Becken selbst, als auch die Bodenfliesen unter der Toilette sind wesentlich leichter sauber zu halten als bei bodenstehenden Toiletten. Für das Alter ebenfalls empfehlenswert: WCs mit Duschfunktion für eine angenehme Hygiene. Und: Wie bei der Waschbeckenumgebung gilt auch beim WC: Wer die Wände mit Fliesen gestaltet, bekommt eine leicht zu reinigende Oberflächengestaltung. djd