Sonderveröffentlichung

Stiftungen Für die Zukunft der Gemeinschaft

Anderen etwas Gutes tun oder über den Tod hinaus etwas hinterlassen: Für die Gründung einer Stiftung gibt es viele gute Gründe.

Hand in Hand für eine bessere Zukunft  Foto: © SewCream/Shutterstock.com

28.11.2019

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Trainer im Sportverein, Betreuung einer Jugendgruppe oder Hilfe bei der Kleiderkammer: Zu Lebzeiten gibt es viele Möglichkeiten, sich für das Wohl der Gesellschaft zu engagieren. Doch viele Menschen haben den Wunsch, auch nach ihrem Leben noch etwas Bleibendes für die Gemeinschaft zu hinterlassen. Eine Möglichkeit, diesen Wunsch Wirklichkeit werden zu lassen, ist die Gründung einer Stiftung.

Förderung in vielen Bereichen

Dabei setzt der Stifter sein privates Vermögen ein, um einen gemeinnützigen Zweck zu fördern. Ob es dabei um die Förderung von Kunst, Musik, Sport, Malerei oder Wissenschaft geht, ist dem Stifter ganz frei überlassen – denn den Bereich seiner Stiftung kann er selbst auswählen. Der Zweck der Stiftung kann später nicht mehr verändert werden.

554 Stiftungen Bürgerlichen Rechts wurden Jahr 2018 in Deutschland neu gegründet. Diese Rechtsform ist die häufigste Form einer Stiftung hierzulande.

Quelle: Statista

Die beiden beliebtesten Stiftungsformen in Deutschland sind die Treuhandstiftung und die rechtsfähige Stiftung Bürgerlichen Rechts. Die Treuhandstiftung wird durch einen Vertrag zwischen dem Stifter und dem Treuhänder oder per Verfügung von Todes wegen errichtet. Der Stifter überträgt das Stiftungsvermögen dem Treuhänder, der es getrennt von seinem eigenen Vermögen gemäß den Satzungsbestimmungen der Stiftung verwaltet.

Eine Stiftung Bürgerlichen Rechts muss durch die Stiftungsbehörde anerkannt werden. Der Stifter bestätigt im Vorfeld, dass er sein Vermögen für einen bestimmten Zweck zur Verfügung stellen möchte. Er benennt den Zweck der Stiftung, legt die Anzahl der Organe, wie Verwaltungsrat, Vorstand und Kuratorium, fest und nennt deren Aufgaben.

Warum Stifter werden?

Doch was bewegt Menschen, die ihr Vermögen oder Teile davon in eine Stiftung einbringen? Eins haben alle gemeinsam: Sie möchten der Gesellschaft etwas zurückgeben. Zum Beispiel weil die Gesellschaft sie einst in einer Notlage aufgefangen hat oder weil sie keine Familie haben, der sie nach dem Tod ihr Vermögen zukommen lassen können. Häufig, zum Beispiel bei Stiftungen zum Zwecke der medizinischen Forschung, spielt die eigene Betroffenheit oder die von nahen Angehörigen durch eine seltene Krankheit eine Rolle.

Info: Stiftungen haben Traditon

Stiftungen gibt es schon seit vielen Jahrtausenden. Bereits Plato hat, neben seiner bekannten Akademie, auch eine Stiftung gegründet. Im Mittelalter wollten Stifter durch das Anlegen ihres Vermögens vor allem auch ihr Seelenheil aufpolieren.