Nach einem anstrengenden Jahr lieben es viele, wenn es nun etwas ruhiger zugeht, es draußen früher dunkel wird und die Familie zusammenkommt und zu Hause schöne Stunden verbringen kann. Dabei dürfen Kerzenlicht und Plätzchenduft nicht fehlen. „Advent“ leitet sich vom lateinischen „Adventus“ ab und heißt „Ankunft“. Für Christen ist es die Zeit der Erwartung, die Vorbereitungszeit auf die Ankunft Jesu, dessen „Geburtstag“ sie in der Weihnachtsnacht feiern.

Zeit für die Familie

Auch in der heutigen schnelllebigen, digitalen Welt sehnen sich die Menschen nach innerer Einkehr und Ruhe - innehalten um wieder ganz bei sich zu sein. Dazu gehört auch der Besuch auf dem Weihnachtsmarkt oder einer Adventsausstellung. Neben Glühwein, Bratwurst und Co. gibt es hier allerlei Dekorationen, um das Zuhause weihnachtlich zu gestalten: Kränze, Christbaumkugeln, Krippenfiguren, Sterne und vieles mehr. Wer gerne selber bastelt, findet dort nicht nur die dafür benötigten Materialien, wie Tannenzweige oder Filz, sondern kann sich auch direkt bei den Händlern Inspiration für das nächste Bastelprojekt holen. Zum Fest und vor allem zurzeit vor Weihnachten gehört auch der Adventskranz.

Im Advent beginnt in vielen Familien die Zeit des Bastelns und Dekorierens. Dabei lassen sich mit wenig Aufwand und viel Freude durch selbst gemachten Weihnachtsschmuck nicht nur die Wohn- und Esszimmer verschönern. Der Tisch wird zur liebevoll gedeckten Festtagstafel und originelle Verpackungen verleihen Geschenken eine ganz persönliche Note. Es sind diese stimmungsvollen Kleinigkeiten, die trotz Alltagsstress den Zauber von Weihnachten spüren lassen.

Sich inspirieren lassen

Viele Inspirationen gibt es neben den klassischen Weihnachtsmärkten auch bei den Adventsausstellungen in der Region. Dort lassen sich tolle weihnachtliche Ideen wie zum Beispiel für den Adventskranz finden. Doch auch bereits fertig geschmückte Kränze mit Tannenzapfen, Lametta, kleinen Figuren, Strohsternen oder Christbaumkugeln können dort erworben werden. Wer künstlerisch nicht gern selbst tätig ist, bekommt einen Adventskranz praktisch überall auf den Märkten und Ausstellungen: Die weihnachtliche Stimmung kommt spätestens beim Anzünden der ersten Kerze dazu.

Der Ursprung des Adventskalenders geht übrigens auf Johann Hinrich Wichern, evangelisch-lutherischer Theologe, Erzieher, Mitbegründer der Inneren Mission und Begründer der Evangelischen Diakonie, zurück, der sich um Straßenkinder kümmerte. Um ihnen die Zeit bis Weihnachten zu verkürzen, baute er im Jahre 1838 aus einem alten Wagenrad einen Holzkranz mit 20 kleinen roten und vier großen weißen Kerzen. Jeden Tag, ab dem ersten Dezember, durften die Kinder eine Kerze anzünden. Später reduzierte sich die Anzahl der Kerzen auf vier, die, wie bis heute, jeweils an den vier Adventssonntagen angezündet wurden. djd


Adventskalender selber machen

Nicht alles muss neu sein: Ein wiederverwendbares Gestell erleichtert die Bastelei.

Einen Adventskalender selbst zu basteln, macht vielen Eltern und Großeltern Freude. Foto: djd
Einen Adventskalender selbst zu basteln, macht vielen Eltern und Großeltern Freude. Foto: djd

Selbermachen ist derzeit in – und kaum eine Zeit bietet mehr Anlass zum kreativ werden als die Wochen vor Weihnachten. Wenn es schon am Nachmittag dunkel wird und die ersten Kerzen brennen, ist genau die richtige Atmosphäre, um zu backen, zu basteln und die Wohnung weihnachtlich zu dekorieren.

Nicht nur die Kleinen haben Spaß daran. Auch Eltern und Großeltern lieben es, mit ihren Sprösslingen, Strohsterne zu kleben, Christbaumkugeln zu bemalen oder Plätzchen auszustechen. Bei Berufstätigen reicht jedoch nicht immer die Zeit, um sich ausgiebig Bastelarbeiten zu widmen. Entscheidend sind daher Rezepte oder Vorlagen, die in kurzer Zeit umzusetzen sind.

Das gilt vor allem für Anregungen für den Adventskalender. Im Internet werden zahllose Gestaltungsvorschläge gemacht, die unterschiedlich aufwendig sind. Die DIY-Anleitungen reichen von Recycling-Ideen mit Toilettenpapierrollen, Streichholzschachteln oder Konservendosen bis hin zu Adventskalendern im Muffinblech, an denen ein ganzer Tag gebastelt wird.

Kreative Ideen

Der Bauplan. Foto: djd
Der Bauplan. Foto: djd

Eine deutliche Zeitersparnis bieten indes Kalender, die grundsätzlich fertig sind und nur jedes Jahr neu bestückt werden müssen – so wie der Spiralbaum aus Buchenholz. Das Gestell wird aus einer Sperrholzplatte gesägt und mithilfe eines Fußkreuzes und einer Buchenholzstange in Minutenschnelle aufgebaut.

An den Spiralen können 24 nummerierte Frühstückstüten oder kleine Päckchen festgebunden werden. Für einen weihnachtlichen Look werden die Spiralen zusätzlich mit Geschenkbändern umwickelt und mit Christbaumkugeln geschmückt.

Nach Weihnachten kann der Baum schnell wieder zerlegt und bis zum nächsten Jahr platzsparend aufbewahrt oder saisonal umdekoriert werden. djd