Sonderveröffentlichung

Metall macht‘s möglich Stahlbau in höchster Präzision

Keine Aufgabe ist wie die andere: Ein Blick auf die Firma Stahlbau Nägele aus Eislingen zeigt, wie vielfältig die Branche ist.

Stahlbau in höchster Präzision

Ein Monteur von Stahlbau Nägele verbindet die einzelnen Elemente der eindrucksvollen Stahlkonstruktion.
Foto: Stahlbau Nägele

23.03.2020

Von der Gartentüre über den Carport bis zur Sportarena und dem Schlüsselfertigbau, vom Schweißer und Monteur bis zum Bauzeichner, CAD-Programmierer und Architekten: In der Metallbranche sind nicht nur die Einsatzgebiete, sondern auch die Tätigkeiten äußerst vielfältig. Ein gutes Beispiel dafür ist die Firma Stahlbau Nägele aus Eislingen.

Eine Firma mit drei Säulen

Vor 70 Jahren formte Bernhard Nägele die ersten ansprechenden Eisenarbeiten in seiner neugegründeten Schmiede in Eislingen, ein Jahr später wurde der erste Auszubildende eingestellt. Seither hat sich viel getan. Heute beschäftigt das Unternehmen Stahlbau Nägele 210 Mitarbeiter, davon 30 Auszubildende, und verbaut jährlich 8000 Tonnen Stahl. Klaus Nickl, Geschäftsführer bei Stahlbau Nägele, erklärt: „Das Unternehmen ist von einer stetigen Weiterentwicklung geprägt. Heute gliedert es sich in drei Bereiche: Schlosserei, Stahl-Industriebau und Schlüsselfertigbau. Dadurch können wir sowohl unseren Unternehmensals auch Privatkunden natürlich eine ganze Bandbreite an Leistungen anbieten.“

Die Leidenschaft für Stahl

Der Name verrät es bereits: Stahl und Stahlbau stehen mittlerweile im Mittelpunkt des Unternehmens. Klaus Nickl ist von dem Material begeistert: „Stahl ist zeitlos und vielseitig verwendbar, weil er sich beliebig formen lässt. Gleichzeitig ist die Traglast sehr hoch. Das alles macht Stahl zum idealen Konstruktionsmaterial. Außerdem ist Stahl ein umweltschonender, weil regenerativer Rohstoff: 99 Prozent der in Gebäuden verwendeten Baustahlprodukte werden recycelt oder wiederverwendet.“ Vor allem bei großen Hallen und Lagern kommen die praktischen Vorzüge des Materials zum Tragen: Stahl ermöglicht hohe Spannweiten, der umbaute Raum lässt sich bestmöglich ausnutzen und das ganz ohne störende Säulen. Eine leichte Demontage oder Erweiterung machen den Stahlbau zudem äußerst flexibel. Stahlbau Nägele liefert aber nicht nur Stahlkonstruktionen, sondern ist auch Spezialist für schlüsselfertige Industrie-, Gewerbeoder Verwaltungsgebäude. Dafür beschäftigt das Unternehmen vom Architekten und Bauzeichner bis zum Schweißer und Monteur für jede Stufe eines Projekts eigene Experten. „Unsere Kunden stehen für uns an erster Stelle und wir wollen ihnen stets ein gutes Gefühl geben. Deswegen begleiten wir sie von der Beratung bis zur Schlüsselübergabe und darüber hinaus: Einige Tage vor Ablauf der Gewährleistung prüfen wir noch einmal, ob alles in Ordnung ist, und bessern bei Bedarf nach.“

An der Verbindungsstelle muss alles passgenau sitzen – hier zeigt sich die individuelle Handwerkskunst im Stahlbau.
An der Verbindungsstelle muss alles passgenau sitzen – hier zeigt sich die individuelle Handwerkskunst im Stahlbau.

Traditionelle Handwerkskunst

Obwohl der Hauptteil des Umsatzes bei Stahlbau Nägele aus dem Stahl- und Schlüsselfertigbau stammt, ist die Schlosserwerkstatt nach wie vor ein wichtiger Teil des Unternehmens, der dem Inhaber Hubert Nägele sehr viel bedeutet. Hier werden sämtliche Arbeiten „rund ums Haus“ gefertigt und hier zeigt sich auch die Liebe zum traditionellen Handwerk bei Stahlbau Nägele: Produkte von der Stange sucht man vergeblich, alles wird individuell und von Meisterhand hergestellt. „Stahlbau Nägele kommt aus dem Metallbau-Handwerk und das merkt man auch. Gleichzeitig profitieren wir und unsere Kunden davon, dass wir den Stahlbaubetrieb im Rücken haben“, sagt Klaus Nickl. „Dadurch können wir unseren Kunden alles aus einer Hand bieten, zum Beispiel wenn für eine neue Treppe nicht nur das Geländer, sondern auch eine Trägerkonstruktion benötigt wird.“

Innovatives Erfolgsrezept

Serviceleistung, Termintreue, Kompetenz und Knowhow sind Gründe für den Erfolg von Stahlbau Nägele. „Am wichtigsten dafür sind aber unsere Mitarbeiter und unsere Firmenphilosophie, genannt „Vitamin N“ – wobei N für Nägele steht“, betont Klaus Nickl. „Diese Philosophie wurde von allen Mitarbeitern gemeinsam erarbeitet und deswegen sprechen auch alle dieselbe Sprache. Das spüren unsere Kunden. Und das macht uns so erfolgreich.“ Von Daniela Strohmaier

Aus- und Weiterbildung

Hier werden die Profis fit gemacht

„Virtuelles“ Übungsschweißen (Foto) oder ganz reales Training sind möglich.Foto: DVS
„Virtuelles“ Übungsschweißen (Foto) oder ganz reales Training sind möglich.
Foto: DVS

In der Schweißtechnischen Kursstätte des DVS an der Gewerblichen Schule in Göppingen wird das Knowhow weitergegeben.

Kreis Göppingen. Überall wo Metalle zusammengefügt werden müssen, spielt das Schweißen als eine der ältesten Verbindungstechniken eine Rolle. So ist es aus der Industrie, aus dem Handwerk und der Kunst nicht wegzudenken. Die DVS Kursstätte des Deutschen Verbands für Schweißen und verwandte Verfahren e. V. in der Gewerblichen Schule in Göppingen bietet Interessierten Kurse oder sogar ganze berufliche Weiterbildungen für alle gängigen Schweißverfahren an. „Natürlich wenden sich vor allem metallverarbeitende Betriebe aus der Region an uns, wenn sich ihre Mitarbeiter und Auszubildenden fortbilden oder bestimmte Prüfungen ablegen müssen“, erklärt Markus Leich, DVS Schweißlehrer an der Kursstätte. „Aber auch Privatpersonen, die gerne mal in die Schweißarbeit hineinschnuppern möchten, sind willkommen.“ Die Werkstätten sind hochmodern ausgestattet, unter anderem auch mit Arbeitsplätzen für das virtuelle Schweißtraining. Martin Leuz, Obermeister der Metall-Innung des Landkreises, betont die große Bedeutung der Kursstätte, nicht nur um dem Mangel an Fachkräften in der Branche entgegenzuwirken: „Erfahrene Schweißer sind sehr gefragt auf dem Arbeitsmarkt und die Kursstätte ist aus diesem Grund für unsere metallverarbeitenden Betriebe in der Region ein äußerst wichtiger und zuverlässiger Partner für Fort- und Weiterbildungen. Sie eignet sich außerdem ideal dafür, junge Menschen an den Beruf heranzuführen. Hier können sie das Schweißen einfach einmal ausprobieren und nicht wenige haben sich danach schon für eine Ausbildung entschieden.“

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