Sonderveröffentlichung

Weihnachts- und Neujahrsglückwünsche Lichterglanz und Kinderlachen

Jeder feiert Weihnachten etwas anders. Bekannte Persönlichkeiten aus dem Landkreiserzählen von ihren Plänen für das Fest.

27.12.2019

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Von Inge Czemmel

Liebe Leserinnen und Leser,
vier Wochen und vier Adventssonntage haben wir alle auf den Heiligen Abend gewartet. Heute ist es endlich so weit: Der Christbaum ist geschmückt, die Geschenke verpackt, das Weihnachtsessen steht auf dem Tisch und wir sitzen mit der Familie oder mit Freunden zusammen, unterhalten uns und freuen uns auf die freien Tage. Vielleicht waren Sie auch beim Weihnachtsgottesdienst?

Die Hektik der Vorweihnachtszeit ist vorbei und die besinnliche Zeit der Feiertage bietet die Gelegenheit, das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen. Sich mit Freunden und Bekannten zu treffen, die Sie schon lange nicht mehr gesehen haben und die über die Feiertage wieder in der Gegend sind. Möglicherweise nehmen Sie auch ein gutes Buch zur Hand und kommen mal wieder dazu, ein paar Seiten zu lesen oder Ihrem geliebten Hobby nachzugehen.

Was Sie auch immer am Heiligen Abend und an den Tagen zwischen den Jahren geplant haben - ich wünsche Ihnen im Namen der NWZ dabei viel Vergnügen und Ihnen und Ihren Familien ein wunderschönes Weihnachtsfest und einen guten Start in das neue Jahr 2020.

Herzlich, Ihr Mario Bayer

Verlagsleiter der NWZ

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Hilde Huber, Stadträtin, Patientenmanagement Alb-Fils-Kliniken Pädiatrie und Geburtshilfe und in vielen sozialen Einrichtungen engagiert:

„Weihnachten bedeutet für mich die Ausrichtung des Blickes auf das, was im Leben wirklich zählt. Mit jedem neugeborenen Kind, das Gott uns schenkt, schenkt er uns auch einen Neubeginn, neue Hoffnung auf ein gutes Leben, in Frieden, umsorgt, geliebt, mit Begabungen ausgestattet. Weihnachten heißt zur Ruhe kommen, das Licht sehen, demütig und dankbar sein. Wir spüren, wie wertvoll es für uns als Mensch ist, jeden Tag Weihnachten zu leben. Ich feiere Weihnachten im Kreise meiner Kinder und Enkel und mit dem klaren Blick auf unseren Retter Jesus Christus, dessen Geburtstag wir feiern. Dazu gehört für uns auch, die Weihnachtsgeschichte zu lesen, Weihnachtslieder zu singen und frohe Gemeinschaft zu pflegen.“

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Kewal Lekha, Vorsitzender der Diabetiker Selbsthilfegruppe Göppingen:

„Ich bin auf Mauritius geboren, lebe seit 1972 in Deutschland und bin Christ. Die Geburt Jesu ist ein großer Feiertag für mich. Gefeiert wird bei uns wie bei den meisten Deutschen. Den Heiligen Abend verbringe ich mit meiner Frau bei unserem Sohn, der Schwiegertochter und den beiden Enkelkindern in Karlsruhe. Wir essen zusammen und tauschen Geschenke aus.

Am 1. Weihnachtsfeiertag gehe ich zum Gottesdienst. Auf Mauritius gibt es viele verschiedene Religionen, aber jede respektiert die andere und feiert deren Feiertage mit. Dort gibt es immer um Punkt 24 Uhr eine Mitternachtsmesse.“

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Mechthild Friz, Pfarrerin Reuschgemeinde Göppingen:

„Gottes Sohn wird geboren. Mitten in der dunkelsten Winternacht sendet Gott seinen Sohn, den Retter der Welt. Wenn wir seine Liebe und seine Vergebungsbereitschaft annehmen und weitergeben, bringt er Herzensfrieden und Frieden mit anderen Menschen. In der langen Adventszeit kann man über den Glauben und den Sinn des Festes nachdenken und sich an den Bräuchen, Geschichten und Liedern freuen. In der Kirche feiere ich mit vielen Gottesdiensten und Musik. Zuhause mit viel Singen, Musik hören und Weihnachtsgeschichten lesen. Ganz traditionell mit Christbaum, dekorierten Fenstern und einem besonderen Essen. Meine Krippensammlung wächst jedes Jahr. Weihnachten ist ein Familienfest. Am schönsten ist es, wenn alle erwachsenen Kinder kommen. Oder wir mit allen bei der Familie der Tochter feiern können. Ich finde auch die verwandtschaftlichen Besuche gut - auch wenn es mal einen kleinen Streit gibt. Umso schöner, wenn man sich nach dem Streit wieder gegenseitig versichern kann, dass man sich doch eigentlich gut versteht. Dieses Jahr besuchen wir die Enkel und feiern ganz traditionell mit Christbaum, Singen, Kaufladen und Puppenstube weiter. Es ist ein riesiges Geschenk, dass Weihnachten so viele Bräuche hat, die die Seele zu Gott führen können.“

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Ulrich Klieber, Maler, Zeichner, Kunstpädagoge, Hochschuldozent und Autor:

„Ho Chi Minh City. Es ist heiß wie immer. Die Auslagen der Geschäfte sind voll mit bizarren Grusel- und Monstergestalten für Halloween. Kaum ist der Spuk verschwunden, sind die Auslagen der Geschäfte sind voll auf Merry Christmas umgeschwenkt. Weihnachtsmänner, Rentiere mit Schlitten, Plastiktannenbäumchen mit Kunstschnee. Wenn man will, das Ganze mit blinkenden LED Lämpchen. Eine Woche später Adelberg. Der Temperaturunterschied beträgt fast 40 Grad. Eine große Tanne wurde im Klosterhof aufgestellt. Stille. Advent. Den Heiligabend verbringe ich oft allein im oberbayrischen Murnau. Winterliche Idylle. Schnee. Der Nachmittagsgottesdienst findet in der prächtigen Pfarrkirche St. Nikolaus statt. Jedes Jahr werden im Gottesdienst die wichtigsten Ereignisse des Jahres verlesen. Kurz, prägnant. Wie Nachrichten. Von Januar bis Dezember. Mich lässt das jedes Mal erschaudern. Viele Katastrophen und Kriege. Der zweite Weihnachtsfeiertag Kontrastprogramm in Göppingen. Familie, Eltern, Geschwister, Kinder. Wir improvisieren. Vieles lässt sich nicht mehr planen. Aber der Weihnachtsbaum ist uns allen sehr wichtig. Eine echte Tanne muss es sein und nicht zu klein. Geschmückt von meinem Vater.“

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Dott.ssa Vincenza Indizio Di Pinto, Dozentin an der VHS Göppingen:

Weihnachten bedeutet für mich zu ermöglichen, dass Christus in mir geboren wird, mir nahe ist und mein Herz mit seiner demütigen Liebe erfüllt, um sie an andere weiterzugeben: Das ist Weihnachten für mich. Zudem spiegelt meine Einstellung zu Weihnachten folgendes Zitat von Mutter Teresa wider: ,Jeden Tag ist Weihnachten auf der Erde, jedes Mal, wenn einer dem anderen seine Liebe schenkt, wenn Herzen Glück empfinden, ist Weihnachten, dann steigt Gott wieder vom Himmel herab und bringt das Licht.‘ Ich verbringe den 25. Dezember mit meiner Familie, wir besuchen den Gottesdienst in der Gemeinde San Francesco d’Assisi. Außerdem besuche ich an diesem Tag auch ältere Menschen im Altersheim, um ihnen eine Freude zu machen.“

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Bernd Merkle, Mundartautor:

„Weihnachten ist für meine Frau und mich, auch wenn dies abgedroschen klingen mag, ein Familienfest. Man, das sind die Kinder und Enkelkinder, trifft sich bei Oma und Opa, also bei uns. Es ist zwar etwas aufwändig was die Vorbereitungen anbelangt, aber es ist auch schön für uns, wenn mal die ganze Familie beieinander ist, und das ist selten genug, wohnen doch die einzelnen Mitglieder zu weit auseinander, als dass man sich ständig sieht. Die Freude über ein Zusammentreffen ist dafür umso größer. Wir essen dann miteinander, wobei die Kocherei gar nicht so einfach ist, denn es sind sowohl Fleischesser als auch welche dabei, sie sich vegan ernähren. Aber was macht man nicht alles, um allen Lieben in etwa gerecht zu werden. Man spricht über dies und jenes aus der Vergangenheit, natürlich auch über die Zukunft, was sie wohl bringen mag und was wohl aus den Enkeln werden wird, in dieser so ungewissen Zukunft, in der nicht alles rosig zu werden scheint.“

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Heike Baehrens, Mitglied des Bundestages:

„Ich freue mich jedes Jahr neu auf die Advents- und Weihnachtszeit, weil da so manches in einem anderen Licht erscheint. Während die Tage vorher noch mit hektischen Vorbereitungen gefüllt sind, kehrt in unserer Familie mit dem gemeinsamen Gottesdienstbesuch an Heiligabend spürbar Ruhe ein. Weil wir uns die Arbeit teilen und das weihnachtliche Familienprogramm gut miteinander abstimmen, bleibt viel Zeit für Singen und Spielen mit unseren vier Enkelkindern - und natürlich auch zum Genießen des besonderen Weihnachtsmenüs, das von Jahr zu Jahr variiert. Die Tage zwischen den Jahren bieten Gelegenheit für (hoffentlich) winterliche Spaziergänge und für den Blick zurück auf ein volles und manchmal strapaziöses Jahr, in dem es aber auch viele schöne Erfahrungen und Begegnungen gab. Es ist also eine Zeit zum Durchatmen, um dann mit zuversichtlichem Blick ins neue Jahr zu starten.“

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Alexander Eisele, Musiker, musikalischer Leiter der Lumberjack Bigband:

„Weihnachten hat für mich schon immer eine große Bedeutung – tatsächlich – trotz meines Berufes am Theater Lüneburg und Hauptwohnsitz in dieser wunderschönen Stadt ist es vollkommen klar, dass wir Weihnachten, wo auch immer gemeinsam mit der Familie feiern. Im einen Jahr (so auch in ein paar Tagen) bei uns oben in Lüneburg und im darauffolgenden Jahr dann in Göppingen, wenn wir traditionell am 26.12. mit der Lumberjack Bigband in der Oberhofenkirche spielen. Die Familie ist seit gut 3 Jahren mit meiner Verlobten Mari Sakai noch größer und bunter geworden und jedes Jahr schicken wir einen musikalischen Gruß nach Japan zu den Eltern von Mari. Essentechnisch gibt es dieses Jahr übrigens eine japanisch gekochte Weihnachtsgans – vor ein paar Tagen haben wir das schon probegegessen – großartig. Und es gibt 2 Weihnachtslieder, die mir viel bedeuten und perfekt erklären, was ich mit Christmas verbinde: „Driving home for Christmas“ von Chris Rea und der Jazz-Waltz „The most wonderful time of the year“. In diesem Sinne – Happy Xmas!“