Leichter zum Hörerfolg
Sonderveröffentlichung

Gut versorgt im Alter Leichter zum Hörerfolg

Wenn die Ohren nachlassen, ist frühe und gezielte Hilfe gefragt. Ein Besuch beim Hörakustiker ist der erste Schritt, um Schwerhörigkeit gezielt und individuell zu behandeln.

Mit dem richtigen Hörgerät klappt die Kommunikaiton. Foto: Mladen/stock.adobe.com

07.02.2024

Der Lautstärkeregler des Fernsehers geht allmählich immer weiter nach D oben und Nachfragen wie „Können Sie das noch einmal wiederholen“ oder „Wie bitte?“ häufen sich: Hörverlust ist in den meisten Fällen ein schleichender Prozess- und leider weit verbreitet. Jeder dritte Mensch ab 55 Jahren weltweit bräuchte laut BIHA-Verband (Bundesinnung der Hörakustiker) ein Hörgerät. Aber schon in Deutschland sind nur etwa 15 Prozent der Schwerhörigen auch versorgt und noch weniger tragen ihr Hörgerät regelmäßig. Hörminderung ist ein heimliches Volksleiden, das erhebliche persönliche und volkswirtschaftliche Konsequenzen hat.  

Hörverlust hat weitreichende Folgen

Auffällig sind soziale Kontaktvermeidung, da es schwerfällt, Unterhaltungen in geselliger Runde zu folgen, und überdurchschnittlich viele Unfälle. Unbehandelt können Langzeitfolgen wie Depression und Demenz eintreten. Deshalb sollten Betroffene frühzeitig für eine Beratung zum örtlichen Hörakustiker gehen. Beim Termin wird dann das Hörvermögen getestet und je nach Bedarf ein Hörgerät ausgewählt. Ziel ist es, bereits im Ersttermin ein Probegerät anzupassen. Nach einer gewissen Probezeit kann dann das Gerät optimiert und individuell angepasst werden, oder es wird noch ein weiteres Modell ausprobiert. Denn jeder hört anders und hat andere Gewohnheiten, die das Hören beeinflussen. Jemand, der gern ausgedehnte Waldspaziergänge macht, braucht eine andere Hörhilfe als ein Berufstätiger, der sich oft in größeren Diskussionsrunden behaupten möchte. Hier sind Erfahrung und Einfühlungsvermögen erfahrener Spezialisten unerlässlich. djd