Zusammen ist es leichter
Sonderveröffentlichung

Helfen im Landkreis Zusammen ist es leichter

Das Alter bringt so manche gesundheitliche und soziale Herausforderung mit sich. Leichter wird es, wenn alle gemeinsam an einem Strang ziehen.

Verschieden Angebote helfen Senioren und Angehörigen, die Herausforderungen des Alters gemeinsam zu meistern. Fotos: Robert Kneschke/stock.adobe.coM; pikselstock/adobe.stock.com

30.11.2023

Der Titel eines Buches von Schauspieler Joachim „Blacky“ Fuchsberger lautet „Altwerden ist nichts für Feiglinge“. Das mag im ersten Moment ein wenig flapsig klingen, doch wenn man drüber nachdenkt, ist da schon was Wahres dran. Da wären zum einen die körperlichen Aspekte des Älterwerdens – es zieht hier und schmerzt da, man sieht oder hört nicht mehr gut und an manchen Tagen kommt man kaum aus dem Bett und hat keine Kraft für tägliche Dinge. Auch das Thema Einsamkeit spielt im Alter eine zunehmende Rolle. Nicht wenige Menschen fühlen sich im fortgeschrittenen Alter einsam oder sozial isoliert. Der Wegfall der täglichen Arbeit durch den Renteneintritt, der Wegfall des wöchentlichen Sporttrainings, weil man es körperlich nicht mehr schafft oder der Wegfall von Treffen mit Freunden und Bekannten, weil diese selbst zu krank oder bereits verstorben sind. In vielen Fällen wohnen auch die anderen Familienmitglieder zu weit weg oder sind beruflich und privat zu sehr eingespannt, um jeden Tag vorbeizuschauen.

Tagespflege bringt Entlastung

Groß wird die Einsamkeit oft, wenn ältere Menschen alleine in ihrer Wohnung oder ihrem Haus leben. Hier lohnt es sich, über Alternativen nachzudenken. Pflege findet in Deutschland überwiegend zu Hause statt. Von den fünf Millionen Pflegebedürftigen werden 4,2 Millionen von Angehörigen versorgt. Wer sich um ältere Menschen kümmert, braucht aber auch Entlastung. Um nicht stückweise in eine Überforderungssituation hineinzurutschen, sollten sich alle Beteiligten rechtzeitig mit diesem Thema auseinandersetzen. Zwischen der rein häuslichen Versorgung und dem Leben in einem Pflegeheim gibt es für Pflegebedürftige noch eine weitere Möglichkeit: die teilstationäre oder Tagespflege. Dabei werden die Besucher an bestimmten Tagen morgens von zu Hause abgeholt und am späten Nachmittag wieder heimgebracht. Frühstück, Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen gehören zum typischen Angebot dazu. Gerade für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen hat die Tagespflege viele Vorteile: In der Regel findet sie an fest vereinbarten Wochentagen statt. Für die Pflegepersonen bedeutet das, dass sie verlässliche Zeiten für sich selbst haben, etwa um zu arbeiten, eigene Termine wahrzunehmen oder sich zu erholen.

4,2 Millionen Pflegebedürftige werden in Deutschland zu Hause von Angehörigen gepflegt.

Gemeinsame Aktivitäten tun der Seele gut

Um der Einsamkeit entgegenzuwirken, gibt es zudem spezielle Besuchsdienste für Senioren. Diese schauen bei ihnen zu Hause oder auch im Seniorenheim vorbei und unternehmen Spaziergänge, spielen mit den älteren Herrschaften zusammen Karten oder trinken gemeinsam Kaffee. Auch gibt es Begleitdienste, die Senioren zum Friseur, zum Arzt oder zum Einkaufen begleiten. djd/as