Kindergarten Fürstin Eugenie in Hechingen: Bis zu 75 neue Betreuungsplätze
Sonderveröffentlichung

Kindergarten Fürstin Eugenie Kindergarten Fürstin Eugenie in Hechingen: Bis zu 75 neue Betreuungsplätze

Erweiterungsbau für 2,6 Millionen Euro: Drei neue Kindergartengruppen schärfen das Stadtprofil als Familienstadt

Ende April wurde der Erweiterungsbau des Kinderhauses Fürstin Eugenie auf dem Hechinger First seiner Bestimmung übergeben. Einen gebackenen Schlüssel übergab Bürgermeister Philipp Hahn der Kindergartenleiterin Elvira Fögen (Mitte). Mit dabei waren Baubeteiligte aus Planungsbüros und Bauamt, Stadträte, Vertreter der Kirchengemeinde, Erzieherinnen und Eltern. Inzwischen werden auch die Außenanlagen fertig. Foto: Hardy Kromer

17.07.2023

Auf eine Stiftung von Fürstin Eugenie geht das gleichnamige „Kinderhaus“ auf dem Hechinger First zurück. Im Frühjahr 2023 ist die traditionsreiche Betreuungseinrichtung, die von der katholischen Kirche getragen wird, in eine neue Ära gestartet. Am 27. April wurde der Erweiterungsbau, den die Stadt Hechingen errichten ließ, nach 16-monatiger Bauzeit offiziell seiner Bestimmung übergeben. Daran, dass in dem lichten Gebäude 70 bis 75 Kinder einen Betreuungsplatz finden, hätte sicher auch die große Wohltäterin der Stadt ihre Freude gehabt.

Bürgermeister Philipp Hahn würdigte bei der Einweihungsfeier die große Disziplin aller am Bau Beteiligten. Nicht nur sei der Zeitrahmen eingehalten worden, sondern weitgehend auch das Kostenbudget. Die 2,6 Millionen, die unterm Strich stehen, seien „nur wenige Hunderttausend Euro mehr“ als ursprünglich veranschlagt. Dass dies keine Selbstverständlichkeit war, betonte auch Architekt Thilo Sprenger. Schließlich seien die allgemeinen Baukosten seit Planungsbeginn um satte 35 Prozent gestiegen.

Den Hauptgrund dafür nannte Bürgermeister Hahn: Der furchtbare Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine habe zu Rohstoffknappheit und Inflation geführt. Und dennoch haben es die Teams des Stadtbauamts und des Architekturbüros Sprenger gemeinsamt geschafft, den Bau planmäßig zu vollenden. Hahns Dank galt der katholischen Kirchengemeinde, die sich mit einem Zuschuss von 20 000 Euro an den Baukosten beteiligt hat, und dem Bund, der 700 000 Euro beisteuerte. Unterm Strich bleibt der Stadt ein Eigenanteil von knapp 1,9 Millionen Euro.

Das erweiterte Betreuungsangebot schärfe das Profil Hechingens als Familienstadt, hielt Hahn fest. Gerade mit Blick auf den notwendigen Zuzug von Fachkräften sei es wichtig, den Betreuungsbedarf bedienen zu können: „Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ein wichtiger Standortfaktor.“

Freilich dauert es auch jetzt noch ein paar Wochen, bis die drei zusätzlichen Gruppen im Ü3-Bereich auf dem First einziehen können. Seit die Osterferien vorbei sind, haben zunächst die etablierten Gruppen das Privileg, die neuen Räume mit Leben füllen zu dürfen.

Aktuell werden die Räume im Bestandsgebäude renoviert. Die künftige Vollbelegung mit bis zu 120 Kindern wird es erst nach den Sommerferien geben. Allen Buben und Mädchen, die jetzt und künftig im Kinderhaus Fürstin Eugenie ein und aus gehen, wünschte das Stadtoberhaupt eine tolle Zeit. Sein Dank galt dem Team um Kindergartenleiterin Elvira Fögen für die ausgezeichnete pädagogische Arbeit. Von Hardy Kromer