Zukunft Mobilität mit dem E-Handwerk
Sonderveröffentlichung

Kraftfahrzeug und Verkehr Zukunft Mobilität mit dem E-Handwerk

Die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen steigt, die Kunden suchen zunehmend nach Lösungen für das Laden zu Hause. Hier setzt die Zusammenarbeit an.

Uwe Wöhrle und Petra Wieseler zeigen: Die Kfz- und Elektro-Innung Ulm/Alb-Donau ziehen auch bei der E-Mobilität an einem Strang. FOTO: LARS-ERIC HERFURTH

22.11.2023

Die Nachfrage nach Elektromobilität ist ungebrochen. Bei den Neuzulassungen lag der Anteil der alternativen Antriebe in diesem Jahr bei 47,4 Prozent – Tendenz steigend. Denn es gibt viele Gründe, die für einen Umstieg auf Elektromobilität sprechen. Umweltbewusstsein und Fahrkomfort stehen an oberster Stelle. Aber auch in finanzieller Hinsicht sind Elektroautos attraktiver, als viele Menschen denken. So können die laufenden Kosten für ein Elektroauto im Vergleich zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor niedriger sein. Hinzu kommt, dass der Kauf eines E-Autos staatlich gefördert wird. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat den Umweltbonus allerdings angepasst, sodass mit 1. Januar 2024 die Fördersätze für batterieelektrische Fahrzeuge abgesenkt werden. „Daher empfehlen wir, unbedingt jetzt noch bis zum Ende des Jahres die aktuell noch höhere Förderung mitzunehmen“, so Petra Wieseler. 

Die Obermeisterin der Innung des Kraftfahrzeug-Gewerbes Ulm/Alb-Donau-Kreis räumt auch gleich mit dem Mythos auf, dass die Reichweite eines E-Autos nicht alltagstauglich sei: „Viele Elektroautos können mittlerweile ohne Probleme Reichweiten von 400 oder mehr Kilometern zurücklegen. Aber auch längere Strecken sind mit einem Elektroauto problemlos machbar, unter anderem dank immer kürzerer Ladezeiten. Doch: Wie viele Kilometer legt man täglich im Schnitt tatsächlich zurück? Im Durchschnitt selten mehr als 30.“ 

Ganz nebenher macht E-Auto fahren schlicht Spaß. Grundsätzlich ist es eine Sache der Definition, was Spaß macht und was nicht. Wer zum ersten Mal in einem E-Auto sitzt, lernt eine neue Qualität des Fahrens kennen. Anders als beim Verbrenner verfügt ein E-Auto sofort über das volle Drehmoment und damit in jeder Situation über eine zügige Beschleunigung. Souverän, fast lautlos, mit einem futuristischen Sound, gleitet das Fahrzeug durch den Stadtverkehr; mit den allradgetriebenen Modellen auch mal über leichtes Gelände. Im Hinterkopf der Gedanke, dass genau in diesem Moment kein CO2 ausgestoßen wird. Wer auf E-Mobilität setzt, leistet einen entscheiden den Beitrag zur Dekarbonisierung - also zur Reduzierung von Kohlendioxidemissionen durch den Einsatz kohlenstoffarmer Energiequellen, wodurch ein geringerer Ausstoß von Treibhausgasen in die Atmosphäre erreicht wird - und damit zur Verkehrswende, lokal und global. Fahrer eines E-Autos sind quasi Teil einer Mission gegen den Klimawandel, die nur gemeinsam gelingen kann - und auch deshalb macht Elektromobilität so viel Spaß. 

Mit der Anschaffung eines Elektrofahrzeugs beteiligt man sich aktiv an der Energiewende und treibt die emissionsfreie Fortbewegung voran. Zu 100 Prozent umweltfreundlich fährt das Elektrofahrzeug erst dann, wenn es mit regenerativ und schadstofffrei produziertem Strom geladen wird. Um das zu erreichen, bietet sich die Installation einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Hauses, des Carports oder der Garage an. So lässt sich das Elektrofahrzeug direkt mit der Energie der Sonne laden. Spätestens hier kommt die Elektro-Innung Ulm/Alb-Donau ins Spiel, denn dank eines Energiemanagementsystems kann überschüssiger Strom zusätzlich im Haus genutzt, in Akkus zwischengespeichert oder ins Stromnetz eingespeist und vergütet werden. L-E Herfurth