Sonderveröffentlichung

Schnittstube in Hülben an neuem Standort Alles echte Originale: Salon im Retro-Look

Unternehmen: Die „Schnittstube“ von Denice Buck ist in größere Räume umgezogen. Die Wieder-Eröffnung war am 6. April.

Neue Räume: Friseurmeisterin Denice Buck ist mit ihrem Salon „Schnittstube“ in die Uracher Straße 39 in Hülben gezogen. Dort fühlen sich auch Tochter Juli und Familienhund Suno wohl. Foto: Marie-Christin Jurke

12.04.2021

Dazu gehören Mut und Zuversicht – mitten im harten Lockdown während wirtschaftlich schwerer Zeiten in seinen Betrieb zu investieren und diesen zu erweitern. Und doch hat genau das Denice Buck getan: Die Friseurmeisterin aus Hülben ist mit ihrem Salon umgezogen, Uracher Straße 39 lautet die neue Adresse der „Schnittstube“ in Hülben.

In Top-Lage, direkt an der Ortsdurchfahrt, hat Denice Buck die idealen Räume gefunden – luftig, lichtdurchflutet und mit 100 Quadratmetern großzügig geschnitten. Früher befand sich hier das Ladengeschäft der Gärtnerei Schwenkel, nach erfolgtem Umbau werden nun seit dieser Woche die Kunden des Friseursalons im Erdgeschoss des Hauses empfangen.

Der Umzug und die damit verbundene Erweiterung – die Friseurmeisterin wird in ihrer Arbeit zukünftig von einer Mitarbeiterin unterstützt – hat im Vorfeld auch Sorgen bereitet. „Durch Corona war die Lage für alle Friseurbetriebe schwierig und existenzbedrohend. Doch wir hatten die Chance auf neue Räume, und ich dachte einfach, hopp oder top, ich wage es“, berichtet sie.

Mit der Renovierung startete man mitten im Lockdown, die Umbauarbeiten wurden von der Familie – allen voran Ehemann und Schwiegervater – fast ganz im Alleingang gestemmt, mit Ausnahme von Gewerken wie beispielsweise Elektro- oder Sanitär-Installationen, die von den Profis örtlicher Handwerksbetriebe übernommen wurden.

Kreative Ideen

Entstanden ist ein ganz besonderer Salon im Retro-Look, das Design und die kreativen Ideen für die Einrichtung kommen von Denice Buck, die sich schon weit vor Beginn der Sanierung Gedanken dazu gemacht hatte. So dürfen die Kunden zum Beispiel Platz nehmen in Frisierstühlen aus den 50er Jahren, die einst im bekannten Hülbener Friseursalon Dümmel ihren Platz hatten. Auch die passenden Frisiertische und die beleuchteten runden Spiegel stammen aus diesem Haus und aus dieser Zeit – sie sind somit alles echte Originale und eine Erinnerung an das Hülbener Geschäftsleben vergangener Tage.

Passend zu den Möbeln: eine Lampe, die einst als Trockenhaube diente und nun umgebaut gemütliches Licht verbreitet. Mehrere Leucht-Spots an der Decke sorgen für die zum Arbeiten so wichtige professionelle Beleuchtung, und über der individuell gestalteten und nun neu aufgearbeiteten Anmeldetheke, ganz in Gold gehalten, prangt ein antiker Kronleuchter.

„Mir war es wichtig, eine Wohlfühlatmosphäre zu erzeugen“, erzählt Denice Buck. Und freut sich über die Reaktion der Kunden, von denen viele sagen, sich in der „Schnittstube“ geborgen wie in einem Wohnzimmer zu fühlen. Etwas von so einer gemütlichen Stube haben dann auch die Sessel im Wartebereich, die früher bei der Großmutter ihres Mannes in der Wohnung standen. Denice Buck hat sie neu aufpolstern und dunkelgrün beziehen lassen.

Wer es sich hier bequem macht, kann das Ambiente der „Schnittstube“ ganz entspannt auf sich wirken lassen: ein Hingucker die rückwärtige Wand ganz in Altrosa, die übrigen Wände sind in Weiß gehalten. Hinzu kommen goldfarbene Akzente – sei es ein Bilderrahmen, seien es goldene Fransenvorhänge, die dennoch genügend natürliches Licht durch die großen Schaufensterfronten lassen. Pluspunkt am neuen Standort der „Schnittstube“: Im angrenzenden hinteren Bereich gibt es die von Denice Buck so bezeichnete kleine „Hexenküche“, in der zum Beispiel Haarfarben angerührt und Handtücher gewaschen werden können. Außerdem sind in diesem Gebäudeteil die Gästetoilette und ein Aufenthaltsraum untergebracht.

Jahrelange Erfahrung

Mit der „Schnittstube“ hat sich Denice Buck einen treuen Kundenstamm aus Hülben und Umgebung aufgebaut. Kein Wunder, verfügt sie doch über sehr viel berufliche Erfahrung. 17 Jahre lang war sie im Friseursalon ihrer Mutter in Bad Urach angestellt, ehe sie den Schritt in die Selbständigkeit wagte. Das war vor sechs Jahren, als Tochter Juli zur Welt kam. „Mir war es wichtig, Familie und Beruf zu vereinbaren. Das konnte ich hier in Hülben verwirklichen“, sagt sie.

Die Friseurmeisterin startete zunächst mit einem mobilen Service, indem sie ihre Kunden zu Hause besuchte. Vor fünf Jahren dann eröffnete Denice Buck einen kleinen, 30 Quadratmeter großen Salon in der Dettinger Straße: „So konnten die Hülbener mich nach und nach kennenlernen.“

Der eigene Salon brachte wie der mobile den Vorteil, dass sie die Termine mit den Kindergarten- und später den Schulzeiten der Tochter abgleichen konnte. Was im Grunde bis heute am neuen Standort und erst recht Corona-bedingt gilt. Die Kunden können die „Schnittstube“ nach Absprache und mit Terminvergabe besuchen.

Übrigens: Wer in der Uracher Straße 39 vorbei schaut, wird im Salon auch auf Hund Suno treffen. Der ist ein wichtiges Familienmitglied und verbringt seine Tage gerne unter Menschen – sofern es die Kunden nicht stört. Sobald es wärmer wird, kann es aber auch nach draußen gehen: Neben dem Eingang und den sechs zum Salon gehörigen Parkplätzen entsteht in nächster Zeit eine einladende Lounge. mcj