Sonderveröffentlichung

Einkaufsevent Black Week Shoppingvergnügen im November

Konsum: Die „Black Week“ startet mit dem „Black Friday“ am 26. November. Aber auch schon einige Tage vorher und danach kann man günstig einkaufen – sowohl im örtlichen Einzelhandel als auch online.

Der „Black Friday“ am 26. November ist der offzielle Start in die „Black Week“. In diesen Tagen lassen sich beim Einkauf so manche Schnäppchen machen. Foto: dpa

24.11.2021

Am Tag nach Thanksgiving, dem Erntedankfest in den USA, findet im Einzelhandel traditionell der „Black Friday“ statt. In diesem Jahr fällt das „Fest der Schnäppchenjäger“ auf Freitag, 26. November. Die Händler übertreffen sich zu diesem Anlass mit speziellen Angeboten und Rabatten, die häufig bis zum darauffolgenden „Cyber Monday“ gelten – sofern sie nicht früher vergriffen sind. Manche Angebote gelten sogar schon vorab, so dass man in den Tagen vor und nach dem „Black Friday“ von der „Black Week“ spricht.

Der „Black Friday“ stammt ursprünglich aus den USA, er gilt als Start in ein traditionelles Familienwochenende und als Beginn der Weihnachtseinkaufssaison. Dieser Trend ist in den vergangenen Jahren auch nach Europa und nach Deutschland geschwappt, wozu freilich der globale Handel im Internet beigetragen hat.

Einzelhandel hat reagiert

Denn viele der besonderen „Black Week“-Angebote lassen sich speziell im Online-Handel finden. Doch der örtliche Einzelhandel hat längst die Chancen des langen Shopping-Wochenendes beziehungsweise der „Black Week“ erkannt und bietet seinen Kunden inzwischen ebenfalls spezielle Rabatte für den „Black Friday“ an.

Gelegenheit also, um günstig einzukaufen. 69 Prozent der deutschen Konsumenten planen, in diesem Jahr bei „Black-Friday“- und „Black Week“-Angeboten zuzuschlagen. Dabei wollen sie deutlich mehr Geld ausgeben als im Vorjahr, achten aber auch immer stärker auf Aspekte der Nachhaltigkeit. Zu diesen Ergebnissen kommt eine repräsentative Befragung von 2000 Bundesbürgern über 18 Jahren im Auftrag der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC.

„Nach fast zwei Jahren Corona-Krise mit vielen Einschränkungen scheint sich die Mehrheit der Deutschen auf das Shopping-Event im November zu freuen. Einigen steht dafür in diesem Jahr sogar ein größeres Budget zur Verfügung: 22 Prozent derjenigen, die in diesem Jahr höhere Ausgaben einplanen, haben in den Monaten der Pandemie Geld gespart, weil sie nicht so oft in den Urlaub gefahren oder ausgegangen sind“, kommentiert Dr. Christian Wulff, Consumer Markets Leader PwC Deutschland und EMEA.

Weitere Gründe der Befragten, die im November 2021 höhere Ausgaben für „Black-Friday“-Angebote einplanen: Einer von drei Deutschen hofft auf eine größere Vielfalt an Schnäppchen während der „Black Week“. Ebenso viele möchten die Angebote nutzen, um ihre Ausgaben für Weihnachtsgeschenke zu reduzieren.

Der „Black Friday“ und die „Black Week“ stellen für viele Verbraucher eine gute Gelegenheit dar, um sich nach Weihnachtsgeschenken umzusehen: Zwei Drittel wollen den Anlass nutzen, um erste Präsente für das Fest zu besorgen. 29 Prozent gehen davon aus, bis zu einem Viertel der Weihnachtsgeschenke rund um den „Black Friday“ zu kaufen. 24 Prozent planen, am letzten Novemberwochenende bis zur Hälfte der Geschenke zu erwerben.

Im Durchschnitt wollen die Befragten 299 Euro in „Black Week“-Schnäppchen investieren – für den „Black Friday“ im Jahr 2020 planten die Konsumenten noch mit Ausgaben in Höhe von 266 Euro, gaben letztlich nach eigenen Angaben im Schnitt aber nur 158 Euro aus. Männer wollen mit 340 Euro in diesem Jahr am Schnäppchentag fast 100 Euro mehr ausgeben als Frauen (254 Euro).

Elektronik gefragt

Gut die Hälfte der Befragten (53 Prozent) hat sich bereits im Oktober oder in den ersten Novemberwochen Gedanken darüber gemacht, was sie genau kaufen wollen, während ein Viertel spontan nach Deals und Angeboten schauen will. Fest steht, dass die Kunden das meiste Geld für elektronische Geräte ausgeben werden: 50 Prozent der Verbraucher, die Interesse am „Black Friday“ und „Cyber Monday“ bekunden, wollen Artikel aus dem Elektronik- und Techniksegment kaufen.

34 Prozent haben vor, in erster Linie Kleidung, Schuhe und Accessoires zu shoppen. „Aufgrund der angespannten Lieferketten kann es in diesem Jahr in einigen Produktkategorien zu Engpässen kommen. Händler sollten sich daher genau überlegen, welche Produkte sie zu Black Friday rabattieren“, so Christian Wulff.

Wie im Vorjahr findet der Black November vor allem im Internet statt: 71 Prozent der Befragten wollen hauptsächlich online nach den besten Schnäppchen suchen. Dazu passt die bevorzugte Zahlungsmethode: Insbesondere für teurere Produkte wollen 43 Prozent am liebsten per PayPal bezahlen. Auf Platz zwei steht die Kreditkarte mit 17 Prozent.

„Insbesondere für Onlinehändler stehen die Chancen gut, dass der ‚Black Friday’ 2021 den Auftakt für ein umsatzstarkes Jahresendgeschäft bildet, denn die Bereitschaft zum Shoppen und das dafür nötige Budget scheinen vorhanden zu sein“, so die Einschätzung von Christian Wulff. „Bei ihren Angeboten sollten sie sich jedoch auf das gestiegene Bedürfnis der Verbraucher nach nachhaltigen Produkten und Einkaufsweisen einstellen“, so die Empfehlung des PwC-Experten.

Nachhaltigkeit wichtig

Denn die Befragung belegt: Den Verbrauchern geht es längst nicht mehr nur darum, um jeden Preis ein Schnäppchen zu schlagen. 84 Prozent bestätigen, dass der Aspekt der Nachhaltigkeit ihr Einkaufsverhalten rund um den „Black Friday“ beeinflusst. So wollen 41 Prozent nur Produkte kaufen, die sie auch benötigen. 31 Prozent versuchen bewusst, Retouren zu vermeiden; 29 Prozent achten nicht nur auf den Preis, sondern auch auf die Qualität.

Die Umfrage gibt weitere Hinweise darauf, worauf der (Online-)Handel achten sollte, um die Verbraucher von sich und ihren „Black-Friday“-Angeboten zu überzeugen – und welche Fallen es zu vermeiden gilt: Jeder fünfte Bundesbürger (18 Prozent) moniert, dass im Vorjahr zu wenig Artikel auf Lager und die Angebote zu schnell vergriffen waren. 16 Prozent hatten das Gefühl, dass sie durch spezielle Angebote dazu animiert wurden, zu viel Geld auszugeben oder unnötige Dinge zu kaufen. 15 Prozent waren unsicher, ob sie überhaupt einen guten Deal gemacht hatten.

Um Schnäppchen zu machen, sollte man daher gut vorbereitet starten und sich genau überlegen: Was brauche ich? Und wieviel will ich ausgeben? Wer weiß, was er sucht, kann mit Hilfe von Preissuchmaschinen nach aktuellen Preisen schauen. ots