Von Ralph Bausinger

Mit 111 Verkaufsständen, darunter rund 20 Versorgungsstände, wartet der Reutlinger Weihnachtsmarkt in diesem Jahr auf. Die Buden, die um die arienkirche, entlang der oberen Wilhelmstraße und auf dem Albtorplatz stehen, zaubern wieder ein vorweihnachtliches Flair in die Achalmstadt.

Das Warenangebot ist breit gestreut, sagt Norbert Brendle von der „Markt-Werk-Stadt“, die den Weihnachtsmarkt wieder vorbereitet hat. Es umfasst Weihnachtsschmuck und Krippen, Ledertaschen, Mützen, Schals, kunsthandwerkliche Artikel aus Holz, Perlen und Arganölprodukten bis hin zu Stofffiguren, Keramikartikeln und Schmuck aus Marokko. Erstmals mit dabei ist ein Stand aus Frankreich, der Nussknacker vertreibt. Ebenfalls neu ist ein Stand mit Burgern und einer mit veganer Kost, dazu bietet ein Beschicker glutenfreie Waffeln an.

Die Partnerstädte Aarau, Ellesmere Port, Szolnok und das mit Reutlingen befreundete Pistoia bereichern mit ihrem Angebot ebenso die Vielfalt des Marktes, wie auch die Bruderhaus-Diakonie sowie Schulen und Vereine aus der Stadt.

Der Großteil der Beschicker ist seit vielen Jahr mit an Bord, für Brendle ist das ein deutliches Zeichen, dass die Händler mit dem Geschäft und Flair des Reutlinger Weihnachtsmarktes zufrieden sind.

Auch in diesem Jahr gibt es ein vielseitiges Unterhaltungsprogramm für Jung und Alt, das sich allerdings nicht ohne die Hilfe von Sponsoren umsetzen lässt. Unter der Regie des Christlichen Zentrums Reutlingen können die Kinder täglich Stockbrot backen. Und auch eine Krippe mit ihren lebensgroß dargestellten Figuren, Streichelzoo und zwei Karussells sind wieder auf dem Weihnachtsmarkt vertreten – ebenso wie Ehrenamtliche des Kinderschutzbundes, die in der Jurte an der Nordseite der Marienkirche Märchen erzählen. Dort bietet auch der Mitmach-Zirkus Relaxx einen Workshop an: Kinder können hier von einem echten Akrobaten lernen, wie man jongliert und balanciert.


"Albtorplatz als Hot Spot des Marktes."


Selbstverständlich darf der Nikolaus nicht fehlen, er ist ab Samstag, 30. November, täglich auf dem Weihnachtsmarkt präsent und lockt bis zu 200 Kinder an, wie Felix Binefeld vom Christlichen Zentrum berichtet. Darüber hinaus wird es trotz steigender Auflagen an drei Samstagen eine Feuershow auf dem Weibermarkt geben.

Mit der von den Eissportfreunden der TSG Reutlingen betriebenen Eisbahn und dem Nikolausdorf, das schwäbische und alpenländische Spezialitäten anbietet, sei der Albtorplatz zu einem Hot Spot der vierwöchigen Veranstaltung geworden, sagt Brendle. Morgens von 9 bis 14 Uhr ist die Eisfläche für Grundschulen geöffnet, ab 14 Uhr können dann die Besucher ihr Können auf den Kufen zeigen. Und ab 18 Uhr gibt es die Möglichkeit, sich beim Eisstockschießen zu versuchen.

Ein besonderes Highlight gibt es immer sonntags: Bei der Eisgala ab 19 Uhr stellen die kleinen und großen Eiskunststars der TSG Reutlingen ihr Können unter Beweis, ehe sie um 19.45 Uhr den Freestylern Platz machen.

Trockenes Wetter

Aus Brendles Sicht führt der Weihnachtsmarkt zu einer Belebung der Innenstadt – schließlich lockt er zwischen 200 000 und 300 000 Besucher in der konsumfreudigen Vorweihnachtszeit in die Achalmstadt. Veranstalter und Händler wünschen sich für die kommenden vier Wochen vor allem eines: trockenes Wetter!

Reutlinger Weihnachtsmarkt in Kürze

Auf dem Reutlinger Weihnachtsmarkt spielen am Albtorplatz Bands von 19 bis 21.30 Uhr von Donnerstag bis Sonntag. Der Nikolaus ist ab Samstag, 30. November, täglich ab 16.30 Uhr auf dem Markt unterwegs. Die Märchenerzähler laden an der Nordseite der Marienkirche in ihre Jurte ein – und zwar wochentags von 10.30 bis 11 Uhr und von 16 bis 16.30 Uhr.

Der Weihnachtsmarkt, der bis 21. Dezember geht, ist täglich von 10.30 bis 20.30 Uhr geöffnet. Sonntags stehen die Stände von 11 bis 20 Uhr offen. Bei der langen Einkaufsnacht am Samstag, 30. November, haben die Verkaufsstände bis 23 Uhr geöffnet.

Detaillierte Informationen zum Programm und Wissenswertes zu Parkmöglichkeiten können auf www.weihnachtsmarkt-reutlingen.de nachgelesen werden. rab