Den Akku von E-Bikes richtig pflegen
Sonderveröffentlichung

Start in die Zweiradsaison Den Akku von E-Bikes richtig pflegen

Mit dem Frühling beginnt die neue Fahrradsaison. Doch bevor die erste Radtour starten kann, sollte das E-Bike überprüft werden, besonders der Akku. Ebenso wichtig ist die Sicherung - Fahrräder sind ein beliebtes Diebesgut.

Mit dem Frühling beginnt endlich wieder die Fahrradsaison. FOTO: AEROGONDO/ADOBE.STOCK.COM

14.03.2024

Er versorgt den Elektromotor mit Leistung und liefert die Energie für so manchen zusätzlichen Kilometer: Der Akku bildet das Herzstück jedes E-Bikes. Mit dem richtigen Laden, Lagern sowie einer regelmäßigen Pflege können E-Biker und -Bikerinnen dazu beitragen, die Lebensdauer des Akkus zu verlängern und sicherer vom eingebauten Rückenwind zu profitieren.

Lithium-Ionen-Akkus altern auf natürliche Weise - doch mit dem richtigen Verhalten können E-Biker lange Freude an ihrem Akku haben. Es empfiehlt sich, mit dem Akku sorgsam umzugehen und ihn nicht immer komplett leerzufahren. Für eine lange Akku-Lebensdauer sollte man zudem starke Sonneneinstrahlung vermeiden. Bei längerer Nichtbenutzung ist es hilfreich, den Akku bei einem Ladestand von 30 bis 60 Prozent zu lagern. Ein vollgeladener oder leerer Zustand bedeutet mehr Stress für den Akku. Wichtig: E-Bike-Akkus sollten in gut belüfteten Räumen mit Rauchmeldern geladen und aufbewahrt werden, die nicht als Fluchtweg vorgesehen sind. Am besten eignen sich Orte mit einer Umgebungstemperatur zwischen 0 und 20 Grad Celsius, in denen es keine Hitzequellen oder leicht entflammbare Materialien gibt. 

Für die Reinigung des Akkus ist ein feuchtes Tuch empfehlenswert. Die Steckerpole sollten ab und zu gesäubert und leicht gefettet werden. Bevor E-Biker ihr Rad reinigen, sollten sie den Akku entnehmen und vom Strom trennen. Zum Schutz der elektronischen Komponenten dürfen die Akkus zudem nicht mit einem direkten Wasserstrahl oder gar Hochdruck gesäubert werden, dies sicherheitsrelevante kann Folgen haben. E-Bike-Akkus sind komplexe, fein abgestimmte Systeme mit einem hohen Energiegehalt. Ihre Inhaltsstoffe können grundsätzlich unter bestimmten Bedingungen entflammbar sein.

Deshalb zeichnen sie sich durch eine Reihe von technologischen Sicherheitsmechanismen aus. So sind einige E-Bike-Akkus mit einem Batterie-Management-System ausgestattet: Es überwacht die Batterie fortwährend, erkennt kritische Betriebszustände und schützt die Zellen vor Überlastung. Erkennt das System ein Problem, schaltet es den Akku automatisch zum Schutz des E-Bikers ab. Beim Fahrradfachhändler können E-Biker den Zustand des Akkus fachgerecht überprüfen lassen. Übrigens sollten defekte, alte oder verbrauchte Akkus aus Sicherheitsgründen nicht repariert oder aufgefrischt werden. Händler nehmen den alten oder defekten Akku kostenlos zurück und führen ihn dem Recycling zu.

Vorsicht vor Langfingern: E-Bikes richtig sichern

Fahrräder sind ein beliebtes Diebesgut. Allein im Jahr 2021 wurden über 233.000 Fälle in Deutschland polizeilich erfasst die Dunkelziffer dürfte um ein Vielfaches höher sein. Einen wachsenden Anteil daran machen E-Bikes aus: Sie sind teurer als herkömmliche Fahrräder und daher bei Langfingern besonders beliebt. Umso wichtiger ist es, Schutzmaßnahmen zu ergreifen, die einen Diebstahl erschweren.

E-Bikes sollten grundsätzlich immer mit einem robusten Fahrradschloss abgeschlossen werden. Damit Diebe kein leichtes Spiel haben, empfiehlt es sich, das E-Bike an einem fest verankerten Fahrradständer oder einem Laternenpfahl anzuschließen. Außerdem spielt auch der Abstellort des E-Bikes eine Rolle: Tagsüber eignen sich Plätze, die belebt und von allen Seiten einsehbar sind. Nachts sollten E-Bikes in der Garage oder im Keller abgestellt werden. Ist das nicht möglich, gilt es, einen Ort zu wählen, der gut beleuchtet und im Optimalfall belebt ist.

Schutz vor Langfingern: das E-Bike digital sichern

Daneben sind zusätzliche digitale Schutzfunktionen wie eine Art Alarmanlage sinnvoll. Diese lässt sich über eine App aktivieren und sorgt für noch mehr Sicherheit und besseren Schutz.

Wird das E-Bike abgestellt und ausgeschaltet, aktiviert sich das Alarm-Feature automatisch. Das Smartphone dient dabei als digitaler Schlüssel. Macht sich jemand ohne diesen am E-Bike zu schaffen, reagiert das System mit einem zweistufigen Alarm. Bei einer leichten Bewegung schreckt die Funktion den Dieb mit kurzen Ton- und Lichtsignalen ab. Wird das E-Bike stärker bewegt oder gar entwendet, alarmiert das Feature die Umgebung mit einem deutlich wahrnehmbaren Warnton. Gleichzeitig wird eine Benachrichtigung an das Smartphone gesendet und die Tracking-Funktion startet. Somit lässt sich die Position des E-Bikes nachverfolgen und an die Polizei weitergeben - wichtig ist das in den ersten beiden Stunden, um die Chance zu vergrößern, das Rad wiederzufinden. djd