Fünf Fakten rund ums Bier
Sonderveröffentlichung

Tag des Bieres Fünf Fakten rund ums Bier

Der 23. April 1516 ist die Geburtsstunde des deutschen Reinheitsgebots. Eine Verordnung, die das Bier aus Deutschland zu einem weltweiten Erfolg macht.

Nach dem Reinheitsgebot kommen ins deutsche Bier nur Wasser, Malz, Hopfen und Hefe. Foto: cerdadebbie/Pixabay

23.04.2023

Traditionell steht der 23. April jedes Jahr im Zeichen des deutschen Bieres. Denn am 23. April 1516 wurde im bayerischen Ingolstadt das Reinheitsgebot verkündet. Es schreibt vor, dass zum Brauen nur Wasser, Malz, Hopfen und Hefe verwendet werden dürfen. Das Reinheitsgebot steht für die Bewahrung einer althergebrachten Handwerkstechnik und gilt zugleich als älteste, heute noch gültige lebensmittelrechtliche Vorschrift. In Deutschland hat sich daraus über Jahrhunderte eine beachtliche Braukunst entwickelt.

1. Über 7500 Biermarken in Deutschland: Allein in Deutschland gibt es mittlerweile mehr als 7500 verschiedene Biermarken. Und jede Woche kommt mindestens ein neues Bier auf den Markt. Nirgendwo ist der Biermarkt so abwechslungsreich wie in Deutschland. Man könnte also mehr als 20 Jahre lang jeden Tag ein neues Bier aus deutschen Brauereien probieren.

2. Der Süden hat die höchste Brauereidichte: Bayern liegt im Bundesländer-Vergleich mit 631 Braustätten (2021) deutlich an der Spitze. Dahinter folgen Baden-Württemberg mit 212 Braustätten auf Platz zwei und Nordrhein-Westfalen mit 143 Betrieben auf Platz drei, so das Statistische Bundesamt.

3. Deutsche Braukunst ist Kulturerbe: Das handwerkliche Bierbrauen zählt seit März 2020 zum Immateriellen Kulturerbe Deutschlands. Das Expertenkomitee der UNESCO würdigte das handwerkliche Bierbrauen, da es sich gerade in den letzten Jahren als „sehr wandlungsfähig" erwiesen habe. Auch die hervorragende Vernetzung der deutschen Brauerinnen und Brauer untereinander und die zahlreichen fachlichen Kontakte ins Ausland seien positiv hervorzuheben.

4. Pils bleibt die beliebteste Biersorte: Die beliebteste Biersorte der Deutschen ist mit einem Marktanteil von weiterhin rund 50 Prozent das Pils. Deutlichen Zuwachs verzeichnet in jüngster Zeit das Helle, dessen Absatz nach Branchenschätzungen allein im letzten Jahr um 14 Prozent anstieg. Mit einem Marktanteil von gut 9 Prozent schließt die vor allem im Süden Deutschlands beheimatete Sorte bei den beliebtesten deutschen Biermarken auf Platz 2 auf. Platz 3 belegen Biermischgetränke, gefolgt von alkoholfreien Bieren auf Platz 4.

5. Regionale Spezialitäten und alte Rezepturen im Trend: Marktforschungen zeigen, dass besonders regionale Spezialitäten wie Landbiere, Sauerbiere oder Kellerbiere, die zum Teil auf alten oder neu interpretierten Rezepturen beruhen, in der Gunst der Verbraucher steigen. Ein Beispiel hierfür ist die Berliner Weisse - das bereits von Napoleons Truppen als "Champagner des Nordens" bewunderte Sauerbier. Ein weiteres Beispiel ist das ungefilterte Keller- oder auch sogenannte Zwicklbier, das sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Als Zwicklbier wurde ursprünglich die Probe bezeichnet, die der Braumeister vor dem Filtern aus dem Lagertank entnommen hat. Heutzutage wird es von zahlreichen Brauereien angeboten.
pm