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Mein Wiblingen Ulmer Förderkreis zur Erhaltung der Wiblinger Kapellen: Mehr als nur das Kloster

Das Kloster Wiblingen ist eins der bedeutendsten Bauwerke Ulms. Doch auch rund um den Barockbau gibt es tolle Ecken.

Romantische Lage am Teich: die Marienkapelle am Binsenweiher. FOTOS: PETRA STARZMANN

18.10.2021

Ein ganz neues Projekt, um die Aufenthaltsqualität rund ums Kloster Wiblingen zu erhöhen, ist ein Klosterpfad. Diesen plant der Förderkreis zur Erhaltung der Wiblinger Kapellen, Flurkreuze, Bildstöcke und Kleindenkmale zusammen mit der Stadt Ulm. „Der Förderkreis hat es sich zur Aufgabe gemacht, alle im ehemaligen Klosterbereich stehenden Kulturdenkmale zu erfassen und zu deren Erhalt beizutragen“, blickt Franz Barth vom Vorstand auf den Gründungszweck vor zehn Jahren. Jüngstes Projekt des Förderkreises ist derzeit der Klosterpfad. „So sollen die Denkmäler näher ins Blickfeld rücken und die geschichtlichen Hintergründe aufgezeigt werden. Entstehen wird ein Wegenetz mit verschiedenen Wanderrouten, wobei wir den historischen Zusammenhang der umliegenden Ortschaften mit dem Kloster Wiblingen hervorheben“, schildert Barth.

An den Wanderparkplätzen die Routen ausschildern

Die Rundwanderwege werden ausgeschildert, es sind gute Wege, die auch mit dem Fahrrad problemlos zu befahren sind. Es gibt verschiedene Startpunkte, die einzelnen Routen können miteinander verbunden werden – auch in Form einer Abkürzung oder Ausdehnung der Route. Schon die Bezeichnungen der fünf Routen zeigen, dass es sich um ein weitläufiges Gebiet handelt: Klosterrunde, Donau-Iller-Runde, Kirchberger Runde, Unterweiler-Runde, Gögglinger-Donaustetter Runde. In den Routen finden sich alle Kleindenkmäler miteinander verbunden. „An den Kapellen werden größere Tafeln mit Informationen und Wegekarten angebracht, an den kleineren Denkmälern Schilder mit Informationstexten. Zudem sollen an Wanderparkplätzen Tafeln auf die Wanderpfade hinweisen“, bemerkt Barth. Angedacht für eine Umsetzung ist nach einer Corona-Verspätung nächstes Jahr.

Neuer Glanz für den ehemaligen Fischweiher

Beim Kloster befindet sich das Gebiet Binsenweiher. Es rückt demnächst mehr in den Blickpunkt. Der Binsenweiher ist ein Areal südlich des Wiblinger Klosters: „Es handelt sich um einen ehemaligen Fischweiher des Klosters, der Ende des 18. Jahrhunderts trockengelegt wurde, um ihn landwirtschaftlich nutzen zu können“, blickt Franz Barth vom Vorstand des Förderkreises zur Erhaltung der Wiblinger Kapellen, Flurkreuze, Bildstöcke und Kleindenkmale auf das Gebiet. Künftig wird hier auch der Kapellenpfad entlangführen: „Die Marienkapelle ist eine Station“, bemerkt Barth. Die Kapelle liegt romantisch an einem Weiher, eine Bank lädt zum Sitzen ein. Weiter Richtung Kloster befinden sich die Vereinslokale des Alb- und des Schützenvereins, in Blickachse zur Basilika liegen die Tennisplätze des TV Wiblingen.

Die malerische Landschaft mit dem Flüsschen Weihung grenzt an das Landschaftsschutzgebiet Iller-Auwald, sie ist Ziel für Spaziergänger und Radler. Jetzt soll das Gebiet behutsam aufgewertet werden. Der Binsenweiher ist ein Fokusbereich innerhalb des Stadtteilentwicklungskonzepts Wiblingen. „Wir werden uns mit den Bürgern zusammensetzen und Ideen entwickeln“, verweist Ulrich Willmann von der Stadtplanung der Stadt Ulm auf die Einbeziehung der Bürger: „Es soll in Richtung ruhige familienfreundliche Naherholung gehen. Was auch in den Blick genommen werden soll ist das Thema Wasser. Die Weihung fließt durch das Gebiet und die Iller ist der größere Fluss am Rande.“ Petra Starzmann