Sonderveröffentlichung

Qualifizierung & Weiterbildung Karriereoptionen: Wie es nach der Ausbildung weitergehen kann

Wer nach der Ausbildung beruflich weiterkommen will, kann eine Fortbildung angehen. Welche Option bietet sich für Fachkräfte an?

Mit einer Fortbildung bleibt man beruflich auf dem Laufenden oder klettert die Karriereleiter nach oben. ©SFIO CRACHO/SHUTTERSTOCK.COM

13.07.2021

„Lebenslanges Lernen“ ist nicht nur eine hohle Phrase, denn nach der Ausbildung muss der Karriereweg längst nicht zu Ende sein. Wer in seinem Beruf aufsteigen oder sich weiterentwickeln will, kann sich weiterbilden. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) auf ihrem Portal „Planet-Beruf“ erklärt. Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten der Weiterbildung. Eine Anpassungsweiterbildung dient dazu, berufliches Wissen aktuell zu halten und an neue Anforderungen anzupassen, heißt es in dem Beitrag. Dabei geht es zum Beispiel um Themen wie Digitalisierung.

IHK Ulm

Voraussetzung für den Karrieresprung

Mit einer Aufstiegsweiterbildung erreichen Absolventen dagegen einen höheren anerkannten Berufsabschluss. Dazu zählen zum Beispiel die Abschlüsse als Technikerin, Meister oder Fachwirtin. Das ist etwa für alle interessant, die eine Führungsposition anstreben. Für die meisten Aufstiegsweiterbildungen muss man zwischen ein und vier Jahren einplanen, je nachdem, ob man den Kurs in Voll- oder Teilzeit absolvieren möchte.

Finanzspritze für die Fortbildung

Die Kosten können sich nach Region, Bildungsträger und Art des Abschlusses unterscheiden. Interessierte sollten sich zu Fördermöglichkeiten beraten lassen. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) bietet Beratungen gebührenfrei per Telefon unter der Nummer 0800 4 555500 und über ihr Online-Kontaktformular an. Einen ersten Überblick zu Fördermöglichkeiten kann man sich auch auf der Webseite der BA verschaffen. Zudem bietet die BA ein Online-Tool an, das beim Erkunden der eigenen Weiterbildungsinteressen unterstützen soll. dpa/tmn/hv

IB Beruflichen Schulen

Doppelte Prämie auch für gestreckte Ausbildungsprüfungen

© JESUS KELLER/SHUTTERSTOCK.COM
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Abschlussprüfungen für Ausbildungen sind manchmal in einen theoretischen und einen praktischen Teil gegliedert. Wer beides erfolgreich ablegt, kann zweimal als finanzillen Anreiz eine Weiterbildungsprämie erhalten – unter der Voraussetzung, dass die Weiterbildung oder Umschulung vom Jobcenter oder der Arbeitsagenturmit einem Bildungsgutschein gefördert wird.

In der Regel bekommt man von der Agentur für Arbeit für die erfolgreiche Zwischenprüfung 1000 Euro, für die bestandene Abschlussprüfung 1500 Euro. Das Prinzip lässt sich auch auf eine gestreckte Ausbildungsprüfung übertragen. Das zeigt ein Urteil des Landessozialgerichts NRW (AZ: L 19 AS 466/20), auf das der Deutsche Anwaltverein (DAV) verweist.

Wer zunächst einen theoretischen Teil und später einen praktischen Teil der Abschlussprüfung ablegt, hat demnach Anspruch auf zwei Prämien. Der erste Teil ist als Zwischenprüfung zu bewerten, wie die Arbeitsgemeinschaft Sozialrecht im DAV mitteilt. dpa/tmn