Das Klimapaket der Bundesregierung hat für viele Schlagzeilen gesorgt. Vor allem Hausbesitzer, die mit Öl heizen, fühlen sich verunsichert. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten.

Was bedeutet das Klimaschutzprogramm für Ölheizungen?

Die Eckpunkte sind noch keine verbindlichen Regelungen. Viele der Vorschläge müssen noch in ein Gesetzgebungsverfahren. Es ist denkbar, dass dabei noch Änderungen vorgenommen werden.

Dürfen Ölheizungen weiterhin betrieben werden?

Ja, bestehende Ölheizungen können weiter betrieben werden, auch über das Jahr 2026 hinaus.

Was müssen Hauseigentümer jetzt tun?

Es besteht kein Handlungsdruck. Wer eine Heizungsmodernisierung mit Öl-Brennwerttechnik geplant hat, kann diese weiterhin umsetzen. Bis Ende des Jahres kann man sich etwa über die Aktion „Besser flüssig bleiben“ des Instituts für Wärme und Öltechnik (IWO) noch kostenlos die maximale staatliche Förderung sichern. Wichtig: Die Fördergelder müssen vor dem Start der Heizungsmodernisierung beantragt werden.

Dürfen Eigentümer künftig noch eine neue Ölheizung einbauen?

Ja, das dürfen sie. Bis Ende 2025 können Eigentümer ihren alten Ölkessel ganz einfach gegen ein neues Öl-Brennwertgerät austauschen. Eine solche Modernisierung lohnt sich weiterhin, da ein effizientes Öl-Brennwertgerät den Heizölbedarf deutlich reduzieren kann. Ab 2026 sollen Ölheizungen nur noch eingebaut werden dürfen, wenn sie erneuerbare Energien mit einbinden. Das können zum Beispiel Solarthermie- oder Photovoltaikanlagen sein.

Bekommen Eigentümer noch Fördermittel für eine neue Öl-Brennwertheizung?

Der Einbau eines Öl-Brennwertgeräts wurde noch bis Ende 2019 staatlich gefördert. Über die KfW-Bankwaren Investitionskostenzuschüsse von bis zu 15 Prozent möglich. Mit Beginn 2020 fällt diese staatliche Unterstützung für den Einbau reiner Brennwertheizungen voraussichtlich weg. Nichtstaatliche Förderaktionen, zum Beispiel von Heizgeräteherstellern, sind davon allerdings nicht betroffen.

Was ist mit der Einbindung erneuerbarer Energien bei der Modernisierung der Ölheizung?

Die Einbindung erneuerbarer Energien hilft grundsätzlich, die CO2-Emissionen des Hauses weiter zu verringern, und ist daher eine sinnvolle Maßnahme. Man kann diese Einbindung aber auch unabhängig von der Heizungsmodernisierung in einem zweiten Schritt vornehmen. Dazu beraten Fachbetriebe. Ab 2026 wird die Einbindung erneuerbarer Energien voraussichtlich zur Pflicht, wenn man eine neue Ölheizung einbauen möchte. djd