Sonderveröffentlichung

55 Jahre ulmer wochenblatt Ulmer Redakteurin Auernhammer: Ulm mit offenen Armen erleben


Kerstin Auernhammer, Redakteurin ulmer wochenblatt.

13.10.2021

Willkommen - Meine eindrücklichsten Erlebnisse mit und für das ulmer wochenblatt hatte ich zu Zeiten der Flüchtlingskrise. Wir starteten damals eine Artikelserie, in der wir geflüchtete Menschen vorstellten – und Ulmer, die ihnen halfen. Für einen meiner ersten Artikel traf ich mich mit Ali, einem jungen Syrer. Es war abends, wir saßen mit zwei Helfern von „Menschlichkeit Ulm“ und einer Dolmetscherin in einer Ulmer Pizzeria. Aus dem Interview wurde ein langer Abend – und das nicht nur wegen der Sprachbarriere.

VIELE HABEN DIE HAND GEREICHT

Die Geschichte des jungen Mannes war bewegend. Ali hatte in Syrien Familie und Freunde, einen Job. Sein einziger Fehler: Er wollte nicht zur Armee. „Ich wollte nicht auf Menschen schießen. Und das hätte ich beim Militär gemusst“, sagte er. Deshalb gab er sein Leben auf, machte sich auf den gefährlichen Trip nach Europa. Unterwegs wurde er krank, „ich wäre beinahe gestorben“, sagte er. Wie viele hatte er Probleme, sich an Deutschland zu gewöhnen. Andere Mentalität, andere Sprache. Doch viele Freiwillige reichten den Geflüchteten damals die Hand und tun es bis heute. Ulm eben!