Sonderveröffentlichung

19. JOB-BÖRSE DER VR BANK HEILBRONN SCHWÄBISCH HALL EG Update für die Ausbildung

Industriekaufleute: Eine neue Ausbildungsordnung gilt ab dem 1. August. Was ändert sich?

Ab August gilt für Industriekaufleute eine aufgefrischte Ausbildungsordnung. Foto: Christin Klose/dpa-mag

03.05.2024

Angehende Industriekaufleute sollen besser auf sich verändernde Geschäftsprozesse und Arbeitsformen vorbereitet werden. Das teilt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn mit. Dabei spielt der Einfluss der Digitalisierung eine große Rolle. Wichtig werden etwa Themen wie die digitale Vernetzung von Herstellungs- und Steuerungsprozessen oder neue Geschäftsmodelle auf Basis von Cloud und E-Commerce. Zudem würden kaufmännische und gewerblichtechnische Tätigkeiten stärker zusammenwachsen. Auch müssen Industriekaufleute lernen, digitale Medien zu nutzen und den sensiblen Umgang mit großen Datenmengen unter Berücksichtigung von Datenschutz und -sicherheit erlernen.

Auch in Zukunft würden Industriekaufleute dafür qualifiziert, zugleich „Allrounder und Spezialisten in ihrem Gebiet“ zu sein. Zu ihren Aufgaben gehören etwa die Steuerung und Planung der Beschaffung oder von Logistik- und Lagerprozessen. In der Materialwirtschaft vergleichen sie Angebote, verhandeln mit Lieferanten und betreuen die Warenannahme. Daneben kümmern sich die Kaufleute darum, Marketingmaßnahmen oder Vertriebs- und Personalprozesse umzusetzen. Mit der Neuerung der Ausbildungsordnung werden auch die Prüfungsregelungen der dreijährigen Ausbildung angepasst. Neben der Einführung der gestreckten Abschlussprüfung gibt es ab August auch aktualisierte Prüfungsinhalte. Der Beruf gehört nach Angaben des BIBB in Bonn mit mehr als 40 000 Auszubildenden im Jahr 2022 zu den am stärksten nachgefragten Ausbildungsberufen. dpa