Die Berufswahl ist eine bedeutsame Entscheidung im Leben. Dabei spielen Eltern noch immer die größte Rolle. Im Dschungel des großen Ausbildungsangebots können sie Vorbild sein und Orientierung geben. Unterstützung bietet dabei die Initiative „Klischeefrei“: Sie hält für Eltern viele Tipps, Fakten und Adressen bereit.
Zahlreiche Einflüsse von vielen Seiten
Eltern haben einen großen Einfluss auf die Berufswahl ihrer Kinder: noch vor dem Internet und der Schule. Sie entscheiden oft mit und sind Vorbilder. Sie leisten einen wichtigen Beitrag, damit sich ihre Töchter und Söhne oder ihre Enkelkinder für den passenden Beruf entscheiden. Ein sicherer Arbeitsplatz, ein gutes Einkommen und ein Beruf mit Zukunft sind Eltern besonders wichtig.
Einflüsse kommen auch von Freunden und der Schule. Ebenso prägen Werbung und Medien die Meinung über Berufe mit. Hier begegnen Jugendlichen noch immer alten Rollenbildern: Jungen können Auto, Computer und Technik. Mädchen sind sozialer, da passt ein Job in Arztpraxis, der Erziehung oder Pflege.
Entscheidung für den Wunschberuf
Miguel Diaz, Projektleiter der Servicestelle der Initiative „Klischeefrei“, erklärt dazu: „Begabungen sind sehr individuell. Sie haben jedenfalls nichts damit zu tun, ob man ein Mann oder eine Frau ist. Auf dem Weg in den Wunschberuf sollte stets eine selbstbestimmte Entscheidung frei von Klischees und den Erwartungen anderer stehen.“
Ein Ausbildungsreport des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) von 2025 zeigt, dass dies nicht immer der Fall ist. Nur 25 Prozent der jungen Menschen, die bereits in Ausbildung sind, geben an, dass ihre Ausbildung tatsächlich ihr Wunschberuf sei. 75 Prozent der weiblichen Azubis in sogenannten, typischen Frauenberufen arbeiten nicht in ihrem Wunschberuf.
Hier setzt die Initiative an, die sich für eine offene, freie Berufswahl starkmacht. Auf ihrer Website www.klischeefrei.de/Eltern gibt es praktische Tipps (auch in den Sprachen Türkisch, Russisch und Arabisch) und Workshop-Angebote, ein Quiz zum Download, Hörbücher oder E-Books. pm