Die Zeiten, in denen ein Garten einem akkuraten Schachbrett glich, kein Blatt irgendwo rumlag und der Rasen aussah, als hätte ihn jemand mit der Nagelschere getrimmt, sind vorbei. Im Garten heißt es jetzt wieder - im wahrsten Sinne des Wortes - „back to the roots“. Naturnahe Gärten sind eine Art gepflegte Wildnis mit tollen Farben, betörenden Düften und einem Nahrungsangebot für Tiere.
Erst planen, dann pflanzen
Egal, ob ein Garten neu angelegt werden soll oder eine Umgestaltung ansteht: An erster Stelle steht die Planung. Wo will ich Beete haben? Brauchen wir eine Gartenhütte? Soll ein Garten durch den Weg verlaufen? Auch sollte man sich die Zeit nehmen, den Garten genauer zu beobachten: In welche Himmelsrichtung ist er ausgerichtet? Wie verläuft der Schatten den Tag über? Haben wir eher lehmigen oder sandigen Boden? Besteht die Möglichkeit, einen Gartenbrunnen zu schlagen? All diese Fragen. und die Antworten darauf beeinflussen später auch die Auswahl der Pflanzen.
Lungenkraut, Felsenbirne, Kornblume, Salweide, Zimtrose, Echter Salbei oder Schlüsselblume: In einem naturnahen Garten wachsen in erster Linie heimische Pflanzen denn exotische Pflanzen haben für unsere heimische Tierwelt als Nahrungsquelle oder Nistplatz kaum einen Nutzen. Mit Trockenmauern, einem Teich oder einem Reisighaufen lässt sich ein Garten nicht nur optisch gestalten, sondern diese Elemente bieten Insekten, Vögeln, Igeln und Co. Nahrungsquellen, Schlafplätze und Verstecke. Die heimische Pflanzenwelt bietet an Formen und Farben eine schier unerschöpfliche Auswahl, sodass jeder seinen Garten nach eigenen Wünschen gestalten kann. as