Zwei linke Hände kommen teuer, weil man oft auf Handwerker angewiesen ist. Selbst ist der Mann oder auch die Frau lautet die Alternative zum Geldsparen. Schließlich ist schweres Handwerkszeug und moderne Technik schon lange nicht mehr nur der Männerwelt vorbehalten. Zudem halten Bau- und Heimwerkermärkte ein riesiges Angebot für begabte Hobbyhandwerker parat. Da mag es verlockend sein, Reparaturen oder Renovierungsarbeiten selbst durchzuführen, um Geld zu sparen oder ein Gefühl der Erfüllung zu bekommen. Doch es gibt einige Gründe, warum es oft sinnvoller ist, sich an einen professionellen Handwerker zu wenden. Besonders dann, wenn Termine eingehalten werden sollen. Hier ist der Profi in der Regel schneller als der Laie.
Der ausgebildete Handwerker hat das Fachwissen und die Erfahrung, um ein Bauvorhaben effizient und präzise durchzuführen. Sie kennen sich mit den richtigen Techniken und Materialien aus, um ein qualitativ hochwertiges Ergebnis zu erzielen. Fachleute verfügen oft auch über Musterausstellungen und Schauräume. Dort können die verschiedenen Objekte vom Kunden begutachtet werden. Auch moderne Computeranimationen ermöglichen es mittlerweile, sich ein realitätsnahes Bild vom Projekt zu machen.
Obwohl es auf den ersten Blick teurer erscheinen mag, einen Fachmann zu engagieren, können langfristig Kosten gespart werden. Ein professionell ausgeführtes Projekt hält meist länger und es sind weniger Reparaturen oder Nachbesserungen erforderlich. Viele handwerkliche Tätigkeiten erfordern zudem spezielle Kenntnisse und Fähigkeiten, um sicher durchgeführt zu werden. Ein Fachmann weiß, wie man sicher arbeitet und minimiert so das Risiko von Unfällen oder Schäden. Sollte etwas fehlerhaft oder unvollständig sein, haftet in solchen Fällen in der Regel der ausführende Betrieb. Das schützt vor unerwarteten Kosten.
Unfallrisiko durch Unwissenheit
Etwa alle sechs Sekunden ereignet sich in Deutschland zu Hause oder in der Freizeit ein Unfall mit teilweise schwerwiegenden Folgen. Schon seit Jahren untersucht die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin Ursachen und Folgen von Heim- und Freizeitunfällen in Deutschland, um Vorschläge zu deren Verhütung zu entwickeln und zu veröffentlichen.
Zu den häufigsten Verhängnissen bei Hobbyhandwerkern zählen leichte Schnittwunden bis hin zu schweren Verletzungen wie Knochenbrüche oder Verbrennungen. Die meisten Unfallursachen sind jedoch Stürze von Leitern oder Gerüsten, Schnittverletzungen etwa an Sägen oder Messern, sowie Stromschläge durch unsachgemäßen Umgang mit der Elektrik.
Ein weiterer Gefahren-Hotspot lauert übrigens gar nicht im Haus, sondern direkt drum herum: Etwa 200 000 Unfälle passieren bei der Gartenarbeit, meistens durch Stürze von der Leiter oder durch Ausrutschen. Viele Heimwerkerunfälle könnten also durch die Einhaltung von Sicherheitsvorkehrungen und die richtige Verwendung von Werkzeugen und Materialien vermieden werden. Dazu gehört auch die Nutzung von Schutzausrüstungen wie Handschuhe, Schutzbrillen, Sicherheitsschuhe und Helmen.
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