Bauen, Renovieren und Sanieren ist immer auch eine Vertrauenssache zwischen Bauherrn und Handwerksbetrieb. „Vor Beginn der Arbeiten sollte schriftlich fixiert werden, was, wie und zu welchem Preis erledigt werden soll“, rät Markus Hagge, Rechtsexperte der Verbraucherzentrale.
Vorsicht bei verlockenden Angeboten an der Haustür
Von verlockenden Angeboten, wie man sie an der Haustür manchmal erhält, rät die Handwerkskammer Stuttgart ab. Eingetragene Fachbetrieb sind solide und zuverlässige Partner - wer unsicher ist, sollte bei Innungen, Kreishandwerkerschaften oder Handelskammern nachfragen.
Rechtsexperte Hagge erklärt: „Wird es am Ende mehr als 15 bis 20 Prozent teurer als angegeben, muss das Unternehmen vorher ausdrücklich darauf hinweisen.“ In so einem Fall könne man den Vertrag kündigen und müsse nur für vereinbarte und bereits erbrachte Teilleistungen zahlen. Allerdings sollte man sich im Zweifel vorher rechtlich beraten lassen.
Denn nicht immer ist es einfach, einen Handwerker zu finden, die die angefangene Arbeit eines Mitbewerbers fertig machen will. Zumal es dann auch um Haftungsfragen gehen kann. Wurde vom Vorgänger mangelhaft gearbeitet, wird es kompliziert. Sollte etwas unklar sein, am besten direkt nachfragen und den Gesprächsinhalt kurz schriftlich festhalten.
dpa