In der jüngeren Vergangenheit der GFL gab es mehrere Ären: Zeitweise dominierten die New Yorker Lions aus Braunschweig das Geschehen, dann waren die Schwäbisch Hall Unicorns für eine Dekade Dauergast im deutschen Endspiel. In den vergangenen vier Jahren ist das jeweils den Potsdam Royals gelungen. Die Endspiele 2023, 2024 und 2025 haben die Potsdamer gewonnen. Die letzten beiden GFLBowls jeweils gegen die Dresden Monarchs.
Vor allem das Finale 2025 bildete einen Meilenstein: Im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion versammelten sich 22.000 Zuschauer. Erstmals seit Anfang der 2000er-Jahre verfolgten wieder mehr als 20.000 Zuschauer ein deutsches Finale und sahen einen 33:23-Erfolg der Royals.
Diese wollen nun den vierten Titel in Folge. Und die Royals wollen nicht nur, sie können dieses Ziel auch erreichen. Head Coach Michael Vogt kann sich erneut auf die Dienste von Quarterback Xeaiver Bullock verlassen. Die Royals hatten diesen in der Saison 2025 nachverpflichtet, nachdem sich beide zuvor eingeplanten Spielmacher verletzt hatten. In der vergangenen Saison kam Xeaiver Bullock auf 1.541 Passing Yards und 16 Touchdowns, erzielte zudem neun Touchdowns per Lauf.
Doch Bullock alleine kann es nicht richten, auch der Rest des Kaders ist überaus stark besetzt. Die Royals sind das Team, das es zu schlagen gilt.
Genau das wollen die Monarchs nur zu gerne tun. In der regulären Saison ist ihnen das schon gelungen, aber nicht in den beiden vergangenen Endspielen. Da am Tag der Deutschen Einheit 2026 der GFL Bowl erneut im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion gespielt wird, haben die Monarchs noch größere Sehnsucht nach dem Titel als ohnehin.
Dafür hat der erfahrene Head Coach Greg Seamon hochkarätige Verstärkung geholt. Rocky Lombardi soll als Quarterback die Monarchs zum Erfolg führen. Er war 2024 bei den Cincinnati Bengals, kam dort in der Preseason zum Einsatz. Mit Montigo Moss holten die Sachsen zudem einen Receiver mit prominentem Vater. Randy Moss spielte viele Jahre in der NFL, wurde 2018 in die Hall of Fame gewählt.
Angesichts von so viel Power bei den beiden Vorjahresfinalisten fallen die Braunschweig Lions etwas ab, sind aber immer noch ein starkes Team, müssen allerdings nach dem Ausstieg von New Yorker als Sponsor etwas kleinere Brötchen backen. Den Berlin Rebels könnte eine Überraschung gelingen. Düsseldorf und Kiel haben kleine Playoff-Chancen, Hildesheim eher nicht. ruf